Nachrichten aus der Kulturpolitischen Gesellschaft und dem Institut für Kulturpolitik

9. Kulturpolitischer Bundeskongress

»WELT.KULTUR.POLITIK. Kulturpolitik und Globalisierung« am 15. und 16. Juni 2017 in Berlin

Am 15. und 16. Juni findet der 9. Kulturpolitische Bundeskongress der Kulturpolitischen Gesellschaft und der Bundeszentrale für politische Bildung statt. Ausgangspunkt des Kongresses ist die Beobachtung, dass in einer zunehmend globalisierten Welt ökonomische, ökologische und kulturelle Prozesse immer stärker miteinander verflochten sind und die Unterscheidung von ›Innen‹ und ›Außen‹ immer schwieriger wird. Klassische Nationalstaaten allein sind offenbar kaum noch in der Lage, die globalen Krisen und Herausforderungen zu meistern. Das ›Außen‹ scheint verloren zu gehen, während sich Politik zunehmend zu einer »Weltinnenpolitik« zu wandeln scheint. Auch die Kulturpolitik ist davon betroffen und daher aufgerufen, über ihre nationalen Begründungen neu nachzudenken. Anderseits erleben wir gegenwärtig eine Re-Nationalisierung in erschreckender Geschwindigkeit, die bisher sicher geglaubte (kultur-)politische Postionen radikal in Frage stellt. Der Kongress findet mitten in diesen globalen Turbulenzen statt und will verstehen, erklären und ermutigen. mehr

Kooperationspartner des 9. Kulturpolitischen Bundeskongresses sind der Deutsche Städtetag, das Institut für Auslandsbeziehungen (IfA) und das Goethe Institut (GI). Er wird gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien. Das Programm wird voraussichtlich Mitte März veröffentlicht. Anmeldungen werden ab diesem Zeitpunkt möglich sein.

 

Barbara Neundlinger wird neue Geschäftsführerin der Kulturpolitischen Gesellschaft e.V. in Bonn

Der Vorstand der Kulturpolitischen Gesellschaft hat Barbara Neundlinger in seiner Sitzung Anfang Februar zur Geschäftsführerin bestellt. Sie folgt auf Marc Grandmontagne, der zu Anfang des Jahres in die Direktion des Deutschen Bühnenvereins gewechselt ist. Die gebürtige Österreicherin wird ihre Arbeit am 1. Juni 2017 aufnehmen. Hauptaufgabe der neuen Geschäftsführerin ist es, die Kulturpolitische Gesellschaft auf Basis ihrer inhaltlichen Programmatik strukturell und personell weiterzuentwickeln.

Presseerklärung

 

20 Jahre Institut für Kulturpolitik 1996–2016

Profil, Aktivitäten, Projekte

Inklusive Kulturelle Bildung und KulturarbeitDas Institut für Kulturpolitik ist eine Gründung der Kulturpolitischen Gesellschaft (KuPoGe), die seit über vierzig Jahren vor allem über ihr Netzwerk (derzeit rund 1.500 Mitglieder im Bundesgebiet) Einfluss auf die konzeptionelle Entwicklung der Kulturpolitik nimmt und dabei programmatische Akzente gesetzt und auch Erfolge erzielt hat. Diese basierten nicht zuletzt auf Überzeugung und Argumentation. Themen generieren und Meinungen im Diskurs bilden, das sind die verbandspolitischen Stärken der KuPoGe. Sie konnte sich dabei auf die Fach- und Sachkompetenz ihrer Mitglieder und des Vorstands stützen, hat jedoch von Beginn an der Recherche, Analyse und Forschung neben den vielen diskursorientierten Aktivitäten und Veranstaltungen einen großen Stellenwert in der Verbandskonzeption eingeräumt.

Seit 1996 hat die KuPoGe ihre wissenschaftliche Forschungstätigkeit im eigens gegründeten Institut für Kulturpolitik gebündelt. Mittlerweile besteht das IfK seit 20 Jahren. Anlässlich diese Jubiläums dokumentiert der Materialienband diese Arbeit.

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Studie »Aktuelle Förderstrukturen der Freien Darstellenden Künste in Deutschland« erschienen

Der Bundesverband Freie Darstellende Künste (BFDK) präsentiert die erste systematische Erhebung der Förderlandschaft für die freien Darstellenden Künste in Deutschland. Ab sofort ist die Studie »Aktuelle Förderstrukturen der Freien Darstellenden Künste in Deutschland. Ergebnisse der Befragung von Kommunen und Ländern« (Autorin: Ulrike Blumenreich) über den Bundesverband erhältlich. Im Auftrag des Bundesverbandes Freie Darstellende Künste hat das Institut für Kulturpolitik der Kulturpolitischen Gesellschaft alle 16 Bundesländer sowie die 38 Kommunen, in denen mindestens vier freie Tanz- oder Theaterformationen ansässig sind, befragt und umfassende Auskünfte erhalten. Entstanden ist ein einmaliges und umfangreiches Nachschlagewerk und Arbeitsinstrument.

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Kulturpolitische Mitteilungen Nr. 155 zur »Kulturpolitikforschung« erschienen

Anlässlich des 20. Geburtstages ihres Bonner Instituts für Kulturpolitik hat die Kulturpolitische Gesellschaft ein KuMi-Themenheft zur »Kulturpolitikforschung« herausgebracht. Es versammelt im Schwerpunkt Beiträge, die das weite Feld der anwendungsbezogenen Kulturpolitikforschung skizzieren und vor diesem Hintergrund einen steigenden Bedarf an wissenschaftlich aufbereitetem Wissen konstatieren. AutorInnen sind u.a. Kurt Eichler, Patrick Föhl, Max Fuchs, Tobias J. Knoblich, Birgit Mandel, Dörte Nitt-Drießelmann, Oliver Scheytt, Norbert Sievers, Wolfgang Schneider und Andreas J. Wiesand.

Darüber hinaus finden sich im neuen Heft ein Interview mit der kulturpolitischen Sprecherin der SPD-Bürgerschaftsfraktion in Hamburg, Isabella Vértes-Schütter, ein Bericht zum »Solidarpakt Kultur« in Bremen von Carmen Emigholz, eine Erläuterung zu den Theatervertragsverhandlungen in Thüringen von Kulturminister Benjamin-Immanuel Hoff und ein Artikel von Hans-Jürgen Blinn zu TTiP, CETA und TiSA.

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20 Jahre Institut für Kulturpolitik der Kulturpolitischen Gesellschaft

Kulturstaatsministerin Prof. Monika Grütters würdigt die Arbeit des IfK

Am Montag, dem 24. Oktober, hat das Institut für Kulturpolitik der Kulturpolitischen Gesellschaft sein 20-jähriges Jubiläum gefeiert. Bestandteil des Jubiläums war u.a. ein Treffen von Staatsministerin Prof. Monika Grütters und Kulturabteilungsleiter Günter Winands mit Mitgliedern des KuPoGe-Vorstands. Bei dieser Gelegenheit würdigte die Staatsministerin die Arbeit des Instituts und dessen Ansatz der angewandten Kulturpolitikforschung, die schon früh vom Bund mit »dem Prädikat ›förderungswürdig‹ versehen« worden sei. Grütters wörtlich: »Mit seinen zahlreichen Forschungs- und Publikationsaktivitäten trägt es zur Aufbereitung und Vermittlung kulturpolitischen Wissens bei und sorgt damit für ein umfassendes und differenziertes Bild von Status quo und vom ›state of the art‹ der Kulturpolitik.« Das Institut für Kulturpolitik agiere darüber hinaus zunehmend auch als »kulturpolitischer Impuls- und Ideengeber«. So sei der Kulturpolitische Bundeskongress »einer der wichtigsten kulturpolitischen Veranstaltungen in Deutschland«, der es ein ums andere Mal gelinge, »Themen zu setzen und kulturpolitische Diskurse anzustoßen.«

Treffen von Vorstandsmitgliedern der Kulturpolitischen Gesellschaft mit der Staatsministerin für Kultur und Medien Prof. Monika Grütters in Bonn.

Grußwort von Staatsministerin Prof. Monika Grütters

 

Intensivierung der Kulturpolitikforschung

Neue KuPoGe-Initiative

Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums ihres Instituts für Kulturpolitik am 24. Oktober 2016 im Haus der Geschichte in Bonn trafen sich KulturpolitikforscherInnen auf Einladung der Kulturpolitischen Gesellschaft, um über eine Initiative zur Intensivierung der Kulturpolitikforschung in Deutschland zu diskutieren und zu beraten. Das Jubiläum sollte nicht nur Anlass für einen Rückblick geben, sondern auch für eine in die Zukunft gerichtete Aktion. In seiner Rede erklärte dazu Institutsleiter Dr. Norbert Sievers: »Es gibt gegenwärtig gute Voraussetzungen für eine Initiative zur Intensivierung der Kulturpolitikforschung. Uns schwebt jedoch kein Alleingang vor, sondern eine konzertierte Strategie in einem Verbund der Forschungsakteure, in dem über Forschungsbedarfe, -methoden und -ergebnisse diskutiert werden könnte, eine Gesprächs- und Verabredungsplattform mit dem Ziel, die angewandte Kulturpolitikforschung in Deutschland zu profilieren.« Ziel der Initiative sei darüber hinaus aber auch, sich um die Verbesserung der Forschungsbedingungen zu bemühen. Dafür wolle die Kulturpolitische Gesellschaft einen Rahmen schaffen. Ein erster Schritt dazu soll im nächsten Heft der Kulturpolitischen Mitteilungen (Nr. 155) erfolgen.

  

Transformatorische Kulturpolitik

Jahrbuch Kulturpolitik 2015/2016 erschienen

Soeben ist das inzwischen 15. Jahrbuch für Kulturpolitik des Instituts für Kulturpolitik der Kulturpolitischen Gesellschaft erschienen. Auf über 500 Seiten werden die Beiträge des 8. Kulturpolitischen Bundeskongresses 2015 »Kultur.Macht.Einheit. Kulturpolitik als Transformationspolitik« dokumentiert. Ausgangsthese ist, dass die Verwirklichung der deutschen Einheit auch die Kulturpolitik verändert hat – sowohl konzeptionell wie instrumentell. Dieser Transformationsprozess wäre jedoch zu kurz gedacht, wenn man ihn nur auf die unmittelbaren Folgen der deutschen Einheit beziehen würde. Deshalb beleuchten die über 50 Aufsätze auch darüber hinausgehende Fragen einer transformatorischen Kulturpolitik, die den gegenwärtigen Veränderungen in der Gesellschaft Rechnung trägt.

Ferner enthält das Jahrbuch – wie üblich – Beiträge zur Kulturforschung und eine Chronik kulturpolitischer und kultureller Ereignisse, eine Auswahlbibliografie »Kulturpolitik im Transformationsprozess« sowie die obligatorische »Bibliografie kulturpolitischer Neuerscheinungen«.

Herausgegeben haben das Jahrbuch Norbert Sievers, Patrick S. Föhl, Tobias J. Knoblich für das Institut für Kulturpolitik der Kulturpolitischen Gesellschaft e.V.: Es ist erstmalig im Bielefelder Verlag transcript erschienen und im Buchhandel sowie über die Kulturpolitische Gesellschaft erhältlich. Die Open-Access Version des Jahrbuches finden Sie unter: www.transcript-verlag.de/978-3-8376-3512-6/jahrbuch-fuer-kulturpolitik-2015/16

Bestellen: www.kupoge.de/publikationen/aktion_jahrbuch2015-16.htm