{"id":1098,"date":"2021-09-15T12:19:08","date_gmt":"2021-09-15T10:19:08","guid":{"rendered":"https:\/\/kupoge.de\/blog\/?p=1098"},"modified":"2021-09-15T12:37:51","modified_gmt":"2021-09-15T10:37:51","slug":"mit-datenerhebung-veraenderungen-anstossen-fuer-einen-gerechteren-kulturbetrieb","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kupoge.de\/blog\/2021\/09\/15\/mit-datenerhebung-veraenderungen-anstossen-fuer-einen-gerechteren-kulturbetrieb\/","title":{"rendered":"Mit Datenerhebung Ver\u00e4nderungen ansto\u00dfen \u2014 f\u00fcr einen gerechteren Kulturbetrieb"},"content":{"rendered":"\n<p>Bei der Erhebung von Antidiskriminierungs- und Gleichstellungsdaten ist immer die Frage zentral, inwieweit strukturelle Diskriminierung stattfindet und welche Mechanismen bewirken, dass bestimmte Personengruppen ausgeschlossen werden bzw. andere f\u00fcr diese entscheiden und Kriterien der Arbeitsweise vorgeben. Ein Problem besteht darin, dass Diversit\u00e4t h\u00e4ufig mit Internationalit\u00e4t gleichgesetzt wird und strukturelle Diskriminierungsdimensionen so ausgeblendet werden. So wird beispielsweise selten die Frage gestellt, inwiefern <a href=\"https:\/\/diversity-arts-culture.berlin\/woerterbuch\/ableismus\">Ableismus<\/a>, also die Diskriminierung von Menschen mit Behinderungen, sich auf den Kulturbetrieb auswirkt oder inwiefern die Perspektiven von K\u00fcnstler*innen <a href=\"https:\/\/diversity-arts-culture.berlin\/woerterbuch\/poc-person-color\">of Colour<\/a> vertreten sind. <\/p>\n\n\n\n<p>Und hier stellt sich dann nicht nur die Frage, inwiefern vielleicht die Kunst dieser Personen Eingang in die Institutionen findet, sondern vor allem auch ob die Personen, die diese Diskriminierungserfahrungen machen, auch Leitungspositionen innehaben. Es braucht Zahlen, um den Status quo im Kulturbetrieb besser beschreiben und datenbasiert Ma\u00dfnahmen zur F\u00f6rderung von Vielfalt und Chancengleichheit ergreifen zu k\u00f6nnen. (Auch <a href=\"https:\/\/diversity-arts-culture.berlin\/magazin\/www.artnews.com\/art-news\/news\/whatis-curatorial-activism-9271\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">f\u00fcr den Bereich des Kuratierens<\/a> ist es wichtig, Daten dar\u00fcber zu erheben, wessen Arbeiten eigentlich ausgestellt werden. Nur so kann an diesen Zahlenverh\u00e4ltnissen, die h\u00e4ufig strukturelle Diskriminierung widerspiegeln, etwas ge\u00e4ndert werden.)<\/p>\n\n\n\n<p>Unsere Erhebung fragt als erste in Deutschland differenziert nach Erfahrungen von Personen in Kunst- und Kultureinrichtungen entlang aller Diskriminierungsdimensionen des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes. Es geht also darum zu ermitteln, inwiefern Diskriminierung aufgrund von Behinderung, (zugeschriebener) Religion, (zugeschriebenem) Geschlecht, aufgrund des Alters oder der sexuellen Identit\u00e4t gemacht werden. Des Weiteren beziehen wir die Diskriminierungsdimension Ostsozialisierung, den sozialen Status sowie die Diskriminierung aufgrund des K\u00f6rpergewichts mit ein.<\/p>\n\n\n\n<p>Au\u00dferdem wird erhoben, inwiefern Personen rassistische Diskriminierungserfahrungen machen. Dabei k\u00f6nnen die Befragten angeben, aufgrund welcher Zuschreibung sie diskriminiert wurden. Denn bei Diskriminierung ist die diskriminierungsrelevante Fremdzuschreibung und nicht eine vermeintliche bzw.<em> einzig wahre <\/em>Gruppenzugeh\u00f6rigkeit relevant. Personen erleben Diskriminierung auch aufgrund von nicht zutreffenden Zuschreibungen \u2013 etwa wenn Sikhs aufgrund ihrer religi\u00f6sen Tracht als Muslime diskriminiert werden. <\/p>\n\n\n\n<p>Eine solche Differenzierung erm\u00f6glichen wir in unseren Befragungen nach der Auto-hetero-Perspektive, bei der Diskriminierte die diskriminierende Zuschreibung, also <em>als wer<\/em> sie diskriminiert wurden, gesondert angeben k\u00f6nnen. Da dazu in Deutschland bisher keine Daten vorliegen, war <a href=\"https:\/\/vielfaltentscheidet.de\/vielfalt-in-berliner-oeffentlichen-einrichtungen\/?back=101\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">unsere Pilotstudie<\/a> zur Erhebung von Diversit\u00e4t in der Berliner Verwaltung, in deren Rahmen das beschriebene Erhebungsinstrument erstmals getestet wurde, hier wegweisend.<\/p>\n\n\n\n<p>Um Repr\u00e4sentationsfragen differenziert stellen zu k\u00f6nnen, musste das Instrument f\u00fcr die teilnehmenden Kultureinrichtungen individuell, je nach Kontext in Bezug auf Sprache und Fragen, angepasst werden. So stellen sich in der Besucher*innnenforschung f\u00fcr Museen beispielsweise die Fragen: Wer kommt, wer kommt nicht? Wer kann es sich leisten, ins Museum zu gehen \u2013 finanziell, aber auch zeitlich? Wer findet dort ihre*seine Geschichten \u2013 Geschichten, die ber\u00fchren? Wer w\u00e4hlt aus, was dort zu sehen ist \u2013 wer zu sehen ist? Solche Fragen lassen sich durch qualitative Forschung beantworten:<\/p>\n\n\n\n<p> Im Rahmen der Nichtbesucher*innenforschung, die das Team von <strong>Citizens For Europe. Vielfalt entscheidet<\/strong> ebenfalls im Auftrag von Diversity Arts Culture durchgef\u00fchrt hat, war daher das Ziel, mithilfe von Fokusgruppengespr\u00e4chen mit Personen, die intersektionale Diskriminierungserfahrungen machen, herauszufinden, warum Personen bestimmte Kunst- und Kultureinrichtungen nicht besuchen, inwiefern sie sich repr\u00e4sentiert und\/ oder diskriminiert f\u00fchlen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><br><strong><strong>Welche Ma\u00dfnahmen k\u00f6nnen ergriffen werden?<\/strong><\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Ein Best-Practice-Beispiel ist die Arbeit des Arts Council England, der F\u00f6rdermittel inzwischen an Diversit\u00e4tsquoten gekn\u00fcpft hat, da klar wurde, dass gerade auch im Kunst- und Kulturbetrieb sich strukturelle Nachteile nicht von selbst ausgleichen. Bei der <a href=\"https:\/\/diversity-arts-culture.berlin\/magazin\/eroeffnung-diversity-arts-culture\">Er\u00f6ffnung des Berliner Projektb\u00fcros f\u00fcr Diversit\u00e4tsentwicklung<\/a>, Diversity Arts Culture, stellte Abid Hussain, der Direktor f\u00fcr die Abteilung Diversity des Arts Council England, das Programm <strong>Creative Case for Diversity<\/strong> vor und machte deutlich:  \u00bbTalent is everywhere, but opportunity isn\u2019t.\u00ab  <\/p>\n\n\n\n<p>Es gehe also darum, durch gezielte Ma\u00dfnahmen unterrepr\u00e4sentierte Communitys zu f\u00f6rdern. Dabei machte er auch deutlich, dass dies ein langfristiger Prozess sei, denn  \u00bbum Dinge im Ballett, der klassischen Musik oder der Oper zu ver\u00e4ndern, m\u00fcssen wir mit den Kindern beginnen, die heute zwei oder drei Jahre alt sind\u00ab. Resultate werden also weder in zwei oder drei Jahren zu sehen sein noch in f\u00fcnf: \u00bbWenn es eine Ver\u00e4nderung bei den Talenten, die auf der Hauptb\u00fchne in der Oper stehen, geben soll, dann braucht das 10, 15, 20 Jahre. Diese Zeit m\u00fcssen wir investieren.\u00ab <\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr den Arts Council England war es eine wichtige Voraussetzung, dass die strukturelle Dimension des Mangels an Diversit\u00e4t anerkannt wurde. Nur durch diese Erkenntnis konnten echte Ver\u00e4nderungen bewirkt werden. In Deutschland ist die Ausgangslage insofern eine andere, als <a href=\"https:\/\/vielfaltentscheidet.de\/gleichstellungsdaten-eine-einfuehrung\/?back=101\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Antidiskriminierungs- und Gleichstellungsdaten<\/a> bisher haupts\u00e4chlich in Bezug auf die Kategorie Geschlecht \u2013 und dabei einem bin\u00e4ren Geschlechterverst\u00e4ndnis folgend \u2013 erhoben wurden. <\/p>\n\n\n\n<p>Das bedeutet, dass es nicht m\u00f6glich ist, quantitative Aussagen \u00fcber den Status quo zu machen und zu sagen, wie viele Personen, die zum Beispiel rassistische Diskriminierung erfahren, in Einrichtungen arbeiten, ausstellen oder diese besuchen. (Dass es bei der Erhebung von Gleichstellungsdaten um die richtige Ansprache von People of Colour geht, zeigt auch <a href=\"https:\/\/diversity-arts-culture.berlin\/magazin\/www.%20sueddeutsche.de\/kultur\/wissenschaft-und-museendekolonisieren-hand-in-hand-1.4772201\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">dieser Artikel<\/a>, der sicherlich eine gute Absicht hat, dann aber von  \u00bbZuwanderern\u00ab spricht.) <\/p>\n\n\n\n<p>Auch gibt es keine Aufzeichnungen dar\u00fcber, wie sich die Diversit\u00e4t im Kulturbetrieb mit den Jahren ver\u00e4ndert hat. Im Bereich der Geschlechtergerechtigkeit gibt es bereits Strategien und Ma\u00dfnahmen wie Gender Mainstreaming, Gender Budgeting und Quoten. Gerade im Bereich der Filmbranche wurde durch #metoo deutlich, wie weit Sexismus dort verbreitet ist. (Siehe auch die Debatte um #metwo. <strong>Citizens For Europe. Vielfalt entscheide<\/strong>t plant aktuell ein neues Projekt im Bereich Film.) <\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr den Abbau von strukturellem Rassismus bzw. der F\u00f6rderung von Personen, die rassistische Diskriminierung erleben, gibt es in Deutschland bisher noch nicht einmal die entsprechende Datengrundlage. In der Realit\u00e4t stehen diese Dimensionen jedoch nicht nebeneinander, sondern wirken vielfach zusammen und bringen besondere Diskriminierungsrealit\u00e4ten hervor. Deren Konturen lassen sich am differenziertesten durch die Erhebung intersektionaler Antidiskriminierungs- und Gleichstellungsdaten nachzeichnen. (Es geht hier keinesfalls um die \u00bbErfassung\u00ab oder das Z\u00e4hlen von Personen. So zielt die <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.afd-im-landtag-vernichtende-kritik-an-migranten-zaehlung-in-kulturbetrieben.976a51e7-dbc4-45fb-9067-c64dc797af06.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Anfrage der AfD in Stuttgart<\/a>, Zahlen \u00fcber Migrant*innen in Kulturbetrieben zu ver\u00f6ffentlichen, in eine v\u00f6llig andere Richtung. Gerade auch wegen der vielen Angriffe von rechts auf die Kulturpolitik braucht es die Erhebung von Antidiskriminierungs- und Gleichstellungsdaten mit entsprechenden Standards bzw. festen Kernprinzipien.)<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Antidiskriminierung und Gleichstellung. Welche Daten braucht es?<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Die meisten F\u00f6rderma\u00dfnahmen f\u00fcr Frauen beziehen sich auf eine statistische Datengrundlage. Das zeigt: Ein differenziertes Antidiskriminierungs- und Gleichstellungsmonitoring muss auch die Grundlage f\u00fcr Ma\u00dfnahmen in anderen Diskriminierungsdimensionen sein. Es braucht daher mindestens Daten in Bezug auf alle Dimensionen des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes, gerade auch in Bezug auf rassistische Diskriminierung.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit Hilfe der Daten, die wir erheben, kann der Status quo in Bezug auf Diversit\u00e4t ermittelt werden, um wirksame Strategien zur F\u00f6rderung von Vielfalt und Chancengleichheit zu entwickeln. Daf\u00fcr ist es essenziell, dass die Datenerhebung den folgenden sieben Kernprinzipien folgt:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>1 Selbstidentifikation (Befragte k\u00f6nnen selbst angeben, als was sie sich identifizieren)<\/li><li>2 Freiwillige Teilnahme<\/li><li>3 Aufkl\u00e4rung \u00fcber Sinn und Zweck der Datenerhebung<\/li><li>4 Anonymit\u00e4t der Befragten<\/li><li>5 Beteiligung von Vertreter*innen diskriminierter Gruppen am Prozess der Datenerhebung, -analyse und -verbreitung<\/li><li>6 M\u00f6glichkeit, mehrere Identit\u00e4ten, Diskriminierungsgr\u00fcnde und Fremdzuschreibungen anzugeben, sowie eine intersektionale Auswertung<\/li><li>7 Prinzip der Nichtsch\u00e4digung (Daten d\u00fcrfen nicht missbraucht werden) (Siehe dazu: <a href=\"https:\/\/www.opensocietyfoundations.org\/uploads\/d28c9226-bed7-4b1b-ac8b-4455f3c3451a\/ethnic-origin-and-disability-data-collection-europe-20141126.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Ethnic origin and disability data collection in Europe: Measuring inequality \u2013 combating discrimination<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.enar-eu.org\/IMG\/pdf\/edc-general_factsheet_final.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Equality data collection: Facts and Principles<\/a>) <\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Es wird also deutlich, dass jeweils kontextspezifisch der Status quo der Diversit\u00e4t betrachtet werden muss, um Aussagen dar\u00fcber treffen zu k\u00f6nnen, welche Personengruppen von Ausschl\u00fcssen betroffen sind. Diese Zahlen und Erfahrungen k\u00f6nnen dann genutzt werden, um konkrete F\u00f6rderma\u00dfnahmen zu entwickeln. Ein besonders eindr\u00fcckliches Beispiel sind die<em> Blind Auditions<\/em>: \u00bbMusikerinnen werden mit einer f\u00fcnf Prozent h\u00f6heren Wahrscheinlichkeit eingestellt als M\u00e4nner, wenn Symphonieorchester Blind Auditions anwenden. Eine Studie an elf Orchestern zeigte, wie eine einfache Ver\u00e4nderung einen gro\u00dfen Einfluss hatte.\u00ab (Siehe hier die <a href=\"https:\/\/www.artscouncil.org.uk\/sites\/default\/files\/download-file\/How%20to%20recruit%20diverse%20talent_1.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Darstellung des Arts Council England<\/a>.) <\/p>\n\n\n\n<p>Gleichzeitig ist aber auch klar, dass anonyme Bewerbungsverfahren in manchen k\u00fcnstlerischen Bereichen, wie zum Beispiel bei Vorsprechen oder Vortanzen im Theater- bzw. Tanzbereich nicht umsetzbar sind. Dar\u00fcber hinaus wird bei einer solchen Ma\u00dfnahme nur eine von vielen Barrieren in den Blick genommen. Es kann sich aber nicht darauf verlassen werden, dass es an anderer Stelle im Bewerbungsverfahren nicht zu Ausschl\u00fcssen und diskriminierenden Situationen kommt.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch bei Verfahren, die die Erh\u00f6hung von Chancengleichheit zum Ziel haben, kann es dazu kommen, dass gegenteilige Effekte entstehen. Dies zeigt beispielsweise eine Studie, die die Anwendung von Stimmverzerrern untersuchte, die der Diskriminierung von Frauen in Bewerbungsgespr\u00e4chen entgegenwirken sollten. Die Studie ergab, dass die stereotyp als nachteilig angesehene Zur\u00fcckhaltung von Frauen noch negativer ins Gewicht fiel, wenn das Geschlecht nicht zugeordnet werden konnte.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die Entwicklung von Ma\u00dfnahmen und Strategien ist es besonders sinnvoll, wenn Personengruppen, die mit Hilfe dieser Ma\u00dfnahmen unterst\u00fctzt werden sollen, danach gefragt werden, f\u00fcr wie wirksam sie diese halten. Die genannten Beispiele zeigen, dass Strategien und Ma\u00dfnahmen nicht kontextunabh\u00e4ngig entwickelt werden k\u00f6nnen und von Personengruppen, die unterschiedliche Diskriminierungserfahrungen machen, unterschiedlich bewertet werden. Die Erhebung von Antidiskriminierungs- und Gleichstellungsdaten kann Aufschluss \u00fcber die Repr\u00e4sentation und Inklusion bestimmter von Diskriminierung betroffener Gruppen geben und zur diversit\u00e4tsorientierten Organisationsentwicklung beitragen.<br><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><em>Erstver\u00f6ffentlicht in: \u00bb<a href=\"https:\/\/diversity-arts-culture.berlin\/magazin-und-publikationen\/publikation-wir-hatten-da-ein-projekt\">Wir hatten da ein Projekt \u2026 Diversit\u00e4t strukturell denken<\/a>\u00ab, hrsg. von Diversity Arts Culture. Kulturschaffende k\u00f6nnen kostenlos ein gedrucktes Exemplar der Publikation per E-Mail bei Diversity Arts Culture bestellen: <a href=\"mailto:info@diversity-arts-culture.berlin?subject=Bestellung:%20Wir%20hatten%20da%20ein%20Projekt\">info@diversity-arts-culture.berlin<\/a><\/em><br><br><br><br><strong>Autor*innen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:33.33%\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"839\" src=\"https:\/\/kupoge.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/kwesi-1024x839.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1100\" srcset=\"https:\/\/kupoge.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/kwesi-1024x839.jpg 1024w, https:\/\/kupoge.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/kwesi-300x246.jpg 300w, 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wissenschaftlicher Mitarbeiter bei <em>Vielfalt entscheidet \u2013 Diversity in Leadership<\/em>. Er begleitet unsere Projekte im Bereich Forschung und Beratung durch einen menschenrechtsbasierten, rassismuskritischen Ansatz und bringt dabei neben Menthodenkenntnissen auch sein Wissen im Bereich Open Source L\u00f6sungen in die innovative Bearbeitung wissenschaftlicher Herausforderungen ein. <\/p>\n\n\n\n<p>Seine konzeptionellen und theoretisch grundlegenden Analysen sowie die Anwendung innovativer Methoden sichern die Forschungsqualit\u00e4t aus diskriminierungskritischer Perspektive. Kwesi entwickelt diverse Fokusgruppen-, Planspiel- und Expert*innen- gest\u00fctzte Formate zur qualitativen Erfassung von Diskriminierungsdynamiken und Erm\u00e4chtiungsstrategien im Kultursektor. <\/p>\n\n\n\n<p>Ausgehend von seiner zweij\u00e4hrigen T\u00e4tigkeit als Koordinator eines Parallelberichtes an den<a href=\"https:\/\/www.ohchr.org\/en\/hrbodies\/cerd\/pages\/cerdindex.aspx\"> UN-Antirassismusausschuss<\/a> konzipierte er die methodischen Grundlagen und begleitete die Umsetzung der Erhebung von Antidiskriminierungs- und Gleichstellungsdaten unter F\u00fchrungskr\u00e4ften der Berliner Verwaltung. Er ver\u00f6ffentlichte unter Anderem zu Aneignung und Widerstand in Jugendkulturen, allt\u00e4gliche Gegenwart der kolonialen Vergangenheit, Antidiskriminierungs- und Gleichstellungsdaten sowie postkolonialer Kritik. Als Mitglied im Beirat der<a href=\"http:\/\/isdonline.de\/\"> Initiative Schwarze Menschen<\/a> in Deutschland setzt er sich f\u00fcr umfassendes Empowerment und antirassistische Politik ein. <\/p>\n\n\n\n<p>Kwesi promoviert an der Uni Kassel und lehrt dort zu dekolonialen Perspektiven auf Entwicklung sowie indigenen politischen Autorit\u00e4ten in Ghana.<\/p>\n\n\n\n<p><br><strong>Sophie Ali Bakhsh Naini<\/strong> arbeitet als Referentin der Gesch\u00e4ftsstelle und Projektmitarbeiterin im Advocating for Inclusion-Team. Zuvor war sie in Hamburg als Bildungsreferentin mit dem Schwerpunkt Kultur und Vielfalt in der<a href=\"https:\/\/w3-hamburg.de\/\"> W3 &#8211; Werkstatt f\u00fcr Internationale Kultur und Politik<\/a> t\u00e4tig. Als zertifizierte Trainerin f\u00fcr Soziale Gerechtigkeit und Vielfalt (FH Potsdam) ber\u00e4t sie Institutionen und bildet Gruppen zum Thema Antidiskriminierung und Vielfalt aus. <\/p>\n\n\n\n<p>Ihre Erfahrungen im Kulturbereich und in der politischen Bildung bringt sie in ihre Arbeit als Beraterin f\u00fcr Vielfalt und \u00d6ffnungsprozesse ein. Ihre Ausbildung in Diversit\u00e4tsorientierter Organisationsentwicklung setzte sie bei der<a href=\"http:\/\/raa-berlin.de\/\"> RAA Berlin<\/a> (Regionale Arbeitsstellen f\u00fcr Bildung, Integration und Demokratie e.V.) fort. <\/p>\n\n\n\n<p>Sophie studierte Kulturwissenschaft und Soziologie in Berlin und Frankfurt Oder mit den Schwerpunkten visuelle Kultur und postkoloniale Theorie und forschte an widerstandsf\u00e4higer Bildpolitik und antimuslimischem Rassismus. W\u00e4hrend des Studiums arbeitete sie als Management-Assistant und Kuratorin am Berliner Kunstraum<a href=\"https:\/\/savvy-contemporary.com\/\"> Savvy Contemporary<\/a> &#8211; The Laboratory of Form-Ideas.<\/p>\n\n\n\n<p><br><strong>Daniel Gyamerah<\/strong> leitet das Team <em>Vielfalt entscheidet &#8211; Diversity in Leadership<\/em> sowie das Portfolio zu Vielfalt, Antidiskriminierung und inklusiver F\u00fchrung. Seine Hauptaufgaben umfassen die Steuerung der angewandten Forschung und der Advocacy-Arbeit. Er leitete die Konzeption, Durchf\u00fchrung und Verbreitung einer Pilotstudie zu Diversit\u00e4t unter F\u00fchrungskr\u00e4ften der Berliner Verwaltung. Dabei wurden erstmals im deutschen Kontext differenzierte Antidiskriminierungs- und Gleichstellungsdaten entlang aller Dimensionen des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes erhoben. <\/p>\n\n\n\n<p>Seine Leidenschaft gilt der Entwicklung von Inklusionsstrategien, dem Aufbau von Community-Netzwerken und der Institutionalisierung von Empowerment. Daniel ist Gr\u00fcndungsmitglied der neuen deutschen organisationen (ndo) und Vorsitzender von<a href=\"https:\/\/www.eoto-archiv.de\/\"> Each One Teach One<\/a> (EOTO). <\/p>\n\n\n\n<p>Seine Ver\u00f6ffentlichungen behandeln strategische Inklusions- und Antidiskriminierungsans\u00e4tze in der Verwaltung sowie im Kultur- und Bildungssektor. Daniel war Teach First Deutschland Fellow und ist Mitglied des<a href=\"http:\/\/www.gmfus.org\/transatlantic-leadership-initiatives\/transatlantic-inclusion-leaders-network\"> Transatlantic Inclusion Leaders Network<\/a> (TILN). Daniel hat einen B.A. in Politik und Verwaltung von der Universit\u00e4t Konstanz und einen MPP von der Hertie School of Governance.<\/p>\n\n\n\n<p><br>Als wissenschaftliche Mitarbeiterin ist <strong>Lucienne Wagner<\/strong> bei <em>Vielfalt entscheidet \u2013 Diversity in Leadership<\/em> zust\u00e4ndig f\u00fcr die Forschung zu Antidiskriminierungs- und Gleichstellungsdaten, deren Erhebung und Analyse. Au\u00dferdem promoviert Sie zu Diversit\u00e4t an deutschen Hochschulen und hier bestehenden theoretischen Potenzialen f\u00fcr kritische Praxis. Zuvor arbeitete Sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin in einem empirischen Forschungsprojekt zu Geschlecht und Alter am Institut f\u00fcr Soziologie an der Freien Universit\u00e4t zu Berlin. <\/p>\n\n\n\n<p>Teile ihres Masterstudiums der Sozialwissenschaften mit einem Fokus auf Geschlechter- und Arbeitssoziologie absolvierte sie an der University of California Berkeley. Im Anschluss an das Auslandsstudium fertigte Sie unter anderem durch den DAAD finanziert eine Studie zur dortigen Diversit\u00e4tspolitik durch mit dem Titel <a href=\"https:\/\/budrich-journals.de\/index.php\/feminapolitica\/article\/download\/21690\/18961\">Working from both ends: Intersektionale und queere Diversit\u00e4tspolitik an der UC Berkeley<\/a>. Lucienne ist au\u00dferdem zertifizierte Social Justice und Diversity Trainierin und gibt regelm\u00e4\u00dfig Trainings.<\/p>\n\n\n\n<p><br><strong>Deniz Y\u0131ld\u0131r\u0131m<\/strong> ist Soziologin und hat die wissenschaftliche Leitung im Vielfalt entscheidet &#8211; Diversity in Leadership Team inne. Sie ist Co-Sprecherin von<a href=\"https:\/\/gruene.berlin\/partei\/landesarbeitsgemeinschaften\/ag-bunt-gr%C3%BCn\"> Bunt-Gr\u00fcn<\/a>, dem Empowerment-Netzwerk f\u00fcr People of Color und Schwarze Menschen innerhalb des Gr\u00fcnen Landesverbandes und hat ein tiefes Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Schnittmenge von politischen Prozessen, Community Empowerment und datengest\u00fctzter Politikgestaltung. <\/p>\n\n\n\n<p>Deniz verf\u00fcgt \u00fcber sechs Jahre Forschungserfahrung f\u00fcr die Universit\u00e4t Duisburg-Essen, die Universit\u00e4t Kassel, das<a href=\"https:\/\/www.diw.de\/en\/soep\"> Sozio\u00f6konomische Panel (SOEP) des DIW<\/a> und das<a href=\"https:\/\/cmb.hu-berlin.de\/\"> Centre March Bloch<\/a>, das quantitative und qualitative Analysen in den Bereichen Diskriminierung, Migration und Datenwissenschaft kombiniert. <\/p>\n\n\n\n<p>Ihre aktuelle Forschung konzentriert sich auf die Messung sozialer Ungleichheit und Stratifizierung und ist inspiriert von Theorien der sozialen Gerechtigkeit und dem Kampf gegen rassistische Diskriminierung. Deniz hat einen Master-Abschluss in Soziologie &#8211; Europ\u00e4ische Gesellschaften der Freien Universit\u00e4t Berlin und ist zertifizierte Diversity-Trainerin.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Joshua Kwesi Aikins, Sophie Ali Bakhsh Naini, Daniel Gyamerah, Lucienne Wagner, Deniz Y\u0131ld\u0131r\u0131m Caliman<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":1114,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_uag_custom_page_level_css":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-1098","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.4 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Mit Datenerhebung Ver\u00e4nderungen ansto\u00dfen \u2014 f\u00fcr einen gerechteren Kulturbetrieb - 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