{"id":600,"date":"2021-02-02T15:30:37","date_gmt":"2021-02-02T14:30:37","guid":{"rendered":"https:\/\/kupoge.de\/blog\/?p=600"},"modified":"2021-02-02T17:13:50","modified_gmt":"2021-02-02T16:13:50","slug":"der-gemeinsame-nenner-und-die-politische-aesthetik-der-differenz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kupoge.de\/blog\/2021\/02\/02\/der-gemeinsame-nenner-und-die-politische-aesthetik-der-differenz\/","title":{"rendered":"Der gemeinsame Nenner und die politische \u00c4sthetik der Differenz"},"content":{"rendered":"\n<p>Am 10. Dezember 2020 gaben ein gutes Dutzend Vertreter*innen staatlich gef\u00f6rderter Kulturinstitutionen <a href=\"https:\/\/drive.google.com\/file\/d\/14WBPlOswuU8Vm2pQm1cteCLrDnPs7FZ5\/view\">ein gemeinsames<\/a> sowie <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=i2JPpgQhVR0&amp;feature=youtu.be\">zw\u00f6lf individuelle<\/a> Statements ab. Die \u00dcberschrift ihrer Stellungnahmen: Initiative GG 5.3 Weltoffenheit. \u00dcber zwanzig weitere Institutionen und Einzelpersonen bekr\u00e4ftigten \u00f6ffentlich ihre Unterst\u00fctzung f\u00fcr diesen Aufruf, in dem sich die Unterzeichneten wie folgt positionieren:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p><em>\u00bbDa wir den kulturellen und wissenschaftlichen Austausch f\u00fcr grundlegend halten, lehnen wir den Boykott Israels durch den BDS ab. Gleichzeitig halten wir auch die Logik des Boykotts, die die BDS-Resolution des Bundestages ausgel\u00f6st hat, f\u00fcr gef\u00e4hrlich. Unter Berufung auf diese Resolution werden durch missbr\u00e4uchliche Verwendungen des Antisemitismusvorwurfs wichtige Stimmen beiseitegedr\u00e4ngt und kritische Positionen verzerrt dargestellt. (\u2026) Mit dem Namen (Initiative GG 5.3 Weltoffenheit, Anm.d.R.) verweisen wir auf Artikel 5 Absatz 3 des Grundgesetzes, in dem die Freiheit von Kunst und Wissenschaft garantiert wird. Weltoffenheit, wie wir sie verstehen, setzt eine politische \u00c4sthetik der Differenz voraus, die Anderssein als demokratische Qualit\u00e4t versteht und Kunst und Bildung als R\u00e4ume, in denen es darum geht, Ambivalenzen zu ertragen und abweichende Positionen zuzulassen. Dazu geh\u00f6rt es auch, einer Vielstimmigkeit Freir\u00e4ume zu garantieren, die die eigene privilegierte Position als implizite Norm kritisch zur Disposition stellt.\u00ab<\/em><\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Eine Woche sp\u00e4ter zirkulierte ein <a href=\"https:\/\/nothingchangeduntilfaced.com\/\">offener Brief<\/a>, der Solidarit\u00e4t mit dem Ursprungsstatement ausdr\u00fcckt, aber auch eigene Akzente setzte und der von \u00fcber 1.300 K\u00fcnstler*innen und Akademiker*innen (Stand 19.12.2020) unterschrieben wurde. Seitdem tobt eine Debatte im klassischen Feuilleton und den sozialen Medien, die sich, mit offenem Ausgang, noch weit ins n\u00e4chste Jahr ziehen wird. Auch die Unterzeichner*innen der Liste m\u00fcssen sich f\u00fcr ihre Unterschrift rechtfertigen. Am \u00fcberzeugendsten macht das der in Jerusalem geborene und in Berlin lebende K\u00fcnstler und Kurator Boaz Levin, wenn er am 8. Januar das Unverm\u00f6gen moniert, \u00bbsich mit einer Realit\u00e4t zu befassen, die ungleich verschlungener ist als die mundgerechten Dichotomien, die Boykott und Anti-Boykott heraufbeschw\u00f6ren: gut und b\u00f6se, Inklusion oder Exklusion.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>Aus der Frage nach einem ad\u00e4quaten Umgang mit der Bewegung BDS (Boycott, Divest, Sanctions) leitet sich ein B\u00fcndel weiterer Fragen zur politischen und Erinnerungskultur ab, die zu relevant sind, um sie nur innerhalb bestehender Diskursdichotomien zu verhandeln. Eine #neueRelevanz kann nur in neuen Diskursr\u00e4umen entstehen. Doch wie behauptet man diese?<br><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Initiative GG 5.3 Weltoffenheit<\/h3>\n\n\n\n<p>Ausgehend von einer als problematisch wahrgenommenen Resolution des Bundestages zum Thema BDS \u00e4u\u00dfern einige der gr\u00f6\u00dften Kultur- und Wissenschaftsinstitutionen (von der Kulturstiftung des Bundes bis zu den Berliner Festspielen bis zum Goethe-Institut und dem Wissenschaftskolleg) ein Unbehagen bez\u00fcglich einer hieraus resultierenden politischen Grauzone, was den Umgang von Kultur mit BDS betrifft. Ich m\u00f6chte hier nicht en d\u00e9tail oder ersch\u00f6pfend die inhaltlichen Argumente der Initiative GG 5.3 Weltoffenheit oder deren Kritiker*innen wiedergeben (die zentralen Argumente sind in den Links zu finden), sondern einen Blick auf die Architektur einer kulturpolitischen Konstellation werfen, die in ihrer Komplexit\u00e4t schwer auf eine einfache Formel zu bringen ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie lassen sich differenzierte Diskursr\u00e4ume behaupten in einem Klima der Verk\u00fcrzung, des Konsums, der Komplexit\u00e4tsreduktion oder Polarisierung? Wirkliche Transformationen in der Kultur sind ohne Ver\u00e4nderungen in der Debattenkultur kaum zu bewerkstelligen. Nach der Pressekonferenz der Initiative scheint jedoch bereits die Debatte dar\u00fcber, was debattiert werden kann, merkw\u00fcrdig unproduktiv und verh\u00e4rtet.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Vergangenheit schrieb ich \u00fcber <a href=\"https:\/\/www.kiwit.org\/kultur-oeffnet-welten\/positionen\/position_15809.html\">eine Positionierung von Kulturinstitutionen als soziale Kraftzentralen<\/a> (im Sinne Alexander Dorners) \u2013 also als Orte der Begegnung und Verst\u00e4ndigung auf der Basis gemeinschaftlicher Ideale. Aus dieser Praxis und Haltung heraus m\u00f6chte ich hier f\u00fcr eine konstruktive Debatte pl\u00e4dieren, die mit Perspektiv\u00fcbernahmen, Vielstimmigkeit und sozialer Verantwortung operiert, um kulturpolitische Debatten nicht f\u00fcr politische Grabenk\u00e4mpfe zu instrumentalisieren. Die Initiative GG 5.3 Weltoffenheit dient momentan sozusagen als lebendiges Anschauungsmodell \u2013 es lohnt sich ein Blick auf die Debattenf\u00fchrung.<\/p>\n\n\n\n<p>Dem Folgenden ist vorauszuschicken, dass ich f\u00fcr eine der beteiligten Institutionen, das Haus der Kulturen der Welt, arbeite und mein Arbeitsfokus in der intersektionalen Vermittlungspraxis und nicht der politischen Analyse liegt. Da es der Initiative aber um Vermittlung von Positionen geht, m\u00f6chte ich mit diesem Text auf Schnittstellen verschiedener Debattenaspekte hinweisen, da Kulturpolitik in meinem Verst\u00e4ndnis ebenfalls viel mit Vermittlung zu tun hat.<br><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Kulturpolitische Solidargemeinschaften<\/h3>\n\n\n\n<p>Es ist bekannt und leicht nachzupr\u00fcfen, dass bestimmte Blogs, seri\u00f6se wie unseri\u00f6se Presseorgane sowie Trolls<a href=\"#_ftn1\">[1]<\/a>, sogar politische Parteien am rechten Rand sehr schnell und vehement Antisemitismusvorw\u00fcrfe \u00e4u\u00dfern. Die Kontroversen um das <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/kultur\/juedisches-museum-schaefer-museumsdirektoren-1.4497220\">J\u00fcdische Museum Berlin<\/a> (2019) und die <a href=\"https:\/\/taz.de\/Zionismuskritik-an-Kunsthochschule-in-Berlin\/!5717567\/\">Kunsthochschule Wei\u00dfensee<\/a> (2020) k\u00f6nnen als Beispiele dienen. Das ist ihr gutes Recht, allerdings ist die Folge, dass der Antisemitismusvorwurf teilweise als ausgeh\u00f6hlt wahrgenommen wird. Dass dies in einer Zeit des erstarkenden Antisemitismus problematisch ist, halte ich f\u00fcr wichtig zu betonen. Es ist also wichtig, \u00fcber die sich stets im Wandel befindliche Antisemitismusdefinition zu sprechen \u2013 mit dem Ziel, die Integrit\u00e4t des Begriffes zu sch\u00fctzen, vor allem angesichts der Verantwortung gegen\u00fcber der deutschen Geschichte.<\/p>\n\n\n\n<p>Einzelne Institutionen schaffen es jedoch kaum, neue Vorschl\u00e4ge zu formulieren. Das mediale Gegengewicht ist st\u00e4rker, auch das zeigen die erw\u00e4hnten Beispiele. Allianzen zu bilden ist also eine logische Vorgehensweise f\u00fcr kulturelle Akteur*innen, um politische Sorgen und W\u00fcnsche zu formulieren. Initiativen wie <a href=\"https:\/\/www.dievielen.de\/\">Die Vielen<\/a> zeigen erfolgreich die Bedeutung und auch die Funktionalit\u00e4t von Solidargemeinschaften innerhalb der Kultur. Als Gegenkonzept zu einem wirtschaftlich orientierten Konkurrenzmodell von Kulturinstitutionen vereinen sie auf Basis eines gemeinsamen Nenners eine Vielzahl diverser Positionen; in diesem Falle: Den Glauben an eine demokratische Gesellschaft, den offenen und kritischen Dialog \u00fcber rechte Strategien, die Weigerung, v\u00f6lkisch-nationalistische Propaganda oder Rechtsnationalen eine B\u00fchne zu geben und die Solidarisierung mit Menschen, die durch eine rechtsextreme Politik immer weiter an den Rand der Gesellschaft gedr\u00e4ngt werden.<br><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Eine weltoffene Debattenkultur<\/h3>\n\n\n\n<p>Nicht wenige Institutionen, die das Pl\u00e4doyer der <em>Initiative GG 5.3 Weltoffenheit<\/em> unterzeichnet haben, sind auch involviert bei Die Vielen. Das bedeutet, dass sie auch eine Verpflichtung unterzeichnet haben, aktiv gegen Rassismus und Antisemitismus vorzugehen: In der programmatischen Arbeit durch Projekte f\u00fcr verschiedene Publika, in ihrem kulturpolitischen Engagement, schl\u00e4gt sich diese Haltung nun in einer Kritik der Folgen der BDS-Resolution des deutschen Bundestags von 2019 nieder.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Resolution wird in der praktischen Umsetzung vielfach als problematisch empfunden \u2013 da aktives Werben f\u00fcr BDS-Ziele mit \u203aKontaktschuld\u2039 verwechselt wurde. Als Folge entstand eine Praxis der Denunziation, der Schriftsteller Doron Rabinovici schreibt: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/debatten\/bds-bewegung-und-initiative-gg-5-3-weltoffenheit-17115294.html\">\u00bb(\u2026)im Pl\u00e4doyer der \u203aInitiative GG 5.3 Weltoffenheit\u2039 beklagen kulturelle und wissenschaftliche Institutionen, dass unter Berufung auf den Bundestagsbeschluss kritische Stimmen allein aufgrund ihrer politischen Positionen zu Israel des Antisemitismus bezichtigt werden, um sie so in Misskredit zu bringen. Wir sind mitten in einer Inszenierung der exzessiven Auslegungen und der wechselseitigen Verd\u00e4chtigungen.\u00ab<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Die Initiative sieht die Integrit\u00e4t des Antisemitismusbegriffs gef\u00e4hrdet, f\u00fcr deren Wahrung sie sich einsetzen will. Das eigentlich bezweckte Ziel der Resolution, deutsche Verantwortung f\u00fcr die Sicherheit Israels zu \u00fcbernehmen, greift nicht. Statt einer differenzierten Auseinandersetzung wird ein Feinbild, hier in Form von BDS, aufgebaut. Dass dieses Vorgehen f\u00fcr eine weltoffene Debattenkultur problematisch ist, darauf weist die Initiative hin. Es treffen Staatsr\u00e4son auf politischen Pragmatismus, kulturelle Praxis auf politische Ideologien \u2013 ein vielschichtiges Problem oder, im Sinne von Schmidt-Linsenhoff, eine fehlende Deckung von politischer Ideologie und praktischer Erfahrung.<\/p>\n\n\n\n<p>Vielen Pressemeldungen zum Thema ist f\u00e4lschlicherweise zu entnehmen, dass es den Initiator*innen darum geht, die BDS-Initiative salonf\u00e4hig zu machen. Vielmehr ist das Ziel der Gruppe, Einladungspolitik und politischen Druck zu diskutieren. Ist eine Ausladung von Achille Mbembe Selbstzensur? Oder kritische Programmgestaltung? Wann wird es eine rassistische Beleidigung? Auch hier gilt es, Antwortnuancen zuzulassen und Pauschalisierungen entgegenzutreten, um kulturelle Lernprozesse einzuleiten.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn eine gro\u00dfe Anzahl von Institutionen, die f\u00fcr kulturellen Dialog standen und stehen, auf verschiedene Problematiken hinweisen, die sich in der praktischen Umsetzung der BDS-Resolution des deutschen Bundestags b\u00fcndeln, verdient diese Kritik meiner Meinung nach zumindest eine genauere Analyse statt einer reflexhaften Ablehnung. Besonders dann, wenn in den Verlautbarungen der Initiative eine Ablehnung der Boykottpraxis von BDS mehrfach deutlich formuliert wurde und wird.<br>Kritik bei Beibehaltung des Dialogs.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch diese Diskursposition (Ablehnung der BDS-Praktiken bei Aufrechterhaltung des Dialogs), sorgt f\u00fcr Skepsis. Gleichwohl ist dies ein Grundsatz demokratischer Diplomatie und geh\u00f6rt, wie die bereits unterschiedlichen Positionen innerhalb der Initiative betonen, zur \u00bbpolitischen \u00c4sthetik der Differenz\u00ab<a href=\"#_ftn1\">[2]<\/a>. Die besondere Herausforderung liegt darin, dass das Thema Erinnerungskultur komplex, traumabeladen und politisch umk\u00e4mpft ist. Dass hier aber ein produktives und relevantes Arbeitsfeld f\u00fcr die Kultur besteht, zeigt auch die Debatte zum Thema <a href=\"https:\/\/kupoge.de\/produkt\/heft-171-iv-2020-streitfall-erinnerungskultur\/\">Erinnerungskulturen in den Kulturpolitischen Mitteilungen 171<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Komplexit\u00e4t in Programme umzusetzen, ist die t\u00e4gliche Aufgabe von Kunst und Wissenschaft. Gemeinsamer Nenner innerhalb dieser Differenz ist das Grundgesetz, genauer gesagt \u00a75, Absatz 3, in dem es hei\u00dft: \u00bbKunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei. Die Freiheit der Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>Der Name der Initiative gibt also an, in welchem Rahmen man sich bewegt: Die Initiative verteidigt diesen Absatz des Grundgesetzes, fordert ihn ein, aber bekennt und verpflichtet sich auch zu all ihren Grunds\u00e4tzen. <a href=\"https:\/\/www.fr.de\/kultur\/gesellschaft\/zurueck-zum-guten-alten-streit-90147174.html\">In ihrem Beitrag vom 22.12.2020 in der Frankfurter Rundschau<\/a> legt Aleida Assmann die Bedeutung einer demokratischen \u00bbStreitkultur\u00ab auf Basis des Grundgesetzes \u00fcberzeugend dar, ebenso wie die Rolle von Privileg und Machtposition bei der \u00c4u\u00dferung von Forderungen und Ablehnungen:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p><em>\u00bb(\u2026) zur Demokratie geh\u00f6rt der Streit. Genau das garantiert der Artikel 5.3. des Grundgesetzes, n\u00e4mlich die Meinungsfreiheit, auf die sich die Gruppe beruft. Medien haben ein ganz besonders enges Verh\u00e4ltnis zum Streit. In einer Demokratie sind sie mit daf\u00fcr verantwortlich, ihn zu entfachen und am Leben zu halten. <br>Das Problem ist heute allerdings das umgekehrte: Wie kann man den Streit demokratisch einhegen? Wer verhindert, dass er nicht umgehend in hemmungslose Attacken und Diffamierungen abgleitet? Wo sind die Schiedsrichter, die die \u00dcbersicht behalten, ab und zu mal abpfeifen, zur M\u00e4\u00dfigung gemahnen und, wenn n\u00f6tig, hier und da eine gelbe oder rote Karte ziehen? Eigentlich gibt es ein ganz einfaches Rezept, um hysterische Aufwallung zu d\u00e4mpfen, und das hei\u00dft: Zuh\u00f6ren, bevor man nach der Keule greift. Das w\u00e4re die R\u00fcckkehr zum guten alten Streit.\u00ab<\/em><\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Ein wichtiges Thema \u2013 und gerade mit Blick darauf, dass viele Kritiker*innen der Initiative die Privilegien staatlicher gef\u00f6rderter Institutionen selbst kritisieren, eine n\u00f6tige Debatte \u00fcber staatliche Auftr\u00e4ge, Repr\u00e4sentation und F\u00f6rdermechanismen, der sich die so genannte Hochkultur nat\u00fcrlich stellen muss.<br><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">\u00c4sthetische Differenz in beide Richtungen<\/h3>\n\n\n\n<p>Felix Klein, Beauftragter f\u00fcr j\u00fcdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus, hat nach den ersten Kontroversen zur Thematik ein Gutachten der wissenschaftlichen Dienste des Bundestages beauftragt. Der Bericht, der kurz vor Weihnachten ver\u00f6ffentlicht wurde, konstatiert interessanterweise verfassungsrechtliche Problematiken in der Umsetzung des BDS-Beschlusses des Bundestags, gleichwohl der <a href=\"https:\/\/www.bundestag.de\/resource\/blob\/814894\/cf6a69d010a1cc9b4a18e5f859a9bd42\/WD-3-288-20-pdf-data.pdf\">Bericht <\/a>rechtlich nicht bindend ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Bezogen auf die von mir dargelegte Problematik kann man also sagen, dass eine rechtliche Grauzone entstanden ist, die eben nicht zu einer fundierten Debatte zum Thema und somit wohl auch nicht zum Schutz einer Vielfalt j\u00fcdischen Lebens in Deutschland beitr\u00e4gt. Konkret: Sollte man nicht kritisch nachfragen, wenn eine Resolution des Bundestages nicht verfassungskonform w\u00e4re, wenn sie Gesetz w\u00e4re? Eine tiefgehende Analyse von Ursachen des unverkennbar steigenden Antisemitismus in der deutschen Gesellschaft sowie der Rolle von Kulturinstitutionen liefert Itay Maschiach in einem Beitrag in der Haaretz, auf Deutsch <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/wer-nennt-hier-wen-antisemit\">nachzulesen in Der Freitag vom 14.12.2020<\/a>, in dem er Strukturen einer Kultur des subtilen Druckes und der Selbstzensur nachzeichnet.<\/p>\n\n\n\n<p>Man k\u00f6nnte innerhalb dieser Debatte das Grundgesetz oder auch das Recht von Israelis und Pal\u00e4stinenser*innen auf Leben in Freiheit und Sicherheit sowie Selbstbestimmung als den gemeinsamen Nenner bezeichnen. Diese m\u00fcssen unber\u00fchrt bleiben. Die Gespr\u00e4che dar\u00fcber, wie beides am besten und konstruktivsten behauptet werden k\u00f6nnen, m\u00fcssen innerhalb einer \u00e4sthetischen Differenz in alle Richtungen m\u00f6glich sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Man sollte dar\u00fcber sprechen, wo die Intersektionen aber auch die Differenzen von Erinnerungspolitik, Au\u00dfen- oder Innenpolitik und eben der Kulturpolitik liegen \u2013 regelm\u00e4\u00dfig. Dies erfordert eine Kommunikationskultur der Vielstimmigkeit und eine politische Praxis der klaren Farben statt Grauzonen \u2013 eine Transformation als Entwicklung statt als Regression.<\/p>\n\n\n\n<p>Es bleibt abzuwarten, ob sich die gl\u00fccklicherweise zunehmend differenzierte Diskussion dieses Themas Vorbild f\u00fcr weitere \u00fcberhitzte Diskussionen erweisen wird und damit \u00fcber den aktuellen Sachverhalt hinaus kulturpolitische Relevanz haben wird. Viele Institutionen der Initiative GG 5.3. Weltoffenheit planen f\u00fcr 2021 Projekte zur weiteren Vertiefung und Ausdifferenzierung der Thematik.<br><br><strong>Autor:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:33.33%\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"682\" src=\"https:\/\/kupoge.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Daniel-Neugebauer_c-Silke-Briel-1024x682.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-599\" srcset=\"https:\/\/kupoge.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Daniel-Neugebauer_c-Silke-Briel-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/kupoge.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Daniel-Neugebauer_c-Silke-Briel-300x200.jpg 300w, https:\/\/kupoge.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Daniel-Neugebauer_c-Silke-Briel-768x512.jpg 768w, https:\/\/kupoge.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Daniel-Neugebauer_c-Silke-Briel-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/kupoge.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Daniel-Neugebauer_c-Silke-Briel-1200x800.jpg 1200w, https:\/\/kupoge.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Daniel-Neugebauer_c-Silke-Briel-1980x1320.jpg 1980w, https:\/\/kupoge.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Daniel-Neugebauer_c-Silke-Briel.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Foto: Silke Briel<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:66.66%\">\n<p><strong>Daniel Neugebauer<\/strong> ist seit April 2018 Bereichsleiter Kommunikation und Kulturelle Bildung am <a href=\"https:\/\/www.hkw.de\/de\/index.php\">Haus der Kulturen der Welt<\/a> (HKW) in Berlin. Er ist als Literaturwissenschaftler ausgebildet und interessiert sich f\u00fcr die Schnittstellen von Kommunikation und Bildungsarbeit. In seiner institutionellen Praxis, mit Stationen in der Kunsthalle Bielefeld, dem Van Abbemuseum Eindhoven sowie der documenta 14, besch\u00e4ftigt er sich unter anderem mit Themen wie Inklusion, Queering oder transnationale Kooperationen.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/kupoge.de\/blog\/wp-admin\/post.php?post=600&amp;action=edit#_ftnref1\">[1]<\/a> Als Trolls werden Online-Pr\u00e4senzen bezeichnet, die auf eine bestimmte politische Mission angesetzt werden. Klassischerweise bel\u00e4stigen sie andere Nutzer*innen oder st\u00f6ren Diskussionen durch provozierende, beleidigende oder schlicht vom Thema ablenkende Zwischenrufe.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/kupoge.de\/blog\/wp-admin\/post.php?post=600&amp;action=edit#_ftnref1\">[2]<\/a> Der Begriff \u00bb\u00c4sthetik der Differenz\u00ab ist dem gleichnamigen Buch (2010, Jonas Verlag) von Viktoria Schmidt-Linsenhoff zu postkolonialen Perspektiven entnommen. Die These der Autorin ist, dass die Inkongruenz politischen Bewusstseins und pers\u00f6nlicher Erfahrungshorizonte durch \u00e4sthetische Produktionen reflektiert werden k\u00f6nnen. Bezogen auf die in diesem Essay skizzierte Problematik bedeutet das, dass kulturelle Praxis wie die Praxis von Kulturinstitutionen nur dann #neueRelevanz und produktive neue Ideen hervorbringen kann, wenn sie in der Lage ist, zwischen Positionen zu vermitteln und \u00fcber die Zementierung der eigenen Position hinausdenken und -arbeiten will. Das hei\u00dft: Auch wer Boykott ablehnt, kann mit Menschen sprechen, die das nicht tun.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Daniel Neugebauer<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":620,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_uag_custom_page_level_css":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-600","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.6 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Der gemeinsame Nenner und die politische \u00c4sthetik der Differenz - Kulturpolitische Gesellschaft e.V.<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" 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