{"id":855,"date":"2021-04-06T13:55:45","date_gmt":"2021-04-06T11:55:45","guid":{"rendered":"https:\/\/kupoge.de\/blog\/?p=855"},"modified":"2021-04-22T13:19:44","modified_gmt":"2021-04-22T11:19:44","slug":"new-culture-deal","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kupoge.de\/blog\/2021\/04\/06\/new-culture-deal\/","title":{"rendered":"New Culture Deal"},"content":{"rendered":"\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong><strong><strong><strong>Anmerkungen f\u00fcr eine neue Kulturpraxis in den Darstellenden K\u00fcnsten<\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>In der aktuellen, einzigartigen Situation zeigt sich der Wert von Kunst und Kultur f\u00fcr unsere Gesellschaft wie nie zu vor. Die Krise erm\u00f6glicht uns gleichzeitig einen Moment des Innehaltens und Reflektierens, des Abstands. Wir k\u00f6nnen eine ehrliche Bestandsaufnahme wagen. Denn die Corona-Pandemie hat die Lage der Kulturschaffenden im Bereich der Darstellenden K\u00fcnste, insbesondere der freiberuflichen K\u00fcnstler:innen, in ein gesamtgesellschaftliches Bewusstsein ger\u00fcckt. Zahlreiche Fehlstellen, die bereits vor der Pandemie deutlich waren, treten hierbei umso klarer hervor: Die vernachl\u00e4ssigte Modernisierung der Betriebs- und Arbeitsstrukturen in den institutionalisierten Theatern, die nicht auf die Lebensrealit\u00e4t abgestimmte Gesetzgebung f\u00fcr freischaffende K\u00fcnstler:innen mit st\u00e4ndig wechselnden Besch\u00e4ftigungsformen, den l\u00fcckenhaften und schwachen Tarifvertrag f\u00fcr k\u00fcnstlerische Mitarbeiter:innen. Seit Jahren bem\u00fchen sich etablierte Interessenverb\u00e4nde der Kulturschaffenden, die Entscheidungstr\u00e4ger:innen in der Politik, die Tr\u00e4ger kultureller Einrichtungen und die Gewerkschaft mit Handlungsempfehlungen zu versorgen und das Theaterpublikum f\u00fcr ihre Bed\u00fcrfnisse und widerspr\u00fcchlichen Arbeitsrealit\u00e4ten zu sensibilisieren.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong><strong><strong><strong>Die Krise als Chance!<\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>In der Krise haben alle Stakeholder wie Mitarbeiter:innen, Communities, Zuschauer:innen und Interessenverb\u00e4nde der Darstellenden K\u00fcnste die M\u00f6glichkeit, ihre Kr\u00e4fte zu b\u00fcndeln und gemeinsam eine Absicht zur verfolgen: Die Transformation in eine relevante Kulturpraxis. Dem Wunsch, nach der Pandemie in eine \u203aNormalit\u00e4t\u2039 zur\u00fcckzukehren, alles beim Alten zu belassen, lehnen wir entschieden ab \u2013 das Letzte, was wir tun sollten, w\u00e4re, alles wieder genauso so zu machen, wie wir es vor der Pandemie getan haben. Doch wie k\u00f6nnen wir den historischen Moment der Krise nutzen, um die Theaterwelt zu transformieren? Welche Ma\u00dfnahmen m\u00fcssen wir entwickeln, damit Arbeitnehmer:innen, Vertreter:innen, Freischaffenden oder Theaterinstitutionen die notwendigen Kapazit\u00e4ten, Mittel, Einkommen und Instrumente zur Verf\u00fcgung haben?<\/p>\n\n\n\n<p>Im Folgenden werden wir drei Punkte beleuchten: Die Notwendigkeit, dass darstellende K\u00fcnstler:innen besser \u00fcber ihre Rechte fortgebildet werden. Das Erfordernis, dass Kulturorganisationen ihre Betriebs- und Arbeitsstrukturen modernisieren. Und die Pflicht, dass die Gesetzgebung die besonderen Arbeitsvoraussetzungen und Bedingungen der darstellenden K\u00fcnstler:innen \u2013 insbesondere der freischaffenden darstellenden K\u00fcnstler:innen \u2013 besser widerspiegelt.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong><strong><strong><strong><strong>1) Darstellende K\u00fcnstler:innen m\u00fcssen besser \u00fcber Rechte fortgebildet werden!<\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Das neue New York ist die hybride Interessenorganisation<\/strong><br>Die Gr\u00fcndung von neuen Netzwerken und Interessenvertretungen ist laut der Soziologin Dr. Alexandra Manske \u00bb<a href=\"https:\/\/taz.de\/Debatte-Kreative-im-Kapitalismus\/!5280749\/\">Ausdruck einer neuen, kreativen Mitbestimmungsfantasie<\/a>\u00ab. Hier vernetzen sich K\u00fcnstler:innen in etablierten Interessenverb\u00e4nden, hier bilden sie sich fort, um ihre Ziele zu formulieren. Sie l\u00f6sen die etablierten Gewerkschaften \u2013 allen voran die GDBA \u2013 zwar nicht ab, aber k\u00f6nnen als Symptom einer Gewerkschaftsvertretung gesehen werden, die die besonderen Arbeitsbedingungen von k\u00fcnstlerischen Berufen nur mangelhaft erfasst hat. Durch die kontinuierliche Bildungsarbeit der Interessenverb\u00e4nde mit Veranstaltungen wie <a href=\"https:\/\/utopia-jetzt.de\/de\/bfdk\"><em>UTOPIA.JETZT: Der Bundeskongress der freien Darstellenden K\u00fcnste<\/em><\/a> (BFDK) der <a href=\"https:\/\/ensemble-netzwerk.de\/enw\/bundesweite-ensemble-versammlung\/\"><em>Bundesweiten Ensemble-Versammlung<\/em><\/a> (ensemble-netzwerk) oder der digitalen Fortbildungsreihe <a href=\"http:\/\/www.dancersconnect.de\/en\/conferences\/\"><em>out and about<\/em><\/a> (dancers connect) ist das Bildungsniveau der darstellenden K\u00fcnstler:innen deutlich gestiegen. Sie nutzen das Wissen und nehmen die Rolle von Kulturlobbyist:innen ein, die meist mit ihren \u00e4sthetischen Mitteln f\u00fcr ihre Bed\u00fcrfnisse k\u00e4mpfen. Sie \u00fcben Demokratie und Selbstwirksamkeit mit Aktionen wie <a href=\"https:\/\/ensemble-netzwerk.de\/enw\/aktion-40-000\/\"><em>40.000 Theatermitarbeiter:innen treffen ihre Abgeordnete<\/em><\/a><em>, <\/em>die mit dem <a href=\"https:\/\/www.buehnenverein.de\/de\/der-faust.html\">FAUST Theaterpreis<\/a> ausgezeichnet wurde, oder mit der Verleihung des <a href=\"https:\/\/buehnenheldinnen.de\/\"><em>B\u00fchnenheld:innen Preises<\/em><\/a> des <a href=\"https:\/\/ensemble-netzwerk.de\/enw\/about\/aktionsbuendnis\/\"><em>Aktionsb\u00fcndnisses Darstellende K\u00fcnste<\/em><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p>Politik, Theaterbetriebe und Bildungseinrichtungen m\u00fcssen erkennen, dass die politische Bildung, das zunehmende sozialpolitische Engagement und Eigenverantwortung f\u00fcr verbesserte Arbeitsbedingungen eine entscheidende Voraussetzung darstellt f\u00fcr die Vitalit\u00e4t und Qualit\u00e4t des kulturellen Lebens in unserem Land \u2013 und deshalb im Interesse aller liegt!<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Daher sind folgende Schritte notwendig:<\/strong><br>\u2013 Der Aufbau eines <em>Weiterbildungszentrums f\u00fcr Fragen des Arbeitsrechts, Ethik und Soziales<\/em> f\u00fcr den Bereich der Darstellenden K\u00fcnste und die gesamte Kultur- und Veranstaltungsbranche<\/p>\n\n\n\n<p>\u2013 Aufbau digitaler Bildungsformate und Bildungskonferenzen der Darstellenden K\u00fcnste in enger Zusammenarbeit mit relevanten Kulturschaffenden und Vermittler:innen der Darstellenden K\u00fcnste<\/p>\n\n\n\n<p>\u2013 Die Einbeziehung von mehr fachbezogenen Exper:tinnen bei der Besetzung von Leitungspositionen als verpflichtenden Bestandteil von Findungskommissionen und Auswahlgremien<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong><strong><strong><strong><strong><strong>2) Etablierte Kulturorganisationen brauchen Unterst\u00fctzung durch Know-how und finanzielle Mittel zur Modernisierung ihrer Betriebs- und Arbeitsstrukturen!<\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Transformationsbedarfe in den Kulturorganisationen<\/strong><br>Prof. Dr. Thomas Schmidt bietet in seiner <a href=\"https:\/\/www.springer.com\/de\/book\/9783658320249\">Forschung zu modernem Theatermanagement<\/a> Ans\u00e4tze f\u00fcr die Ausrichtung einer modernen k\u00fcnstlerischen Organisation, die die k\u00fcnstlerische Qualit\u00e4t und das kreative Potenzial ihrer Mitarbeiter:innen besser erkennt und f\u00f6rdert. Er beschreibt, dass eine zukunftsweisende Transformation nur gelingen kann, wenn die Kulturminister:innen und Kultur\u00e4mter der Kommunen ihre Regeln, Verwaltungsvorschriften und Finanzierungsklauseln lockern und Prozesse der Transformation finanziell f\u00f6rdern. Sie m\u00fcssen den Theaterinstitutionen erm\u00f6glichen, ihren Betrieb im Sinne der Wirksamkeit, Nachhaltigkeit, Zukunftsf\u00e4higkeit und Stabilit\u00e4t besser zu f\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Handlungsempfehlungen von Schmidt aufzugreifen, hie\u00dfe:<\/strong><br>\u2013 Die Transformation des bestehenden Intendantenmodells hin zu dem Modell eines Direktoriums (entsprechend den k\u00fcnstlerischen Sparten)<\/p>\n\n\n\n<p>\u2013 Die Transformation der Organisationskultur der Stadttheater hin zu einer kreativen Multi-Funktions-Organisation<\/p>\n\n\n\n<p>\u2013 Die Umgestaltung des Theaters in eine lernende Organisation, in der \u00bbLernen gef\u00f6rdert und belohnt, und vor allem daf\u00fcr eingesetzt wird, strukturelles, konzeptionelles und praktisches Wissen f\u00fcr einen Umbau des Theaters zu sammeln und allen Mitarbeiter:innen dauerhaft zur Verf\u00fcgung zu stellen\u00ab [1]<\/p>\n\n\n\n<p>Entscheidend ist der Gedanke, dass die Qualit\u00e4t von Kunst und seiner Wirkung wesentlich bestimmt wird durch gegenseitigen Respekt und kommunikatives Geschick der am k\u00fcnstlerischen Schaffen Beteiligten. Dieser Aspekt, der zwar nicht allein, aber sicherlich mitentscheidend f\u00fcr das k\u00fcnstlerische Gelingen ist, wurde in der Vergangenheit zu wenig bedacht. Eine Transformation der k\u00fcnstlerischen Praxis h\u00e4tte den Einfluss, die Kommunikationsstrukturen im Sinne eines st\u00e4rkeren Miteinanders auch in den komplexen Verh\u00e4ltnissen einer Kulturinstitution besser zu gestalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Konkret k\u00f6nnte dies hei\u00dfen: Es braucht ein Theaterlabor, das in den kommenden f\u00fcnf Jahren von Bund und L\u00e4ndern in ausreichender Weise gef\u00f6rdert wird, um zukunftsf\u00e4hige Modelle in Zusammenarbeit mit Wissenschaftler:innen zu erproben, zu evaluieren und die Erkenntnisse den bundesweiten Theatern und ihren Tr\u00e4gern zur Verf\u00fcgung zu stellen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong>3) Die Gesetzgebung muss die Arbeitsrealit\u00e4ten der darstellenden K\u00fcnstler:innen widerspiegeln!<\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Hybride Was?<\/strong><br>Freiberufliche K\u00fcnstler:innen sowie Kunstschaffende mit hybridem Erwerbsstatus, die sowohl in freien als auch in institutionellen Strukturen arbeiten, sind am h\u00e4rtesten von der Pandemie betroffen. Gerade diese Gruppe hat in den letzten Jahrzehnten f\u00fcr einen erheblichen k\u00fcnstlerischen Innovationsschub in der freien Szene und am Stadttheater gesorgt \u2013 und das bei einem Durchschnittseinkommen von knapp 14.000 Euro im Jahr. Die Erfahrungen, die diese Gruppe in der Krise macht, legen gleich mehrere systemische Fehlstellen offen: Gastdarsteller:innen an \u00f6ffentlich gef\u00f6rderten Theatern wurden bei abgesagten Vorstellungen und Projekten nur zu einem geringen Teil oder gar nicht entlohnt. Ihr ungekl\u00e4rter Status \u2013 sozialversicherungsrechtlich angestellt aber arbeitsrechtlich selbst\u00e4ndig behandelt \u2013 sowie ein reformbed\u00fcrftiger Gastvertrag an den Theatern erlauben diese Praxis. Die Soforthilfema\u00dfnahmen zeigen, wie wenig Kenntnis die Bundes- und Landespolitik \u00fcber den Erwerbstatus und die Arbeitsrealit\u00e4t von Solo-Selbstst\u00e4ndigen oder hybrid arbeitenden K\u00fcnstler:innen besitzt, und dass die gesetzlichen Regelwerke an der Arbeitsrealit\u00e4t dieser Gruppe h\u00e4ufig vorbei gehen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hier k\u00f6nnte ein L\u00f6sungsansatz sein:<\/strong><br>\u2013 Zusammenarbeit stiften zwischen verschiedenen Stakeholdern wie dem <em>Ministerium f\u00fcr Arbeit und Soziales<\/em> (Gesetzliche Regelungen) und den etablierten Interessenverb\u00e4nden (Branchenkenntnis) unter Einbeziehung von Wissenschaftler:innen (Fakten und Daten)<\/p>\n\n\n\n<p>\u2013 Aus diesen Synergien einen fundierten Ma\u00dfnahmenkatalog entwickeln, der die hybride Arbeitsrealit\u00e4t der freischaffend arbeitenden K\u00fcnstler:innen anerkennt<\/p>\n\n\n\n<p>\u2013 Nutzbarmachung dieser Ergebnisse durch den Gesetzgeber, um tats\u00e4chliche Verbesserungen in den Bereichen Arbeitsrecht, Sozialrecht und Steuerrecht zu erwirken<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong><strong>Es braucht neue Modelle und einen NEW CULTURE DEAL<\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Der Soziologe Pascal Gielen macht bereits vor der Corona-Krise <a href=\"https:\/\/anagrambooks.com\/no-culture-no-europe\">ein gedankliches Angebot f\u00fcr einen Bewusstseinswandel im Sinne der Transformation der K\u00fcnste<\/a>. Er fragt, auf welcher Basis gesellschaftliches Miteinander m\u00f6glich sein kann. Seine These: Nicht die \u00d6konomie ist die Basis, auf der Kultur m\u00f6glich ist, sondern die Kultur ist die Basis, auf der \u00d6konomie m\u00f6glich ist. Kultur schaffe eine Vertrauensbasis unter Individuen und damit eine Basis f\u00fcr wirtschaftliche Zusammenarbeit. Kulturelle Praxis sei das Fundament und der Kitt der Gesellschaft. Insofern braucht Deutschland, folgen wir Gielens These, einen <em>New Culture Deal<\/em>, der ein grundlegenderes Selbstverst\u00e4ndnis und die Anerkennung des kulturellen Lebens voraussetzt, also Strukturen und Angebote schafft f\u00fcr eine lebendige, partizipative, kulturelle Vielfalt erm\u00f6glichende und vermittelnde Kulturpraxis \u2013 insbesondere jenseits der etablierten Kunsttempel.<\/p>\n\n\n\n<p>Tats\u00e4chlich scheint aktuell aber das Gegenteil der Fall zu sein. In der Pandemie werden Kultur und Kulturelle Bildung pl\u00f6tzlich wieder unter den Sammelbegriff \u00bbFreizeitaktivit\u00e4t\u00ab subsumiert. Erste Kommunen setzen in Anbetracht drastisch gesunkener Einnahmen bereits den Rotstift bei den freiwilligen Ausgaben f\u00fcr Kunst, Kultur und Bildung an. Um das Theater als Kulturinstitution und potentiell immaterielles kulturelles Erbe zu erhalten, besteht aktuell mehr denn je dringender Handlungsbedarf.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Deshalb schlagen wir vor:<\/strong><br>\u2013 Wertsch\u00e4tzung und F\u00f6rderung der Kultur als ein zentraler Bereich unserer Gesellschaft, der f\u00fcr seine Erhaltung und vor allem in seinem dringenden Reformbedarf mit \u00f6ffentlichen Mitteln unterst\u00fctzt wird<\/p>\n\n\n\n<p>\u2013 F\u00fcr die Kommunen muss es ein finanzielles Entlastungprogramm aus dem Bundeshaushalt geben \u2013 \u00e4hnlich dem <a href=\"https:\/\/www.digitalpaktschule.de\/\"><em>DigitalPakt Schule<\/em><\/a>, der eine Mitfinanzierung der Bildung durch den Bund erm\u00f6glicht, ohne in die Bildungsautonomie der L\u00e4nder einzugreifen<\/p>\n\n\n\n<p>\u2013 Kulturf\u00f6rderung muss zur Pflichtaufgabe aller Ebenen der Politik (Kommune, Land, Bund) werden. Als ein wichtiger Schritt daf\u00fcr wird eine entsprechende Verankerung im Grundgesetz angesehen<\/p>\n\n\n\n<p>\u2013 Ein solches Kooperationsgebot muss als <em>KulturPakt<\/em> mit der Verpflichtung der Kommunen einhergehen, das Geld zweckgebunden in Kultur und Bildung zu investieren und gleichzeitig ihre Eigenanteile zu leisten<\/p>\n\n\n\n<p>Die notwendige Transformation erfordert von allen Akteur:innen eine enge Zusammenarbeit und Offenheit zur Ver\u00e4nderung bisheriger Verhaltensmuster und Strukturen. Diese w\u00e4re eine angemessene Antwort nicht nur auf die Corona-Krise, sondern auf die grundlegenden \u00c4nderungen des kulturellen und gesellschaftlichen Lebens jetzt und in Zukunft.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>[1] Schmidt, Thomas (2020): <em>Modernes Management im Theater<\/em>, Wiesbaden: Springer VS, Seite 30.<br><br><\/p>\n\n\n\n<p><br><strong>Autor*innen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:33.33%\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/kupoge.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/AnicaHappich_copyrightSandraThen-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-856\" srcset=\"https:\/\/kupoge.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/AnicaHappich_copyrightSandraThen-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/kupoge.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/AnicaHappich_copyrightSandraThen-300x200.jpg 300w, https:\/\/kupoge.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/AnicaHappich_copyrightSandraThen-768x512.jpg 768w, https:\/\/kupoge.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/AnicaHappich_copyrightSandraThen-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/kupoge.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/AnicaHappich_copyrightSandraThen-2048x1365.jpg 2048w, https:\/\/kupoge.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/AnicaHappich_copyrightSandraThen-1200x800.jpg 1200w, https:\/\/kupoge.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/AnicaHappich_copyrightSandraThen-1980x1320.jpg 1980w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>(c) Sandra Then<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"838\" src=\"https:\/\/kupoge.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/JakobArnold_copyrightAndsreasTamme-1024x838.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-857\" srcset=\"https:\/\/kupoge.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/JakobArnold_copyrightAndsreasTamme-1024x838.jpg 1024w, https:\/\/kupoge.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/JakobArnold_copyrightAndsreasTamme-300x245.jpg 300w, https:\/\/kupoge.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/JakobArnold_copyrightAndsreasTamme-768x628.jpg 768w, https:\/\/kupoge.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/JakobArnold_copyrightAndsreasTamme-1536x1257.jpg 1536w, https:\/\/kupoge.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/JakobArnold_copyrightAndsreasTamme-2048x1675.jpg 2048w, https:\/\/kupoge.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/JakobArnold_copyrightAndsreasTamme-1200x982.jpg 1200w, https:\/\/kupoge.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/JakobArnold_copyrightAndsreasTamme-1980x1620.jpg 1980w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>(c) Andreas Thamme<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"990\" height=\"557\" src=\"https:\/\/kupoge.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/2020-07-03-bkm-neustart-kultur-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-494\" srcset=\"https:\/\/kupoge.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/2020-07-03-bkm-neustart-kultur-1.jpg 990w, https:\/\/kupoge.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/2020-07-03-bkm-neustart-kultur-1-300x169.jpg 300w, https:\/\/kupoge.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/2020-07-03-bkm-neustart-kultur-1-768x432.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 990px) 100vw, 990px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:66.66%\">\n<p><strong>Anica Happich,<\/strong> Schauspielerin, K\u00fcnstlerin und kulturpolitische Akteurin, die an \u00f6ffentlich gef\u00f6rderten Theatern, Institutionen der freien Szene und als Filmschauspielerin t\u00e4tig ist. Als kulturpolitische Aktivistin arbeitet sie im Spannungsfeld der k\u00fcnstlerischen Praxis und bildungspolitischen Arbeit f\u00fcr die Bedeutung und die Belange der Darstellenden K\u00fcnste u.a. im <a href=\"https:\/\/ensemble-netzwerk.de\/jenw\/\">jungen ensemble-netzwerk<\/a> sowie dem <a href=\"https:\/\/ensemble-netzwerk.de\/enw\/about\/vorstand-und-team\/\">ensemble-netzwerk e.V.<\/a> Als Schauspielerin war sie bis 2020 am Theater Basel engagiert.<\/p>\n\n\n\n<p><br><strong><strong>Jakob Arnold<\/strong><\/strong>, Regisseur, Autor und Dozent. Er arbeitet an Landes- und Stadttheatern in ganz Deutschland. An der Folkwang Universit\u00e4t der K\u00fcnste hat er Lehrauftr\u00e4ge f\u00fcr Schauspiel und Regie inne. Gemeinsam mit Anica Happich gr\u00fcndete er 2016 das <a href=\"https:\/\/ensemble-netzwerk.de\/jenw\/\">junge ensemble-netzwerk<\/a>.&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Anica Happich, Jakob Arnold<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":860,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_uag_custom_page_level_css":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-855","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.3 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>New Culture Deal - Kulturpolitische Gesellschaft e.V.<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Seit Jahren bem\u00fchen sich etablierte Interessenverb\u00e4nde der Kulturschaffenden, die Entscheidungstr\u00e4ger:innen in der Politik, die Tr\u00e4ger kultureller Einrichtungen und die Gewerkschaft mit Handlungsempfehlungen zu versorgen und das Theaterpublikum f\u00fcr ihre Bed\u00fcrfnisse und widerspr\u00fcchlichen Arbeitsrealit\u00e4ten zu sensibilisieren. 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