{"id":988,"date":"2021-07-07T12:42:58","date_gmt":"2021-07-07T10:42:58","guid":{"rendered":"https:\/\/kupoge.de\/blog\/?p=988"},"modified":"2021-07-08T12:21:06","modified_gmt":"2021-07-08T10:21:06","slug":"relevanz-resilienz-resonanz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kupoge.de\/blog\/2021\/07\/07\/relevanz-resilienz-resonanz\/","title":{"rendered":"Relevanz, Resilienz, Resonanz"},"content":{"rendered":"\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong><strong>Einige Gedanken zur Transformation von Kultur<\/strong><\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Was Corona sichtbar macht, lag l\u00e4ngst brach. Oft bem\u00fcht, deswegen aber nicht weniger wahr und auch f\u00fcr den Bereich der Kultur g\u00fcltig: Die Pandemie ist Brennglas und Katalysator. Offenbar werden nicht nur die kurzfristigen, existenzbedrohenden N\u00f6te von Soloselbst\u00e4ndigen und Kultureinrichtungen \u2013 offen zutage treten auch deren mittelfristigen strukturellen Zw\u00e4nge und Grenzen. Der Weg aus der Krise weist in Richtung der Gro\u00dfen Transformationen, die unsere Gesellschaft gew\u00e4rtigt. Ob Digitalisierung, Nachhaltigkeit oder Inklusion: Ein einfaches <em>Weiter So<\/em> und stetiges <em>Mehr vom Selben<\/em> st\u00f6\u00dft an die Grenzen eines selbstzerst\u00f6rerischen Wachstums.<\/p>\n\n\n\n<p>Und dennoch zeigen die Ergebnisse und Umfragen rund um Pandemie und anstehende Wahlen, dass signifikante gesellschaftliche und politische Mehrheiten auch weiterhin vom Status Quo Ante, vom Wieder-Weiter-So eines volkswirtschaftlichen V-Effekts ausgehen. Nach der Krise soll wie vor der Krise sein. Doch f\u00e4llt K\u00fcnstler*innen und Kulturschaffenden, Kunstfunktion\u00e4ren und Kulturpolitiker*innen tats\u00e4chlich so wenig ein? Wollen sie wirklich so systemrelevant sein, dass sich an ihrem bestehenden System so wenig \u00e4ndert wie in der Finanzbranche nach der Finanzkrise von 2009\/2010? Entspricht das noch der Autonomie und dem utopischen Potential eines gesellschaftlichen Bereichs, der von sich selbst immer wieder als einem der letzten verbliebenen \u00f6ffentlichen R\u00e4ume innerhalb einer durchrationalisierten und durchfunktionalisierten Gesellschaft schw\u00e4rmt?<\/p>\n\n\n\n<p>Es waren die ersten Wochen und Monate der Pandemie vor bald anderthalb Jahren, die noch heute von einer Vielzahl von Menschen als besonders be\u00e4ngstigend, aber auch als besonders offen und hoffnungsvoll beschrieben werden. Eine Situation, in der vieles, wenn nicht gar alles m\u00f6glich schien, die in Windeseile vor Projektionen in alle m\u00f6glichen gedanklichen Richtungen nur so wimmelte. Es ist eine solche iterative Situation, die wir uns f\u00fcr die Debatte rund um die Zukunft der Kultur nur w\u00fcnschen k\u00f6nnen \u2013 eine Situation, die sich zwar nicht k\u00fcnstlich wiederherstellen l\u00e4sst, der wir aber anhand des vorliegenden Debattenbeitrags mit einigen assoziativen Beobachtungen, unvollst\u00e4ndigen \u00dcberlegungen und nicht abgeschlossenen Impulsen nachsp\u00fcren wollen. Nach der Krise wird nicht vor der Krise sein: Was lernen wir aus den Zuspitzungen der letzten Monate?<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong><strong>Eine Gro\u00dfe Transformation?<\/strong><\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Die neue Wachstumsdiskussion aufgrund des Klimawandels, schwindender nat\u00fcrliche Ressourcen und Infragestellung der Fortg\u00fcltigkeit des westlichen, sich st\u00e4ndig vermehrenden Wohlstandsideals hinterl\u00e4sst Spuren, auch in der Diskussion \u00fcber die Zukunft der Kultur, ihrer Entwicklungsm\u00f6glichkeiten und ihres Selbstverst\u00e4ndnisses. Die Situation scheint gleicherma\u00dfen offen wie bedrohlich: Viele der bisherigen Debattenbeitr\u00e4ge rechnen mit einem spannenden und harten Ringen innerhalb der politischen und zivilgesellschaftlichen Debatte um die zuk\u00fcnftige Verteilung \u00f6konomischer Mittel und \u00f6ffentlicher Aufmerksamkeit. Fast alle gehen davon aus, dass sich irgendetwas \u00e4ndern wird, \u00e4ndern muss. So richtig greifen k\u00f6nnen die Meisten die Chancen und Risiken dieser Ver\u00e4nderung allerdings noch nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Das trifft den Wesenskern dessen, was Soziolog*innen in der Folge des \u00f6sterreichischen Wirtschaftswissenschaftlers Karl Polanyi \u201eDie Gro\u00dfe Transformation\u201c nennen. Beim Begriff der Transformation geht es um eine eigendynamische und komplexe, von vielen gleichzeitig auftretenden und sich gegenseitig bedingenden Faktoren entfesselte, grundlegende gesellschaftliche Ver\u00e4nderung. Transformationen sind keine Revolutionen, die im Namen einer neuen gesellschaftlichen Ordnung von einer politischen Avantgarde gemacht werden; sie sind aber auch keine Reformen, die das Bestehende so ver\u00e4ndern, dass es in der alten, leicht ver\u00e4nderten (Re-)Form bestehen bleiben kann. <\/p>\n\n\n\n<p>Transformationen vollziehen etwas, das wir nicht aufhalten k\u00f6nnen, das passiert \u2013 ein Energiewandel, der stattfindet, ob wir es wollen oder nicht. Die entscheidende Frage, die sich stellt: K\u00f6nnen und wollen wir Transformationen als offene Gesellschaft gestalten oder \u00fcberlassen wir das anderen gesellschaftlichen Mehrheiten und Konstellationen? Karl Polanyi analysiert in diesem Zusammenhang die sozio\u00f6konomische \u201eGro\u00dfe Transformation\u201c des ausgehenden, sog. langen 19. Jahrhunderts bis hin zur Machtergreifung der Nationalsozialisten. In diesem historisch abgeschlossenen Fall waren es die nicht demokratischen Kr\u00e4fte, die sich bei der Gestaltung der Transformation durchzusetzen wussten. &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Insofern handelt es sich bei Transformationen um Prozesse der Ver\u00e4nderung, die notwendigerweise stattfinden, zwangsl\u00e4ufig, geradezu \u00fcberf\u00e4llig erscheinen, bei denen sich aber die Frage stellt, wer sie zu gestalten und f\u00fcr sich zu reklamieren wei\u00df. Irgendwann lassen sich Fakten nicht mehr leugnen: Ob es um die Diversifizierung von Einwanderungsgesellschaften, um den voranschreitenden Klimawandel oder sich im Zeichen des Digitalen radikal ver\u00e4ndernde Kommunikations- und Wahrnehmungsmuster geht. Vielleicht ist es vor diesem Hintergrund kein Zufall, dass die kraftvollen aktivistischen Bewegungen auf den Feldern der Digitalit\u00e4t, Nachhaltigkeit und Inklusion trotz Corona nicht an Pr\u00e4senz verloren haben. <\/p>\n\n\n\n<p>Obwohl ihnen monatelang die Protestoptionen der Stra\u00dfe nicht offenstanden und die \u00fcbergro\u00dfe Mehrheit der Menschheit andere existentielle Probleme zu bek\u00e4mpfen hatten, sind Black Lives Matter und Fridays For Future, #MeToo oder Netzaktivismus \u00e4u\u00dferst pr\u00e4sent geblieben. Diese Bewegungen verstricken sich weder in der realpolitischen Kritik des Bestehenden, noch irrlichtern sie in der Sph\u00e4re des rein Utopischen. Ganz offensichtlich beschreiben die Transformationsvorg\u00e4nge nicht nur die Zust\u00e4nde, die es zu \u00e4ndern, sondern auch solche, die es zu erreichen gilt; nicht nur die Wege dorthin, sondern auch die Zust\u00e4nde nach dem Weg. Deswegen geht es bei einer Transformation um Digitalit\u00e4t, und nicht um Digitalisierung; um Nachhaltigkeit, und nicht um Klimaschutz; um Inklusion, und nicht um Emanzipation oder Diversifizierung.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">I. <strong><strong>Bestand und Aufnahme<\/strong><\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>In st\u00e4dtischen Marketingbrosch\u00fcren wird gern mit der eigenen Urbanit\u00e4t und Kreativit\u00e4t um neue Firmen geworben, werden Fachkr\u00e4fte in ein kulturell inspirierendes Umfeld gelockt \u2013 alles im Dienste eines weiteren Wachstums der Stadt. Kultur wird zu einer weiteren Funktion im Gef\u00fcge des Immer-Mehr, Immer-Gr\u00f6\u00dfer und Immer-Besser. Die Attraktivit\u00e4t der St\u00e4dte im Konkurrenzkampf untereinander bemisst sich mittlerweile auch an der Zahl ihrer Musikclubs, der Bekanntheit ihrer Museen und Theater, und der Einstufung ihres Orchesters. Hochglanzbilder zeigen Kulturevents im Sommer, gut gelaunte Zuh\u00f6rer*innen von Stra\u00dfenmusik, Kinder beim Malen oder Entdecken geheimnisvoller Lost Spaces, die die anderen, noch ungegl\u00e4tteten, unerschlossenen Seiten einer Stadt verk\u00f6rpern sollen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong><strong>Kennziffern des Erfolgs?<\/strong><\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Die Kulturverantwortlichen und Kulturpolitiker*innen haben sich in den letzten 20 Jahren in dieses Framing integriert und benutzen es gern. Sichert es ihnen doch zum einen eine gewisse Anerkennung jenseits ihrer eigenen Szene, indem ihnen von au\u00dferhalb Bedeutung zugetragen wird, zum anderen scheint es ihnen Argumente im Verteilungskampf um die kommunalen Finanzen zu liefern. Es wird eine Win-win-Situation kreiert: Das Bild der wachsenden Stadt wird um weiche, sympathische Seiten erweitert, die Kulturpolitik erhofft sich mehr finanzielle und r\u00e4umliche Gestaltungsm\u00f6glichkeiten.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Wachstumsideologie hat aber l\u00e4ngst die Selbstwahrnehmung des Kulturbereiches ergriffen. Erfolge werden mittlerweile gern \u00f6konomisch berechnet: Publikumsrekorde bei Festivals werden ebenso gerne verk\u00fcndigt wie (pressetaugliche) Besucher*innenzahlen von Ausstellungen oder die Auslastung der Hotelbetten. Die verbundenen Rankings und Preise lassen die eigene Arbeit leuchten. Zudem f\u00e4rbt Entwicklung auch auf die Inhalte der Kulturarbeit ab: Musikreihen werden nach m\u00f6glichst hohen Ticketverkaufszahlen gestaltet (gern mit der Bemerkung, dass dadurch ja dann auch die \u201eNischenkonzerte\u201c mitfinanziert w\u00fcrden); m\u00fchsam ausgehandelte Kompromisse politischer Gremien oder der pers\u00f6nliche Geschmack eines M\u00e4zens ersetzen anderweitige k\u00fcnstlerische Irritationen im Stadtraum; Theater werden zunehmend als Orte der Unterhaltung, weniger als Orte der Auseinandersetzung einer Stadtgesellschaft angesehen. <strong>&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong><strong>Fragile positive Nebenwirkungen<\/strong><\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Es ist anzuerkennen, dass diese Entwicklung in den letzten 20 Jahren zun\u00e4chst auch Erfolge vorweisen konnte. In vielen St\u00e4dten, die sich dies \u00f6konomisch leisten k\u00f6nnen, stiegen die Kulturetats, nicht nur die der st\u00e4dtischen Kultureinrichtungen, sondern auch der F\u00f6rderprogramme f\u00fcr den freien Kulturbereich. Ostdeutsche Beispiele geben Leipzig, Halle oder Jena&nbsp;(z.B. Jena freie Szene au\u00dfer Theaterhaus 2006 ca. 300.000,-\u20ac, 2020 730.000,- \u20ac + weitere Programme) F\u00fcr kulturelle Gro\u00dfinvestitionen konnten Mehrheiten beschafft werden; die Raumproblematik wird wahrgenommen \u2013 als Problem der Raumknappheit wie in Jena oder als Problem des sozialr\u00e4umlichen Verdr\u00e4ngtwerdens wie in Leipzig oder Berlin oder an anderen prosperierenden Orten. <\/p>\n\n\n\n<p>Die freie Kultur dr\u00e4ngt aus der Rolle eines Bittstellers in die Rolle eines politischen Akteurs. In fast allen gr\u00f6\u00dferen St\u00e4dten gibt es mittlerweile Kulturkonzeptionen respektive Kulturentwicklungspl\u00e4ne, die zumindest versuchen, mittelfristige kulturelle Entwicklungslinien aufzuzeigen. Mancherorts gelingt es sogar, diese Prozesse zwischen Politik, Kultur und B\u00fcrger*innenschaft so partizipativ zu gestalten, dass eine neue Vernetzung und ein neues Selbstbewusstsein der kulturellen Szenen entstehen. Und Kulturpolitiker*innen gelingt es vereinzelt, in deren Windschatten auch nicht zeitgem\u00e4\u00dfe, nicht vermarktungsf\u00e4hige Projekte gegen fr\u00fchere politische Mehrheiten durchzusetzen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong><strong>Kultur als Opfer des eigenen Erfolgs<\/strong><\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Doch l\u00e4ngst beginnt ein Teil der Kultur zum Opfer ihres eigenen Erfolges zu werden. Klassisches Beispiel ist die erw\u00e4hnte Verdr\u00e4ngung der Soziokultur aus einzelnen Stadtquartieren, die sie erst attraktiv gemacht hat. Ein anderes Ph\u00e4nomen kann man daran beobachten, wie mit dem eigenen Erfolg und dem Anderer umgegangen wird: Die erfolgreiche Ausstellung, der erfolgreiche Spielplan muss im kommenden Jahr mindestens genauso erfolgreich wiederholt, am besten \u00fcbertroffen werden (und die Nachbarschaft \u00fcberscheinen); die Erw\u00e4hnung in den Feuilletons ist Pflicht, und wenn nicht dort, dann ist zumindest die Resonanz in den sog. \u201esozialen\u201c Medien relevant. Selbst Streit wird zu einem Wert an sich und bedeutet oft kaum noch Interesse am Thema selbst. Wettbewerb und Selbstoptimierung \u2013 in der Kultur immer schon vorhanden \u2013 werden nun zu ihrer Vorbedingung, zum sich verst\u00e4rkenden Antrieb ihrer Entwicklung. <\/p>\n\n\n\n<p>Die Folge ist eine Dauer-Eventisierung der Kultur, die immer zuerst die \u00f6ffentliche Aufmerksamkeits\u00f6konomie bedient und weniger die eigenen Inhalte betont, seltener ihre Relevanz aus sich heraus definiert. Nichtsdestotrotz wird f\u00fcr die dauernde Schaffung von stetig Neuem selten Altes und dessen Fortbestand hinterfragt. Das kulturpolitische Muster folgt lieber der Logik des sich selbst ern\u00e4hrenden Wachstums: Neue Projekte werden lieber mit Aufwuchs von Ressourcen begr\u00fcndet, als ihren Beginn und Erfolg mit unangenehmen Diskussionen \u00fcber Ressourcenknappheit und m\u00f6glicherweise notwendige Priorisierungen zu gef\u00e4hrden. In den letzten Jahrzehnten wurde noch jede neue Entwicklung, noch jedes neue Thema schlie\u00dflich mit einem additiven F\u00f6rderprogramm \u00fcberklebt, das am Ende oft noch nicht einmal gr\u00fcndlich evaluiert wird. Das l\u00e4sst sich in Zeiten wachsender Ressourcen durchaus bewerkstelligen; auf Dauer wird es jedoch kaum durchzuhalten sein. So wuchs in den letzten Jahren Kultur zwar quantitativ und additiv, jedoch kaum qualitativ und substantiell.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong><strong><strong>Die Krise und ihre Wahrnahme<\/strong><\/strong><\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Die Frage nach den Grenzen des sich selbst pr\u00e4stabilsierenden Wachstums stellt sich erst recht mit Beginn der Corona-Pandemie. In der Krisenbek\u00e4mpfung waren Kultureinrichtungen die ersten, deren Angebote geschlossen wurden. F\u00fcr Industrie und Flugverkehr gab es schon Programme und Kurzarbeitsgelder, ehe die ersten Hilfen f\u00fcr K\u00fcnstler*innen, Soloselbst\u00e4ndige und Kulturinitiativen \u00fcberhaupt politisch erwogen wurden. Diese kamen dann nicht nur versp\u00e4tet, sondern zun\u00e4chst b\u00fcrokratisch verquast, unpraktikabel und lebensfremd. Die Schere zwischen kultureller Realit\u00e4t, Kulturverwaltung und -politik, insbesondere auf Bundes- und Landesebene konnte kaum gr\u00f6\u00dfer klaffen. Gl\u00fcck hatte noch die \u00f6ffentlichen Kulturinstitutionen, kamen doch dort ebenso Kurzarbeit wie N\u00e4he zu Vor-Ort-Entscheidungstr\u00e4ger*innen in Sachen Infektionsschutz zum Tragen.<\/p>\n\n\n\n<p>Freie Kr\u00e4fte \u2013 ausgerechnet die, die sich vor dem Vorzeichen der Kreativwirtschaft in den letzten Jahren so unabh\u00e4ngig von staatlicher Hilfe gemacht hatten wie nur irgend m\u00f6glich \u2013 sahen sich pl\u00f6tzlich in jeglicher Hinsicht abh\u00e4ngig. Ironie ihres Schicksals, auf dessen Erfolgsversprechen die Politik zuvor so euphorisch angesprungen war: Ein Kulturverst\u00e4ndnis, dessen Messbarkeit und Erfolgskennziffern pl\u00f6tzlich nicht mehr als selbsterf\u00fcllende Prophezeiung, sondern als besondere Volatilit\u00e4t und Prekarit\u00e4t einzahlte. Es dauerte Monate, bis es der sog. Veranstaltungswirtschaft endlich gelang, in einem vergleichbaren Ma\u00dfe wie die Hotel- und Gastronomie-Lobby, etwa der Branchen-Dachverband DeHoGa, zur Spitzenpolitik durchzudringen. <\/p>\n\n\n\n<p>Nach wie vor (und trotz der mittlerweile 4,5 Gr\u00fctters-Milliarden) spielt Kultur bei den \u00dcberlegungen zur Verteilung der knapperen Ressourcen in den Entscheidungen jenseits von Sonntagsreden eine untergeordnete Rolle. Nach der Krise ist sie die erste K\u00fcrzungsoption, die keine Wertsch\u00e4tzung als notwendiger weicher Standortfaktor mehr erf\u00e4hrt, sondern erneut freiwillige Kostenstelle, die infrage gestellt werden kann. Die harte Infrastruktur wird als Hebel neuerlichen Wachstums gef\u00f6rdert: Verkehrsprojekte, Gewerbeentwicklung, Wohnen, ggf. noch Schulen und Kindertagesst\u00e4tten \u2013 Kultur darf erst dann wieder Anspr\u00fcche anmelden, wenn Gesellschaft und \u00d6konomie wieder im Wachstumsmodus brummen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong><strong><strong><strong>Eine Frage der Wertsch\u00e4tzung<\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Doch nicht nur die politische Ebene, auch das Publikum bringt den kulturellen N\u00f6ten gegenw\u00e4rtig wenig Wertsch\u00e4tzung entgegen. Sicher, wir erinnern uns an den Applaus f\u00fcr Balkonkonzerte vor einem Jahr und kennen die \u00fcber die sog. \u201esozialen\u201c Medien und in Gespr\u00e4chen immer wieder ge\u00e4u\u00dferte Sehnsucht nach Kino, Konzerten und Cluberlebnissen. Dagegen beispielhaft die Erfahrung: Vorhandene M\u00f6glichkeiten, auch online K\u00fcnstler*innen f\u00fcr ihre Arbeit zu bezahlen anstatt kostenlos zu streamen (oder \u00fcber Streamingdienste, die K\u00fcnstler*innen kaum Tantiemen \u00fcberweisen), werden sowohl sp\u00e4rlich genutzt als auch verhalten angeboten. Wie stark ist tats\u00e4chlich die Bereitschaft, Kultur nicht nur in Anspruch zu nehmen, sondern ihren Wert zu sch\u00e4tzen?<\/p>\n\n\n\n<p>Nach einem Jahr Pandemie ist der Kulturbereich schwer angeschlagen und f\u00fcr den Neuanfang schlecht aufgestellt. Pers\u00f6nliche Ersch\u00f6pfung, wirtschaftliche Insolvenz, berufliche Umorientierung in immer breiterer Bahn kommen hinzu, die Resilienz einzelner Akteur*innen wird zwischen \u00f6konomischer Katastrophe und immer wieder verschobenem Neubeginn zerrieben. Neue Argumente entgegen der oben benannten Verkn\u00fcpfung zwischen Wachstum und Kultur wirken zun\u00e4chst schal und verbraucht. In diesem Licht ist die starke Bewegung aus der Soziokultur heraus gegen erste pandemiebedingte kommunale Haushaltssicherungskonzepte wie in <a href=\"https:\/\/hsksonichtjena.wordpress.com\">einzelnen Kommunen in NRW oder gar in den vergleichsweise wohlhabenden kleinen Gro\u00dfst\u00e4dten Bamberg oder Jena nicht zu untersch\u00e4tzen<\/a>. Sie bietet einen mit der Best\u00e4ndigkeit der eingangs erw\u00e4hnten aktivistischen Bewegungen vergleichbarer Hoffnungsschimmer.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong><strong><strong><strong>II. Bewegung<\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Wie gelingt nun der Neuanfang? Und wie k\u00f6nnen wir jenseits der Wachstumslogik die Frage beantworten, was Kultur als Sinnstifter und Raum\u00f6ffner innewohnt? Dazu einige bewusst nur assoziative Denkanst\u00f6\u00dfe:<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong><strong><strong><strong>Heilung<\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Wir werden alle verwirrt, fragend und verletzt aus dem Coronageschehen herausgehen. Psychische und seelische Verfasstheit, materielle Existenz und physische Gesundheit \u2013 all dies wird bei vielen von uns zur Disposition stehen. Wir werden R\u00e4ume und Zeiten zur Genesung brauchen, Formen, Bilder, Kl\u00e4nge, die zeigen k\u00f6nnen, was wir selbst nicht auszusprechen im Stande sind. Kultur und K\u00fcnstler*innen haben nach den gr\u00f6\u00dften Unheilen immer ihre zentralsten Arbeiten schaffen k\u00f6nnen. <\/p>\n\n\n\n<p>Ob Dante Alighieri in den Krisen des Mittelalters, Heinrich Sch\u00fctz nach dem 30j\u00e4hrigen Krieg, oder u.a. Wolfgang Borchert, Inge M\u00fcller, Heinrich B\u00f6ll, G\u00fcnter Eich und Ingeborg Bachmann nach den Gr\u00e4ueln des Zweiten Weltkriegs. Auch diesmal m\u00fcssen wir nicht bef\u00fcrchten, dass solche kulturellen W\u00fcrfe nicht entstehen werden \u2013 und auch nicht bangen, dass sie ihr Publikum finden werden, dem sie bei der Bew\u00e4ltigung des Erlebten helfen werden. Was k\u00f6nnte dies f\u00fcr kulturpolitische Akteur*innen bedeuten? W\u00e4re es vielleicht eine M\u00f6glichkeit, analog fr\u00fcherer Themenjahre die Nachpandemiejahre 2022\/23 zu Jahren der Heilung zu erkl\u00e4ren und die F\u00f6rderprogramme danach auszurichten, Orte, Ereignisse und Zeiten f\u00fcr diese heilsame Begegnung zu organisieren?<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong><strong><strong><strong>Resilienz<\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Doch Heilung ist noch an einer anderen Stelle n\u00f6tig: Gerade die K\u00fcnstler*innen (und auch das begleitende Kreativgewerbe) sind durch die gegenw\u00e4rtige Krise verletzt. All das oben Beschriebe trifft sie in einem besonderen Ma\u00dfe, ihre existentielle Not und deren Missachtung sitzen als materielle und symbolisch-emotionale Erfahrungen tief. Jetzt gerade in ihre Krise hinein zu sparen, wird ihren Existenzkampf endg\u00fcltig zum Scheitern verurteilen. Stattdessen sind sogar zus\u00e4tzliche Hilfen f\u00fcr den Wiederaufbau n\u00f6tig \u2013 auch auf kommunaler Ebene. F\u00f6rderprogramme, mit denen wohl eher selten zu rechnen ist. Dennoch muss in der Folge der Krise \u00fcberlegt werden, wie der Kulturbereich mehr Resilienz gegen\u00fcber zuk\u00fcnftigen Krisen aufbauen kann. <\/p>\n\n\n\n<p>Es gilt, dieses Thema als eines der Themen der kommenden Jahre zu benennen, sowohl innerhalb der Kulturbetriebe, als auch in der Kulturpolitik. Ohne Bearbeitung dieses Themas wird sich die gegenw\u00e4rtige Katastrophe in der Kultur wiederholen. In diesem Zuge bleibt immer wieder darauf hinzuweisen, dass Kultur ihrerseits in empirisch belegtem Ma\u00df resilienzbildend auf Einzelne und die Gesellschaft als Ganzes wirkt. Ihre Abwesenheit in der Pandemie, selbst als passiv vermisstes Gut, ist momentan in aller Munde.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong><strong><strong><strong>Qualit\u00e4t<\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Daher sind wir \u00fcberzeugt: Will sich die Kultur aus dem \u00f6konomischen Wachstumsdenken l\u00f6sen, gelingt dies nur, indem sie sich selbst \u00f6konomischen Bewertungsma\u00dfst\u00e4ben und funktioneller Verwertung entzieht. Als einziges Bewertungskriterium bliebe die Qualit\u00e4t der Kunst selbst. Ein umstrittenes Diktum, entlang der Grenze zur Lagerbildung und zum Geschm\u00e4cklerischen. Dennoch pl\u00e4dieren wir f\u00fcr den stetigen Versuch der Versachlichung der entsprechend zu f\u00fchrenden Debatten: Jede Form l\u00e4sst sich wenigstens im Abgleich des k\u00fcnstlerischen Ziels mit den gew\u00e4hlten Mitteln und der Konsequenz ihrer Durchf\u00fchrung diskutieren. Nimmt man dies im politischen Raum ernst, kann jedoch die Politik Kultur schlecht bewerten, sie w\u00e4re noch mehr als bisher von fachlicher Expertise von au\u00dfen angewiesen. <\/p>\n\n\n\n<p>Eine radikale Konsequenz w\u00e4re es, Kulturf\u00f6rderentscheidungen konsequent an externe, divers zusammen gesetzte Fachgremien zu delegieren, im letzten Schritt auch die Erarbeitung von Kulturentwicklungspl\u00e4nen sowie der darin beschriebenen Entwicklungsschritte samt benannter Bedarfe externen Fachgremien oder sogar den Akteur*innen selbst zu \u00fcberlassen. Daf\u00fcr Modelle f\u00fcr die Kultur jenseits der gegenw\u00e4rtigen politischen Gremien zu erarbeiten, k\u00f6nnte das Ziel einer Diskussion der kommenden Jahre werden \u2013 das Ziel einer l\u00e4ngst \u00fcberf\u00e4lligen kulturpolitischen Debatte, die daraufhin in Richtung zweier ebenso fragmentarischer gedanklicher Ans\u00e4tze verlaufen k\u00f6nnte, wie wir sie in den n\u00e4chsten beiden Anstrichen formulieren:<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong><strong><strong><strong>Radikale Subjektivit\u00e4t<\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Wie k\u00f6nnen wir in Ausstellungen, Auff\u00fchrungen und Programmen k\u00fcnstlerische Positionen und subjektive Ans\u00e4tze st\u00e4rken? Wir glauben: L\u00f6st sich Kultur st\u00e4rker von \u00f6konomischen Zielen, kann Kunst wieder der Raum werden, in dem Subjektivit\u00e4t radikal m\u00f6glich ist. Entstehung und Rezeption wird in erster Linie ein individueller Prozess, der sich objektivierender Verwertung entzieht. Durch subjektive Sichtweisen und Aneignungen kann ein wacher Blick auf die eigene Person und die der anderen gewonnen werden, auf die eigene fragile Existenz und die fragile Existenz der Umgebung, die pers\u00f6nliche Krisenbew\u00e4ltigung und Transformation und die der Anderen. <\/p>\n\n\n\n<p>Nur auf dem Weg des Bekenntnisses von Subjektivit\u00e4t in der Kultur kann auch die zunehmende Diversit\u00e4t unserer Gesellschaft widergespiegelt werden. Wir bem\u00fchen dazu zwar keinen intersektionalen Ansatz, aber gerade angesichts der derzeitigen Identit\u00e4tsdebatten kann eine radikal subjektive Kunst abseits festgefahrener Fronten ihren eigenen Beitrag leisten \u2013 und vor allem eins: wirklich beim jeweils realen Individuum mit ihrer\/seiner Geschichte und Pr\u00e4gung, ihren\/seinen Gef\u00fchlen und Gedanken bleiben.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong><strong><strong><strong>Radikale Objektivit\u00e4t<\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Und gleich widersprechen wir uns: Wollen wir nicht gerade eine wissenschaftsgeleitete Politik, insbesondere in der Gegenwart von Klimawandel und Pandemie? Und geht es nicht bei Wissenschaft um nachvollziehbare, \u00fcberpr\u00fcfbare Erkenntnisse, um Nachweise, Belege, Fakten? Vielleicht ist es gerade in einer Wissensgesellschaft wie der bundesrepublikanischen eine spannende M\u00f6glichkeit, Subjektivit\u00e4t der Kultur und Objektivit\u00e4t der Wissenschaft in ein spannungsreiches, wechselseitiges Gespr\u00e4ch zu bringen? Wissenschaft b\u00f6te der Kultur inhaltliche Relevanz; Kultur b\u00f6te der Wissenschaft gesellschaftliche Resonanz. Wirklich spannend werden entsprechende transdisziplin\u00e4re Diskurs- und Festivalformate, wenn Kultur nicht f\u00fcr Illustration oder Vermarktung benutzt wird, sondern beide Seiten ihr eigenes Recht behalten, sich auf Augenh\u00f6he begegnen und unterschiedliche Wege der Erkenntnis und Verwirklichung mit einander durchspielen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong><strong><strong><strong>Urbanit\u00e4t<\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Auf diese Weise g\u00e4lte es, in die wesentlichen Spannungsfelder unserer Zeit einzusteigen. Urbanit\u00e4t kulturell neu zu denken, hie\u00dfe, zun\u00e4chst existierende Konflikte und Divergenzen der St\u00e4dte als die zentrale gesellschaftliche Gr\u00f6\u00dfe unserer Zeit zu benennen und sichtbar zu machen, die sie sind. Sie neu zu denken, hie\u00dfe, zu verdeutlichen, dass es unterschiedliche gegens\u00e4tzliche Interessenlagen, soziale, politische und kulturelle Anliegen gibt, die nicht wegmoderierbar sind. Verlassene Fabrikgel\u00e4nde sind zun\u00e4chst keine neue Kulisse f\u00fcr Ateliers und Kreativwirtschaft, sondern k\u00f6nnen und sollten als unmittelbares Zeugnis ehemaliger, gescheiterter Industrie und abgebauter Arbeitspl\u00e4tze mit all ihren Folgen benannt werden \u2013 glatte Fassaden und betonierte Fl\u00e4chen sollten nicht als neue, nutzbare Stadtr\u00e4ume, sondern zun\u00e4chst als anonyme Leerfl\u00e4chen f\u00fcr sich selbst stehen. Um wie viel mehr wird dies f\u00fcr verlassene Ladenfl\u00e4chen und unwirtliche \u00f6ffentliche R\u00e4ume in der Folge ihrer Nichtnutzung w\u00e4hrend der langen Monate der Pandemie gelten? <\/p>\n\n\n\n<p>Urbanit\u00e4t w\u00fcrde so erst einmal nicht die Sch\u00f6nheit der Stadt bedeuten \u2013 sondern im \u00e4sthetischen Sinn die Benennung, Sichtbarmachung, gar Inszenierung des Konfliktes ihrer Bev\u00f6lkerungsgruppen und dessen vielf\u00e4ltige Hintergr\u00fcnde. Im Bewusstsein, dass es in dieser Auseinandersetzung Verlierer*innen und Gewinner*innen gibt und kein allseits befriedigendes Verhandlungsergebnis m\u00f6glich ist, sind es Kunst und kulturelle \u00c4u\u00dferungen, die einseitige Parteinahme wiederentdecken (und nicht Gegens\u00e4tzlichkeit versch\u00f6nen). Erst dar\u00fcber werden auch verbindende Elemente wieder sichtbar.<\/p>\n\n\n\n<p>Zur Illustration dieser etwas abstrakten \u00dcberlegung zwei Beispiele aus dem ehemaligen Textilindustriezentrum \u0141\u00f3d\u017a, der zweitgr\u00f6\u00dften Stadt Polens. <a href=\"https:\/\/anmut-foto.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/55-scaled.jpg\">Hier dienen z.B. Murales (gro\u00dffl\u00e4chige Wandmalereien) nicht (nur) der Versch\u00f6nerung der Stadt,<\/a> sondern offenbaren <a href=\"https:\/\/anmut-foto.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/5-scaled.jpg\">deren Verletzlichkeit <\/a>und <a href=\"https:\/\/anmut-foto.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/10-scaled.jpg)\">ihre Untiefen<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p>Daneben haben sie ein Zeichen der Verbundenheit der Menschen mit ihrer Stadt manifestieren k\u00f6nnen. Der Hauptboulevard der Stadt, die Piotrkowska-Stra\u00dfe, wurde mit Steinen ausgeschlagen; zu lesen sind die Namen von B\u00fcrger*innen, die f\u00fcr die Stadtgesellschaft einen Beitrag geleistet haben. Eine im doppelten Wortsinne niedrigschwellige Arbeit. <a href=\"https:\/\/anmut-foto.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/33-scaled.jpg\">Derzeit sind dort \u00fcber 10.000 Platten zu sehen; hunderte weitere kommen jedes Jahr dazu<\/a>. Wie k\u00f6nnten solche Zeichen in NRW, Bamberg oder Jena aussehen? Wie k\u00f6nnen die dortigen urbanen Konflikte kulturell sichtbar gemacht werden?<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong><strong><strong><strong>R\u00fcckbindung<\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Zu Entwicklung, Aufbruch und Transformation der Kultur brauchen Kunst und Kultur nicht nur progressive, sondern auch konservative Kr\u00e4fte. Feste Konfliktlinien m\u00f6gen k\u00fcnstlerisch inspirierend und dem eigenen (partei)politischen Selbstgef\u00fchl entgegenkommen, gesellschaftlich und kulturpolitisch jedoch verz\u00f6gern und verhindern sie notwendige Entscheidungen und Projektentwicklungen. Nach der Pionierarbeit der Freien Szene und Soziokultur ab den 1960er Jahren, nach der Neuen Kulturpolitik einer <em>Kultur f\u00fcr Alle<\/em> ab den 1970er Jahren waren in den 00er und 10er Jahren Entwicklungen der freien Kultur, neue Konzepte und Angebote auch deswegen m\u00f6glich, weil auch die konservativen Bildungsb\u00fcrger*innen und Kulturpolitiker*innen in Gespr\u00e4che zur Kulturentwicklung eingebunden und nicht ausgegrenzt wurden (was mehrheitstechnisch vielerorts m\u00f6glich gewesen w\u00e4re). <\/p>\n\n\n\n<p>Es herrschte, neben immer wieder zerm\u00fcrbenden Debatten, eine gegenseitige Anerkennung eines dialogischen Kulturverst\u00e4ndnisses, sich ver\u00e4ndernder H\u00f6r- und Sehgewohnheiten, sodass Konservative f\u00fcr Freir\u00e4ume f\u00fcr neue, aktuelle Kunst gewonnen werden konnten. Wer h\u00e4tte vor 50 Jahren gedacht, dass John Cage oder Joseph Beuys eines Tages zu Lieblingen auch der hochkulturellen Institutionen oder des konservativen Feuilletons werden? Erstaunlicherweise entdeckt gleichzeitig die progressive Seite beim Blick zur\u00fcck wiederkehrende Sichtweisen und Denkmuster: <\/p>\n\n\n\n<p>Was l\u00e4sst sich angesichts der aktuell laufenden aktivistischen Diskurse von der lebensreformerischen Ganzheitlichkeit des fr\u00fchen 20. Jahrhunderts, dem Getriebensein der 1920er, was von den Utopien, Protest- und Aktionsformen nach 1968 in Berkeley, Westberlin oder Prag, was von den kulturellen und politisierten Dissidenzen und Renitenzen in der ostdeutschen Diktatur und anderen osteurop\u00e4ische Staaten der 1970er und 80er Jahre lernen?&nbsp; Wie pr\u00e4gen diese Entw\u00fcrfe und Aktionen Widerst\u00e4ndigkeit und Aufbruch gegen\u00fcber dem Zeitgeist und verdeutlichen Wege, notwendige, umst\u00fcrzende Ver\u00e4nderungen in Gesellschaft und Stadt auch k\u00fcnstlerisch auszudr\u00fccken?<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong><strong><strong><strong>R\u00fcckbesinnung<\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Zur R\u00fcckbindung geh\u00f6rt die R\u00fcckbesinnung auf die dunklen Seiten von National- und Stadtgeschichte. Zun\u00e4chst scheint die bundesrepublikanische Gedenkkultur hier gut aufgestellt \u2013 regelm\u00e4\u00dfige (selbst)kritische Debatten, j\u00e4hrliche Gedenktage und Stadtgeschichtstage, Stolpersteine, NS- und DDR-Aufarbeitungsinstitutionen u.a.m. Und doch wird in Stadt und Staat Vergangenes immer wieder aufs Neue erratisch diskutiert \u2013 im Zeichen der aktuellen identit\u00e4tspolitischen und postkolonialen Debatten oftmals einhergehend mit materiellen und symbolischen Aneignungsk\u00e4mpfen um Deutungshoheiten, Infragestellungen neuer Erkenntnisse und politischer Profilierungsbem\u00fchungen verschiedener Beteiligter. <\/p>\n\n\n\n<p>Wir betrachten das Feld der Erinnerungskultur und Gedenkarbeit in einer sich stark diversifizierenden Gesellschaft als einen der Schl\u00fcsselmomente der kulturellen Entwicklung nach der Pandemie. Bei aller berechtigen Forderung nach Ber\u00fccksichtigung marginaliserter Perspektiven ben\u00f6tigt die Debatte dennoch auch weiterhin das stete Bem\u00fchen um rationale Argumente, gegenseitigen Respekt und \u2013 abseits von jeglicher Moralisierung und Emotionalisierung \u2013 die Trennung von Person und Sache. R\u00fcckbesinnung braucht Struktur, Verl\u00e4sslichkeit, Augenh\u00f6he untereinander und Langatmigkeit. Dieser Anspruch ist und bleibt m\u00fchevoll, solange Aufarbeitung mit Sprechenlassen von Fakten, Differenzierung und \u00dcberzeugen verbunden wird.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong><strong><strong><strong>Sehen, was ist: Die*der Kulturpolitiker*in als K\u00fcnstler*in?<\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Beginnen wir daher bei uns selbst: Progressive Kulturpolitiker*innen sehen sich gegenw\u00e4rtig als Erm\u00f6glicher*innen. Sie stellen R\u00e4ume f\u00fcr Kultur zur Verf\u00fcgung, Ressourcen f\u00fcr deren Erm\u00f6glichung, Proviant f\u00fcr die k\u00fcnstlerische Reise. Sie tun dies scheinbar selbstlos \u2013 f\u00fcr Andere. Das klingt zun\u00e4chst positiv \u2013 Kulturpolitik wird so nicht als Durchsetzung einer eigenen ideologischen oder \u00f6konomischen Agenda verstanden. Doch zugleich besteht die Gefahr, sich damit auf pragmatistische und technizistische Positionen zur\u00fcckzuziehen, die im Wettstreit mit anderen politischen Zielen verhandelt werden. <\/p>\n\n\n\n<p>Wie mag es sein, wenn die Kulturverantwortlichen ihre Arbeit selbst als kulturelle \u00c4u\u00dferung, als k\u00fcnstlerische Aktion begreift? K\u00f6nnten in der Kulturpolitik dann Begriffe wie Ambition, Scheitern, kreatives Handeln, Ber\u00fchrtsein, das Zulassen poetischer Situationen, von L\u00fccken eine st\u00e4rkere Rolle spielen? Worin best\u00fcnden dann die k\u00fcnstlerischen Anspr\u00fcche, die Materialien, Bezugsrahmen, Selbstverwirklichungen? Wie w\u00fcrden die anderen Politiker*innen darauf reagieren? W\u00fcrden diese k\u00fcnstlerischen Kulturpolitiker*innen auch so unmittelbar und radikal ihre Werke verteidigen wie K\u00fcnstler*innen? Eines w\u00fcrde sicherlich geschehen: Sie k\u00f6nnten mit den K\u00fcnstler*innen wieder auf einer anderen Ebene, auf deren eigenen Ebene, sprechen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong><strong><strong><strong>Intensit\u00e4t vs Depression<\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Doch das Staccato und die Lautst\u00e4rke des gegenw\u00e4rtigen Kulturbetriebes \u2013 und auch dieser, unserer Gedanken \u2013 mag noch einen anderen Hintergrund haben. Menschen mit Depressionen kennen diese Momente, wenn eine gl\u00e4serne Gummiglocke die eigenen Sinne abschirmt, Eindr\u00fccke, Emotionen, Signale das Innere nicht mehr erreichen, die innere Schwingung nicht mehr auf \u00c4u\u00dferes antwortet. In solchen Situationen m\u00f6gen Betroffene oder deren Umfeld verleitet werden, die Regler aufzudrehen, das Tempo zu erh\u00f6hen um wieder etwas zu sp\u00fcren. Doch dieser Reflex n\u00fctzt nichts, zumindest nicht auf Dauer. Helfen kann vielleicht das Gegenteil: der Abstand zu sich, um sich zu verstehen und sich zu verzeihen, die Verlangsamung, das Leiserwerden, das Zulassen von Trauer als Kraft. Intensit\u00e4t statt Tempo, Bei-sich-sein statt Anerkennung. Ein Moment der Heilung vielleicht auch im Raum der Kunst.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong><strong><strong><strong>Heimat<\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>In der Kultur kann somit etwas Neues entstehen, das wir mit dem alten und mittlerweile von anderen politischen Kr\u00e4ften missbrauchten Wort<em> Heimat<\/em> verbinden m\u00f6chten. Heimat kann verschieden verstanden werden, als Herkunft, als Verortung in Raum und Zeit, als kulturelle Identit\u00e4t, neurobiologisch als Unmenge von Engrammen, die mit einem Ort verbunden sind, als politische Zugeh\u00f6rigkeit, als Verweis ins Jenseits, als individuelles Empfinden&#8230; Wir m\u00f6chten f\u00fcr unsere Kultur die utopische Interpretation von Ernst Bloch zitieren und dann umformulieren:<\/p>\n\n\n\n<p>\u00bbDer Mensch lebt noch \u00fcberall in der Vorgeschichte, ja alles und jedes steht noch vor Erschaffung der Welt. Die wirkliche Genesis ist nicht am Anfang, sondern am Ende, und sie beginnt erst anzufangen, wenn Gesellschaft und Dasein radikal werden, das hei\u00dft, sich an der Wurzel fassen. Die Wurzel der Geschichte aber ist der arbeitende, schaffende, die Gegebenheiten umbildende und \u00fcberholende Mensch. Hat er sich erfa\u00dft und das Seine ohne Ent\u00e4u\u00dferung und Entfremdung in realer Demokratie begr\u00fcndet, so entsteht in der Welt etwas, das allen in die Kindheit scheint und worin noch niemand war: Heimat.\u00ab (Ernst Bloch, Das Prinzip Hoffnung, 5. Teil \/ Kap. 55, S. 1628, Frankfurt a.M., 1985)<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn wir beginnen, Kultur als Utopie zu sehen, arbeitend und schaffend, die Gegebenheiten umbildend und uns mit ihr an unsere Wurzel fassen, und dies f\u00fcr uns und doch im Miteinander tun, gehen wir auf etwas zu, das uns seit Kindheitstagen her scheint, was in uns sehnt und wo wir noch nicht sind \u2013 und was uns doch wohl immer schon umgibt: Heimat.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong><strong><strong><strong>III. Resonanz<\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Kehren wir also dorthin zur\u00fcck, wo wir noch nicht sind: Zu uns. Die Basis f\u00fcr diesen Mut, diesen Geist des Aufbruchs ist und bleibt die Stabilit\u00e4t der institutionellen F\u00f6rderung, der institutionellen Grundausstattung der Kulturfinanzierung, der Kulturinstitutionen selbst. Ohne sie ist weder die Gestaltung der eingangs beschrieben Grunddynamik der laufenden gro\u00dfen, noch die Verwirklichung der im Laufe des Textes beschriebenen kleineren Transformationen irgend m\u00f6glich. <\/p>\n\n\n\n<p>Wir glauben, dass ein wesentlicher Teil des aktuellen Transformationsdiskurses an der Kultur als Betrieb vorbeil\u00e4uft. Die Dynamik im Schlagabtausch von K\u00fcnstler*innen und Publikum mit- und jeweils untereinander \u00fcberf\u00e4hrt viele M\u00f6glichkeiten der notwendigen Organisationsentwicklung der Kulturinstitutionen. Sinnbildlich zugespitzt im Brennglas der letzten Monate: W\u00e4hrend einerseits ein regelrechter Kulturkampf im Feuilleton tobt, besch\u00e4ftigen sich Gesch\u00e4ftsf\u00fchrungen und Belegschaften andererseits mit dem eigenen Fortbestehen, stecken wahlweise in Kurzarbeit oder im Home Office.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong><strong><strong><strong>Kultur und Resonanz<\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Mit dem Jenaer Soziologen Hartmut Rosa kn\u00fcpfen wir in diesem Zusammenhang an eine der ureigensten Erfahrungen sowohl beim Erleben, als auch bei der Kreation von Kultur an: Die Rede ist von Resonanz als Selbst(wirksamkeits)erfahrung und Intensit\u00e4tsereignis in der R\u00fcckkoppelung des Einzelnen mit der Welt. Jeder Mensch kennt diese grundhaften Erlebnisse des Eins-Werdens mit seiner Umwelt, sei es im famili\u00e4ren und sozialen Raum, inmitten der Natur, beim Sport oder in der Religion. In seiner Resonanztheorie beschreibt Hartmut Rosa auch sogenannte Resonanzachsen der Produktion und der Rezeption von Kunst und Kultur. <\/p>\n\n\n\n<p>Eine allgemein bekannte eindr\u00fcckliche Beschreibung dieser oftmals gemeinschaftlich erlebten Resonanz ist etwa das Singen im Chor und das daraus entstehende Potential einer kollektiven Performanz und Intensit\u00e4t. Umgekehrt erinnert sich rein empirisch betrachtet jede*r an Konzert- oder Theaterabende, an Ausstellungsbesuche, Lese- oder Filmerlebnisse, bei denen das Gef\u00fchl der direkten Verbindung der einzelnen Zuschauer*innen oder gar der kollektiven Erfahrung eines Publikums im Hier und Jetzt des Kosmos eines Kunstwerks entstand. Mystiker*innen beschreiben solche Erfahrungen als R\u00e4ume, die sich in und durch Kultur f\u00fcr innere Wege und Erkenntnisse \u00f6ffnen, als R\u00e4ume zwischen Entsagung des Eigenen, Entfernung von t\u00e4glichem Getriebensein und des Einlassens auf etwas Unbekanntes, der Erfahrung einer unmittelbaren Begegnung. Dazu muss man nicht gl\u00e4ubig sein, diese Seite ist der Kultur eigen. Wir erinnern uns und fragen uns gegenseitig: Wei\u00df Du auch noch, wie das war, als Du das erste Mal Radiohead geh\u00f6rt hast\/ Tarkowskij gesehen\/ das ensemble resonanz live erlebt hast?!<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong><strong><strong><strong>Drei Resonanzachsen<\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Neben diesen Beschreibungen von Resonanz bei der Kreation oder beim Erleben von Kunst und Kultur fehlt eine dritte Resonanzachse. W\u00e4hrend die Kreation eine vertikalen Achse bildet, auch im Sinne der R\u00fcckbindung der k\u00fcnstlerischen Praxis an Traditionen und Wissen des jeweiligen Genres, l\u00e4sst sich im Hinblick auf Zug\u00e4nglichkeit und Rezeption des Publikums von einer horizontalen Achse sprechen, die auf dem Weg eines gemeinschaftlichen Erlebens gesellschaftliche Unterschiede inkludiert und zu einer tempor\u00e4ren Kontingenz, Offenheit im Sinne einer <em>flachen<\/em> Hierarchie f\u00fchrt. <\/p>\n\n\n\n<p>Diesen beiden Resonanzachsen fehlt eine dritte Dimension, die der \u00dcbersetzer*innen, der Br\u00fcckenbauer*innen \u2013 die Dimension der Kunstinstitution, des Kulturbetriebs. Anders als bei Hartmut Rosa w\u00fcrden wir diese diagonale, oder Z-Achse im Kulturbetrieb verorten. Kunst- und Kulturinstitutionen sind nicht irgendwelche Betriebe. Sie sind die dritte Resonanzachse als Gelingensbedingung f\u00fcr das Ereignis der Entgrenzung und Resonanz von Kunst. Nur wenn das dort geteilte Wissen, die dort tradierte Erfahrung als stetig experimentierende Institution und lernende Organisation selbst in ein Resonanzverh\u00e4ltnis zur Produktion und Rezeption von Kunst gebracht werden, entstehen au\u00dfergew\u00f6hnliche Situationen, gar Epochen, wie sie <em>post coronam<\/em> wieder m\u00f6glich sein k\u00f6nnten und n\u00f6tig sein werden.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong><strong><strong><strong>Kunst und Institutionen<\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Am Ende des ersten Teils von Christoph Menkes \u00bbKraft der Kunst\u00ab gibt es ein kurzes, kleines, aber entscheidendes Post Scriptum. Menke spricht darin vom Spannungsverh\u00e4ltnis zwischen Kulturinstitutionen und K\u00fcnstler*innen. Ausgerechnet am Beispiel des Gr\u00fcnen (Bayreuther) H\u00fcgels beschreibt er das Wechselspiel zwischen der ungerichteten, unb\u00e4ndigen Kraft der K\u00fcnste und der formenden, organisierenden Hand der Institution. Anhand von Friedrich Nietzsches Antikenrezeption der \u00bbGeburt der Trag\u00f6die aus dem Geist der Musik\u00ab lassen sich hier zwei Kraftfelder ausmachen, die in einer fruchtbaren Reibung miteinander stehen: Die dionysische und ma\u00dflose Kraft der Kunst begreift die k\u00fcnstlerische Arbeit als exzentrischen, immer weiter suchenden, nie zufriedenen Prozess; das apollinische Verm\u00f6gen der Institution mit all ihren r\u00e4umlichen, zeitlichen, personellen und finanziellen Ressourcen erm\u00f6glicht und begrenzt diese. <\/p>\n\n\n\n<p>Ohne das Setzen von Rahmenbedingungen wie Budgets und Terminen, der Organisation von Kommunikation sowohl in internen Abl\u00e4ufen, als auch in Form von Marketing und Vermittlung gegen\u00fcber der \u00d6ffentlichkeit, k\u00e4me es nie zur Ver\u00f6ffentlichung, zur Vernissage, zur Premiere. Untersch\u00e4tzen wir nicht die darin liegende besondere Resonanzqualit\u00e4t einer Institution, die jahrzehntelange Erfahrung im Umgang mit k\u00fcnstlerischen Produktionsprozessen mitbringt! Man denke nur an die in der kulturpolitischen Debatte als durchweg positiv beschriebene, von allen Tarifparteien politisch stets heftig verteidigte und auf der Aufnahme-Liste des Immateriellen Kulturerbes der UNESCO stehende deutschsprachige Orchester- und Theaterlandschaft mit ihren zwei wesentlichen weltweiten Alleinstellungsmerkmalen: der fest angestellten Ensembles und des im Rahmen einer Stadtgesellschaft verorteten Repertoire-Spielbetriebs.<\/p>\n\n\n\n<p>Kurzum: Kunst und Institution, damit auch Kunst und Publikum, stehen in einem paradoxen Verh\u00e4ltnis zueinander: Einerseits die wuchernde, frei-radikale, chaotische, dionysische <em>Kraft der Kunst;<\/em> andererseits der formende, organisierende, \u00fcbersetzende, apollinische Rahmen der Institution <em>f\u00fcr<\/em> ein Publikum. Beide Seiten brauchen einander und stehen daher in einem f\u00fcr beider Erfolg unabdingbaren wechselseitigen Kr\u00e4ftemessen. Vergessen wir also nicht die Dimension des Betriebs als Resonanzachse und Gelingensbedingung f\u00fcr die Produktion und das Erlebnis von Kunst und Kultur!<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong><strong><strong><strong>Der resonante Kulturbetrieb<\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Werden wir zum Abschluss noch etwas konkreter und deuten an, welche praktischen Auswirkungen ein derartig alteriertes Verst\u00e4ndnis der Kulturbetriebe als Resonanzk\u00f6rper mit sich bringen m\u00fcsste.&nbsp; Aus unserer Sicht kommt es auf nichts mehr oder weniger an, als darauf, die Arbeit innerhalb der Betriebe g\u00e4nzlich und ganzheitlich neu zu organisieren:<\/p>\n\n\n\n<p>Das beginnt bei einer rationalen, aber nie in die Freiheit der Kunst eingreifenden Kulturpolitik, die sich f\u00fcr die Kompetenzen \u2013 nicht nur die k\u00fcnstlerischen oder wissenschaftlichen, sondern vor allem die F\u00fchrungs- und Changekompetenzen \u2013 des von ihr auszuw\u00e4hlenden und eng zu begleitenden F\u00fchrungspersonals interessiert, die sich anhand der Instrumente von Kulturentwicklungspl\u00e4nen mit klaren Visionssetzungen und Zielstellungen auseinandersetzt, sich f\u00fcr die Gestaltung und Entwicklung von Personal und Organisation der Kulturbetriebe interessiert und diese mittels Rahmenpl\u00e4nen und -vertr\u00e4gen sowie Zielvereinbarungen begleitet und forciert. Und zugleich eine eigene k\u00fcnstlerische Sprache findet, die \u2013 wie oben beschrieben \u2013 selbst Ambition, Ber\u00fchrtsein und Scheitern zul\u00e4sst.<\/p>\n\n\n\n<p>Das geht \u00fcber ein neues Selbstverst\u00e4ndnis von Personal- und Organisationsentwicklung, das die Leitungskr\u00e4fte dazu empowert, sich Neue Arbeit (sog. \u201eNew Work\u201c) im Rahmen flacher Formen der Selbstverst\u00e4ndigung zu eigen zu machen, das auf die \u00fcberzeugende Sinnhaftigkeit gemeinsam gesteckter Ziele und daraus entstehende intrinsische Motivation der Mitarbeiter*innen setzt, die Mitarbeiter*innen also nicht als Instrumente begreift, sondern sie als Organismus des Kulturbetriebs pflegt und diese Ressourcen als stetig zu regenerierende Quellen versteht.<\/p>\n\n\n\n<p>Das reicht bis hin zur intrinsisch motivierten Selbstorganisation und -f\u00fchrung der Mitarbeiter*innen selbst, die ihre Arbeit als sinnhaft erleben und eigenverantwortlich in ihre H\u00e4nde nehmen, bis hin also zu einem Verst\u00e4ndnis von Arbeit als k\u00fcnstlerischem Prozess im weitesten Sinn (wie oft wurde doch Joseph Beuys mit seinem ber\u00fchmt-ber\u00fcchtigten Satz, jeder Mensch sei ein K\u00fcnstler, genau an dieser Stelle missverstanden!) und einem daraus entstehenden g\u00e4nzlich gewandelten Binnenklima des Kulturbetriebs der Zukunft.<\/p>\n\n\n\n<p>Nochmal: Kulturbetriebe sind nicht einfach irgendwelche Betriebe. Sie sind die Grundlage, das gr\u00f6\u00dfte, das bleibendste Risiko, aber auch die gr\u00f6\u00dfte, stabilste Chance f\u00fcr die Entfaltung von Kunst. Es gilt, sie genau so sehr in eine innere Resonanz zu versetzen wie die Kunst und ihr Publikum!<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong><strong><strong><strong>IV Coda im Dreiklang<\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Kurz gefasst m\u00f6chten wir die notwendige und l\u00e4ngst laufende Transformation von Kunst, Kultur und des Kulturbetriebs auf die einfache Formel eines Dreiklangs bringen: Relevanz, Resilienz, Resonanz. Damit beschreiben wir nicht nur die drei zentralen Begriffe der kulturpolitischen Diskussion in der Pandemie, sondern auch den groben Verlauf, die gro\u00dfen Z\u00fcge der Debatte der letzten 20 Jahre. Seit den 2000er Jahren war die kulturpolitische Debatte von der Frage nach der <strong>Relevanz<\/strong>, nach der Welthaltigkeit von Kunst und Kultur, gepr\u00e4gt. Immerzu ging es um eine rechtfertigende, funktionalisierende Selbstbehauptung des Kulturbetriebs: <\/p>\n\n\n\n<p>Kunst als Standortfaktor, Kunst f\u00fcr die Umlagerentabilit\u00e4t, Kunst als sozialer Kitt einer Teilhabe Aller. Nie allerdings: Kunst als eigenlogischer Selbstzweck. Parallel dazu lief und l\u00e4uft die schleichende Implosion, der verkappte Infarkt der Betriebe, deren Ressourcen kaum so nachhaltig gesteigert wurden, dass sie den immer neuen Anspr\u00fcchen an \u00d6ffnung und Diversifizierung, an Digitalisierung und Innovation gerecht werden konnten. <\/p>\n\n\n\n<p>Sp\u00e4testens seit Beginn der Pandemie geht es nun um die <strong>Resilienz<\/strong>, schlicht und ergreifend die Widerstandsf\u00e4higkeit und den \u00dcberlebenswillen von Kunst und Kultur. Letztlich aber f\u00fchrt auch diese Diskussion auf die einfachste und zugleich schwierigste aller kulturpolitischen Fragen hinaus: Was sind uns Kunst und Kultur als Gesellschaft wert? Was sind wir bereit, zu ihrem Unterhalt an Ressourcen beizutragen? Mit dieser Frage kommen wir zur Urerfahrung, unser urspr\u00fcnglichsten Motivation von und f\u00fcr Kunst und Kultur zur\u00fcck: <\/p>\n\n\n\n<p>Zur Erfahrung von <strong>Resonanz<\/strong>, sowohl auf der Ebene der k\u00fcnstlerischen, als auch der institutionellen Produktion, sowie ihrer Rezeption auf Seiten des Publikums. In der Balance dieser drei Resonanzachsen, zwischen K\u00fcnstler*innen, Institution und Zuschauer*innen, erweist sich der Kunst- und Kulturbetrieb der Zukunft; in der Balance dieser drei Diskursfelder, zwischen Relevanz, Resilienz und Resonanz erweist sich die Kulturpolitik der Zukunft.<\/p>\n\n\n\n<p><br><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><br><strong>Autor<\/strong>en<\/h3>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:33.33%\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/kupoge.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Tilo-Schieck-c-Privat-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-989\" srcset=\"https:\/\/kupoge.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Tilo-Schieck-c-Privat-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/kupoge.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Tilo-Schieck-c-Privat-300x200.jpg 300w, https:\/\/kupoge.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Tilo-Schieck-c-Privat-768x512.jpg 768w, https:\/\/kupoge.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Tilo-Schieck-c-Privat-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/kupoge.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Tilo-Schieck-c-Privat-2048x1365.jpg 2048w, https:\/\/kupoge.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Tilo-Schieck-c-Privat-1200x800.jpg 1200w, https:\/\/kupoge.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Tilo-Schieck-c-Privat-1980x1320.jpg 1980w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>(c) privat<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/kupoge.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Jonas-Zipf-c-Matthias-Eckert-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-990\" srcset=\"https:\/\/kupoge.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Jonas-Zipf-c-Matthias-Eckert-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/kupoge.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Jonas-Zipf-c-Matthias-Eckert-300x200.jpg 300w, https:\/\/kupoge.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Jonas-Zipf-c-Matthias-Eckert-768x512.jpg 768w, https:\/\/kupoge.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Jonas-Zipf-c-Matthias-Eckert-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/kupoge.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Jonas-Zipf-c-Matthias-Eckert-2048x1365.jpg 2048w, https:\/\/kupoge.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Jonas-Zipf-c-Matthias-Eckert-1200x800.jpg 1200w, https:\/\/kupoge.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Jonas-Zipf-c-Matthias-Eckert-1980x1320.jpg 1980w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>(c) Matthias Eckert<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:66.66%\">\n<p><strong>Tilo Schieck<\/strong>, geboren 1964 in Leipzig, aufgewachsen in Arnstadt \/ Th\u00fcringen. Studium der Landwirtschaft in Halle in der 80ern (konnte aus politischen Gr\u00fcnden nicht beendet werden), Studium der Theologie in Jena (aus pers\u00f6nlicher Entscheidung nicht beendet). Seit \u00fcber 20 Jahren in einem Jenaer Hightech-Unternehmen der Optikbranche t\u00e4tig. Politisiert in den 80er Jahren in der DDR-Opposition (Friedenskreise, Theaterarbeit \u2026). 1989-1994 bei den Reformprozessen an der Jenaer Universit\u00e4t in verschiedenen \u00c4mtern\u2026. 1994-2019 kommunalpolitisch t\u00e4tig, Stadtrat, Schwerpunkt Kulturpolitik (u.a. 2009-2019 Werkausschussvorsitzender JenaKultur), seit einigen Jahren auch fotografisch unterwegs.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Jonas Zipf<\/strong> studierte Psychologie in Berlin und Paris sowie Sprech- und Musiktheaterregie in M\u00fcnchen. Als Dramaturg und Regisseur arbeitete er f\u00fcr eine Vielzahl von Produktionen in In- und Ausland (u.a. Thalia Theater Hamburg, Schaub\u00fchne Berlin, Schauspielhaus Z\u00fcrich, Theater Basel, Alfortville Paris, Wagenhallen Stuttgart, Staatstheater Mainz, Wiesbaden Biennale). Von 2011 bis 2013 war er leitender Dramaturg am Theaterhaus Jena und in der Spielzeit 2014\/15 Schauspieldirektor am Staatstheater Darmstadt. Er arbeitete als Festival-Kurator (Rodeo-Festival M\u00fcnchen, Datterich-Festival Darmstadt) und Lehrbeauftragter (u.a. LMU M\u00fcnchen, HfMT Leipzig, TU &nbsp;Darmstadt, JGU Frankfurt, JGU Mainz, FSU Jena). Seit Juli 2016 ist er als sog. Werkleiter des st\u00e4dt. Eigenbetriebs JenaKultur der Kulturverantwortliche der Stadt Jena; seit 2020 Pr\u00e4sident des Th\u00fcringer des Kulturrats.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tilo Schieck, Jonas Zipf<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":991,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_uag_custom_page_level_css":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-988","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.4 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Relevanz, Resilienz, Resonanz - Kulturpolitische Gesellschaft e.V.<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Offenbar werden nicht nur die kurzfristigen, existenzbedrohenden N\u00f6te von Soloselbst\u00e4ndigen und 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