Kulturpolitische Gesellschaft e.V. - Der Verband

Kurznachrichten aus der Kulturpolitik

21.11.2018

Weltkulturatlas

»Kultur in Zeiten der Globalisierung« abzubilden, war Ziel eines Studienprojektes der PH Ludwigsburg und der Hochschule Würzburg-Schweinfurt. Herausgekommen ist dabei ein Weltkulturatlas, der die globale Verteilung von spartenspezifischen Einrichtungen und deren Entwicklung in Grafiken und Fachberichten verdeutlicht. So wird in der Publikation z.B. gezeigt, wie sich die 55.000 Museen der Welt auf 202 Länder verteilen.

www.avedition.de

Museum4punkt4

Objekte digital zum Leben zu erwecken, um Menschen anzusprechen, die bislang wenig oder gar nicht am kulturellen Leben teilnehmen, ist Ziel des gleichnamigen, mit 15 Mio. Euro ausgestatteten BKM-Pilotprojekts. Unter der Federführung der Stiftung Preußischer Kulturbesitz haben sich verschiedene Museen zusammengeschlossen, um die Möglichkeiten kultureller Teilhabe durch digitale Wissensvermittlung auszuloten.

www.kulturstaatsministerin.de

Kulturgenossenschaften-Website

Seit der Novellierung des Genossenschaftsgesetzes 2006 wurden zahlreiche Kulturgenossenschaften als Träger von Kinos, Theatern, Museen, Verlagen oder Hüter des kulturellen Erbes gegründet. Das Institut für Kulturmanagement in Ludwigsburg hat nun dazu im Rahmen eines Forschungsprojektes eine eigene Website eingerichtet. Das Angebot wurde von der City University London angestoßen und in Kooperation mit ihr entwickelt.

https://kulturmanagement.ph-ludwigsburg.de

Wachsende Sendervielfalt

Die Zahl privater Fernsehanbieter in Deutschland steigt weiter. Wie die Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (kek) mitteilte, werden hierzulande mittlerweile 169 private Fernsehprogramme ausgestrahlt. Dabei handelt es sich um 10 Vollprogramme und 159 Spartenprogramme. Der Anteil des öffentlich-rechtlichen Rundfunks am deutschen Fernsehmarkt ist weiter gesunken und liegt aktuell bei 45 Prozent.

www.kek-online.de

Sächsischer Kultursegen

Der Etat des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst wird im nächsten Jahr erstmalig die 2 Mrd. Euro-Grenze überschreiten. Von der geplanten Aufstockung soll nicht zuletzt die Kulturförderung im Lande profitieren. So ist z.B. die Erhöhung der Mittel für das Kulturraumgesetz, eine breitere Unterstützung der Kulturverbände, ein Anstieg der Projektförderung sowie eine finanzielle Besserstellung der Kulturstiftung vorgesehen.

www.smwk.de

Buchhändlerische Strukturhilfe

Internet-Riesen wie Amazon bringen mit ihren Vertriebsmodellen zunehmend kleine und mittlere Buchhandlungen in Bedrängnis. Vor diesem Hintergrund hat Kulturstaatsministerin Monika Grütters den deutschen Buchhandlungspreis ins Leben gerufen. In diesem Jahr wurden 118 Einrichtungen für ihre »besonders herausragende« Arbeit ausgezeichnet. An Preisgeldern standen insgesamt 1 Mio. Euro zur Verfügung.

www.boersenblatt.net

Internationaler Bibliotheksaustausch

Bibliotheken in Dänemark und in den Niederlanden gelten mit ihrem Ansatz, teilhabeorientierte und kooperationsfreudige Kulturorte zu sein, als besonders aufgeschlossen und zukunftsorientiert. Im Rahmen des KSB-Förderprogramms „Bibliotheken hochdrei“ können sich Bibliotheksleitungen in Deutschland zusammen mit dem jeweils zuständigen Stadtdezernat als Tandem für eine entsprechende Studienreise bewerben.

www.kulturstiftung-bund.de

Lautarchiv wird öffentlich

An der Berliner Humboldt-Universität existiert eine weltweit einzigartige Sammlung von Stimmen, Sprachen und Dialekten, die auf rund 7.500 Schellackplatten gespeichert sind. Kernstück des Lautarchivs sind Aufnahmen von Kriegsgefangenen des Ersten Weltkrieges. Die Sammlung wird ins Humboldt-Forum überführt und soll im nächsten Jahr öffentlich zugänglich sein.

www.lautarchiv.hu-berlin.de

Ökologische Appetithäppchen

Um den CO2-Ausstoß zu senken, hat sich die italienische Stadt Bologna etwa Besonderes ausgedacht. Wer sein Auto zuhause lässt und stattdessen zu Fuß geht, das Rad oder den öffentlichen Nachverkehr nutzt, bekommt Punkte gutgeschrieben, die in Gutscheine für Bier, Eis oder Kinokarten umgetauscht werden können. Möglich macht das alles die App »Bella Mossa«, die über ein GPS-System entsprechende Bewegungen im Stadtraum erfasst.

www.bellamossa.it

Big Beautiful Building

Das gleichnamige Projekt der Landesinitiative StadtBauKultur NRW macht exemplarische Gebäude der Boomjahre 1950 bis 1970 als gemeinsames europäisches Erbe sichtbar. Mit der Christuskirche in Bochum wurde nun ein Gotteshaus ausgezeichnet, das 1956 als Ensemble aus modernem Kirchenschiff und alten Turm entstand und aktuell als Kultur- und Konzertort genutzt wird.

https://bigbeautifulbuildings.de/

Kulturelle Infrastrukturförderung

NRW hat einen Investitionsfonds aufgelegt, mit dem die kulturelle Infrastruktur im Land weiter ausgebaut werden soll. Unterstützt werden technische Ausstattungen, aber auch Erneuerungen und Erweiterungen vorhandener Anlagen. Für die in diesem Jahr bereitgestellten Mittel in Höhe von 3,25 Mio. Euro waren rund 1.100 Anträge auf Förderung eingegangen. Eine positive Zusage erhielten schließlich 270 Projektvorhaben.

www.mkw.nrw

Kultur-Vögel

Nordrhein-Westfalen hat das Brieftaubenwesen zum immateriellen Kulturerbe des Landes ernannt. Bundesweit betreiben rund 30.000 Züchter dieses Hobby. Vor allem im Ruhrgebiet floriert die mit Zucht, Haltung, Distanzflügen und Ausstellungen verbundene Freizeitbeschäftigung. Laut dem Verband Deutscher Brieftaubenzüchter »bilden Brieftauben und Menschen eine wunderbare Symbiose, die unsere Kultur seit Jahrhunderten prägt«.

http://web.brieftaube.de

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