Kulturpolitische Gesellschaft e.V. - Der Verband

Kurznachrichten aus der Kulturpolitik

13.02.2019

Handy-Kultur

Alter, Bildung und Einkommen sind die entscheidenden Faktoren für den Smartphone-Kauf. Doch es gibt weiterhin nationale Unterschiede. So verfügen laut einer Studie des Pew Research Centers in Südkorea 95 Prozent der Bevölkerung über ein entsprechendes Handy, während es in Indien lediglich 24 Prozent sind. Deutschland liegt mit einem Smartphone-Deckungsgrad von 78 Prozent auf dem 8. Platz.

www.pewglobal.org

Armenier-Gedenken

Der Genozid an den Armeniern im Osmanischen Reich hat auf französischer Seite zu einer offiziellen Reaktion geführt. So will Präsident Macron den 24. April zum Gedenktag für die Opfer des Völkermords an den Armeniern erklären. Frankreich wolle »der Geschichte ins Gesicht schauen« und habe den türkischen Staatschef Erdogan entsprechend informiert. Mit der Ausrufung des Gedenktages löst Macron ein Wahlkampfversprechen ein.

www.zeit.de

Ungarische Bevölkerungspolitik

Ministerpräsident Orban will seine seine Landsleute dazu bringen, mehr Kinder zu bekommen. Er kündigte an, dass in Zukunft jede Frau unter 40 Jahren, die zum ersten Mal heiratet, einen Kredit von zehn Millionen Forint (31.417 Euro) zur freien Verwendung bekommen solle. Bei Geburt des ersten Kindes soll die Rückzahlung demnach drei Jahre lang ausgesetzt werden. Nach dem zweiten Kind werde ein Drittel des Kredits, nach dem dritten der gesamte Kredit erlassen.

www.zeit.de

Safer Internet-Pädagogik

Anlässlich des »Safer Internet Day« am 5. Februar ist die Diskussion über Sicherheit im Internet neu entbrannt. Die Unionsfraktionsvize im Deutschen Bundestag, Nadine Schön, hat vor diesem Hintergrund an den Bildungsauftrag des öffentlich-rechtlichen Fernsehens erinnert. Ähnlich wie bei der Sendung »Der 7. Sinn« zur Verkehrssicherheit sollten entsprechende Angebote regelmäßig über die Gefahren des Internets informieren.

www.handelsblatt.com

Freier Museumseintritt gefordert

Bereits im Herbst letzten Jahres hatte die SPD-Landtagsfraktion in Düsseldorf in einem Antrag (DS 17/3593) »freie Eintritte in NRW-Museen« gefordert und auf die in vielen Staaten gängige Praxis des kostenlosen Kunstgenusses in öffentlich geförderten Einrichtungen hingewiesen. Die für Anfang Februar anberaumte Sitzung im Kulturausschuss des Landtags konnte sich indes nicht auf ein einheitlich positives Votum verständigen.

www.landtag.nrw.de

Valentinstag-Affinitäten

Die »Geschenkkultur« zum Valentinstag ist in Deutschland regional höchst unterschiedlich entwickelt. So geben nach einer Untersuchung des Onlineshops Geschenkidee Einwohner der Stadt Münster mit78 Euro das meiste Geld für entsprechende Liebesgaben aus. Das Ruhrgebiet ist mit durchschnittlich 46 Euro dagegen eher knauserig, wobei Dortmund mit knapp 23 Euro den letzten Platz innehat.

www.geschenkidee.de

Filmförderung überdenken

Im Zuge der Internationalen Filmfestspiele Berlin hat Kulturstaatsministerin Monika Grütters die sinkende Anzahl der Kinobesuche in Deutschland beklagt. Vor diesem Hintergrund soll die öffentliche Filmförderung in Deutschland auf den Prüfstand gestellt werden. Bund und Länder unterstützen die Filmbranche mit unterschiedlichen Förderprogrammen jährlich mit mehr als 400 Mio. Euro.

www.deutschlandfunk.de

Schnee-Kunst

Obwohl das aktuelle Lage scheinbar dagegen spricht, bedroht der Klimawandel die Schneesicherheit touristischer Ski-Gebiete. Die Länder der Alpenregion setzen daher zunehmend auf den Einsatz von Schnee-Kanonen. Nach einer Auswertung des Statistik-Portals »Statista« lag dabei Italien 2017 mit 87 Prozent künstlich beschneiter Pistenfläche in den alpinen Wintersportgebieten vorn, während die bayerischen Alpen lediglich auf 25 Prozent kamen.

https://de.statista.com

Kinobetreiber gegen Netflix

Sollen Netflix-Filme, die als Streaming-Angebot vertrieben werden, auch auf Kinofestivals laufen dürfen? Auf der aktuellen Berlinale haben 160 Kinobetreiber den Ausschluss des Films »Elisa y Marcela« aus dem regulären Wettbewerb gefordert, weil er voraussichtlich »nicht regulär ins Kino komme«. Die Branche befürchtet Einnahmeeinbußen, ist sich allerdings in dieser Frage international nicht einig.

www.berlinale.de

Presse-Wächter-Bilanz

Seit 1986 hat die Bild-Zeitung 191 Rügen des Deutschen Presserats wegen bedenklicher Berichterstattung kassiert und vereinigt damit rund ein Viertel aller ausgesprochenen Beanstandungen auf sich. Auf Platz 2 rangiert die B.Z. aus Berlin, die im selben Zeitraum 21 Rügen erhielt. Auch die taz ist mit 11 Beanstandungen unter den TOP 10 vertreten. Insgesamt wurden seit 1986 740 Rügen ausgesprochen.

https://de.statista.com

Ampel-Männchen-Kultur

Zu den wenigen Errungenschaften, die die DDR überlebten, gehört zweifellos das Ampel-Männchen. Mittlerweile hat dieses mancherlei Spezifikationen erfahren. So gibt es inzwischen auch die Ampel-Frau, das schwule oder lesbische Ampel-Pärchen, den Ampel-Kasperl, und selbst Marx und Beethoven haben es als Silhouette auf die Fußgängerampel gebracht. Inzwischen erinnern auch immer mehr Ampel-Bergmänner an das Ende des Steinkohlenabbaus in Deutschland.

www.ruhrnachrichten.de

Schlips-Kultur

Weiberfastnacht steht vor der Tür, und die Schlipse der Männer gelten da als beliebte Trophäe. Technikfreaks haben daher eine LED-Krawatte entwickelt, die auch nach dem Schnipp-Schnapp weiter leuchtet. Eine entsprechende Bauanleitung einschließlich Programmierung über BASIC findet sich auf der »Make«-Seite von Heise online. Die Kosten werden mit ca. 25 Euro angegeben.

www.heise.de

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