Regionalgruppe Niedersachsen

Aktuell

Niedersächsische Landeskulturpolitik

In der niedersächsischen Landespolitik hat es nach der Landtagswahl im Oktober 2017 einen Wechsel der Koalition von rot-grün zu rot-schwarz gegeben. Die Leitung des Kulturministeriums ging von der bisher grünen Ministerin auf Björn Thümler von der CDU über. Konkret ist bisher die Durchführung von fünf sogenannten Regionalkonferenzen, über die das Land in einen Dialog mit den Kulturvertretern kommen möchte. Erst die Ergebnisse dieser Konferenzen sollen dann im Laufe des Jahres 2019 Grundlage für eine neue kulturpolitische Strategie des Ministeriums sein. Die Regionalkonferenzen sollen von Herbst 2018 bis Anfang 2019 stattfinden: in Norden eine Regionalkonferenz zum Thema »Kulturtourismus«, in Buxtehude zum »Zugang zur Kultur«, in Lingen zur »Kultur als Standortfaktor«, in Peine zum Thema »Kultur verbindet Welten« sowie in Osterode am Harz zu den »Herausforderungen des demografischen Wandels«.

Diese Regionalkonferenzen sollten und werden auch viele Mitglieder der KuPoGe nutzen, um ihre Meinungen und Erfahrungen aus der Kulturarbeit einzubringen.

  

Mitgliedertreffen der KupoGe-Landesgruppe im August 2018

Zuwendungspraxis im Kulturbereich

Am 14. August 2018 fand das letzte Mitgliedertreffen der Landesgruppe Niedersachsen statt.

Zu Gast war Gerhard Vogt (Direktor beim Landesrechnungshof NRW a.D.), der ein Impulspapier der Arbeitsgemeinschaft für wirtschaftliche Verwaltung (AWV) zur Modernisierung der Zuwendungspraxis für den Dritten Sektor vorstellte. Was furchtbar technisch klingt, verfolgt das Ziel, den Aufwand für Zuwendungsgeber und -nehmer erheblich zu reduzieren. Das AWV-Papier wurde von einer Projektgruppe erstellt, an der auch Olaf Martin, Mitglied Sprecherrates der KuPoGe-Landesgruppe Niedersachsen, beteiligt war.

Olaf Martin erläuterte auch die Ergebnisse der niedersächsischen KupoGe-Projektgruppe (Martina von Bargen, Gerd Dallmann, Katja Drews, Dagmar von Kathen, Thomas Krueger, Olaf Martin, Klaus Terbrack und Holger Walla), die – angeregt durch das AWV-Papier – inzwischen den Entwurf für eine Allgemeine Kulturförderrichtlinie für Niedersachsen erarbeitet und für erste Diskussionen Kontakt mit dem MWK aufgenommen hat.

v.l.n.r.: Johannes Crückeberg, Kerstin Hädrich, Mara Ruth Käser, Olaf Martin; Foto-Credit: Barbara Neundlinger

  

Bericht aus Bonn

Barbara Neundlinger, KupoGe-Bundesgeschäftsführerin, war Gast des Mitgliedertreffens und berichtete über die für die kommenden Ausgaben der Kulturpolitischen Mitteilungen anstehenden Themen. Sie wies auf die Mitgliederversammlung mit Vorstandswahlen am 23./24. November 2018 in Bonn hin, in deren Rahmen zwei kulturpolitische Diskussionen (zur Kulturpolitik in NRW und zur Bundeskulturpolitik) stattfinden werden. Aus Niedersachsen wird Olaf Martin für den Bundesvorstand kandidieren.

Darüber hinaus informierte sie über den Kulturpolitischen Bundeskongress (27./28. Juni 2019, Berlin), der das Thema »Heimat« zum Schwerpunkt haben wird.

Auch wies Barbara Neundlinger auf das nächste Loccumer Kulturpolitische Kolloquium (15.–17. Februar 2019) hin, das den Generationswechsel in Kulturorganisationen zum Thema haben wird. Bei der Gestaltung des Kolloquiums wird mit Kulturmanagement-Studierenden aus Hamburg, Ludwigsburg und Hildesheim zusammengearbeitet. Aus dem Plenum wurde vorgeschlagen, die KupoGe-Landesgruppe enger in die Vorbereitung einzubinden und mehr Freiräume für Austausch zu schaffen.

  

Kupoge-Beitrag zum »TRAFO-Ideenkongress« in Halle

Barbara Neundlinger wies zudem auf den TRAFO-Ideenkongress hin, der vom 19. bis 21. September 2018 in Halle stattfand. Einen der Themenschwerpunkte – »Kulturförderung für ländliche Räume« – hat die KupoGe inhaltlich vorbereitet. Sechs vorläufige Thesen zu diesem Thema wurden für das Tagungsprogramm ausgewählt, die Mitglieder haben im Anschluss die für sie wichtigsten Thesen ausgewählt. Auf das größte Interesse stieß das Thema »Regionale Kooperation und Verbünde« und das Plenum diskutierte, warum Förderinstrumente auf ländlicher Ebene nicht greifen und oft den urbanen Raum im Zentrum ihrer Überlegungen haben. Die Peiner Kulturservicestelle wird als eindrucksvolles Format genannt, hier werde versucht innovative Kooperationen zu generieren. Es wird zudem gefordert, die bisherige Förderpraxis von TRAFO an den Zielen für den ländlichen Raum zu messen.

  

Nachwahl eines Sprechers / einer Sprecherin

Da sich Dr. Jörg Siewert aus privaten Gründen 2018 aus dem Sprecherrat zurückgezogen musste, wurde eine Nachwahl notwendig. Kerstin Hädrich stellt sich als einzige zur Wahl wird nach kurzer Vorstellung einstimmig nachgewählt.

  

Projektgruppen

Die Projektgruppe »Rechtspopulismus und Kulturpolitik« hatte bisher zu wenig Interessenten, wird aber einen weiteren Versuch starten, sich zu treffen.

Die Projektgruppe »Theaterpolitik« ist bereits initiiert und freut sich über weitere Mitglieder.

Über die Arbeit der sehr aktiven Projektgruppe »Zielvereinbarungen und Zuwendungspraxis« wurde oben unter dem Punkt »Zuwendungspraxis im Kulturbereich« informiert.

Eine Projektgruppe »Kulturpolitik im ländlichen Raum« ist in eine Veranstaltungsreihe bei der Alten Polizei, Stadthagen, aufgegangen.

Zum Thema Digitalisierung wird in Kürze eine weitere Projektgruppe ihre Arbeit aufnehmen.

Der Sprecherrat freut sich über die Mitarbeit weiterer interessierter Mitglieder in den Gruppen. Darüber hinaus können jederzeit auch weitere Themengruppen gegründet werden.

   

Kontakt

Johannes Crückeberg, Kerstin Hädrich, Mara Käser und Olaf Martin

niedersachsen@kupoge-regional.de

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