Wilhelm Siemen, *1955, ist Direktor des Porzellanikon – Staatliches Museum für Porzellan Hohenberg a.d.Eger/Selb. Er studierte Geschichte und Publizistik an der Westfälischen-Wilhelms-Universität, Münster. Nach einem zweijährigen wissenschaftlichen Volontariat am LWL – Freilichtmuseum – Hagen, wechselte er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an das in Hohenberg an der Eger gelegene und noch als Schauraum dienende »Museum der deutschen Porzellanindustrie«. Er erarbeitete dessen Konzeption und Sammlungskonzept und wurde 1985 dessen Leiter. Die Bestrebungen der Porzellanstadt Selb zur Errichtung eines Porzellanmuseums führte dazu, dass Siemen mit der Entwicklung eines beide Städte umfassenden Museumskonzeptes beauftragt wurde. Daraus ergab sich die Unterscheidung in die »Villa« in Hohenberg, wo Formen und Dekore in ihrer Entwicklung bis zum Ende des 20. Jahrhunderts im Mittelpunkt stehen, und der »Fabrik« für die Industriegeschichte und die Technische Keramik. Seit 1990 ist Siemen Direktor des Museumskomplexes, heute in Trägerschaft des Freistaates Bayern, mit 10.000 m2 Ausstellungsfläche die größte Einrichtung dieser Art in Europa.