Aktuelles

 

©Tanja Schnitzler

 

Update und Release: Auf dem Weg zu einem Berliner Kulturfördergesetz

Wir freuen uns, hier die Ergebnisse des umfassenden Beteiligungsprozesses für ein Berliner Kulturfördergesetz aus dem Jahr 2025 zu veröffentlichen.

Die Forderung nach einem eigenen Gesetz aus der Berliner Kulturlandschaft heraus wurde in der Corona-Pandemie von einer Berliner Initiative weiterentwickelt. Aus ihr ging Ende 2023 die Berliner Kulturkonferenz hervor – das Bündnis der Berliner Kulturverbände. Aufbauend auf dem Positionspapier der Initiative erarbeiteten zuletzt 15 Fachgruppen mit mehr als 120 Beteiligten – mit einschneidenden Kürzungen im Kulturhaushalt für 2025 & 2026/27– die nun vorliegenden Kapitel.

Das Kulturfördergesetz setzt auf Planbarkeit und zeitnahen Handlungsbedarf – bezogen auf künstlerische Sparten ebenso wie auf spartenübergreifende Handlungsfelder.

Als Kulturpolitische Gesellschaft Berlin-Brandenburg (KuPoGe) sind wir Gründungs-Mitglied der Berliner Kulturkonferenz und haben den Prozess aktiv begleitet. Wir konnten dabei insbesondere unsere Expertise zu kulturpolitischen Steuerungs- und Beteiligungsmodellen sowie zu Erfahrungen mit Kulturfördergesetzen und vergleichbaren Regelungsansätzen in anderen Bundesländern einbringen – als Beitrag zu einer Berliner Debatte, die Verbindlichkeit, Transparenz und Planungssicherheit in der Kulturförderung stärker verankern will.

Dies war auch inhaltlicher Teil des Programms am 09.02.2026 der Berliner Kulturkonferenz. Im Logenfoyer des Deutschen Theaters setzten Markus Hilgert und Olaf Zimmermann wichtige kulturpolitische Akzente des bereits Geschafftem und antizipieren gemeinsam mit Politik, Verwaltung und Akteur*innen der Kultur die nächsten strategischen Schritte für das Kulturfördergesetz in der Umsetzung.

Wir freuen uns, die Weiterarbeit zusammen als Regionalgruppe zu begleiten und berichten gerne bei unserem nächsten Treffen.

Link: https://www.kulturkonferenz.berlin/Auf_dem_Weg_zu_einem_Berliner_Kulturfoerdergesetz.pdf

 

Einladung zur Online-Vierteljahrestagung der Regionalgruppe Berlin-Brandenburg mit Markus Hilgert und der Wahl des Sprecher*innen-Teams am 14.4.26 ab 19.00 Uhr 

Zum ersten Quartalstreffen in diesem Jahr freuen wir uns auf einen inspirierenden Austausch mit Markus Hilgert.

Darüber hinaus steht in der Regionalgruppe turnusmäßig die Wahl des Sprecher*innen-Teams an.

Wibke Behrens, Moritz von Rappard und Sarah Zalfen würden wieder kandidieren und darüber hinaus gern mindestens als handlungsfreudiges Quartett in die Zukunft starten.

Dana Kresse hat bereits Interesse bekundet, unser Team mit weiterer Brandenburg-Expertise zu verstärken: das freut uns sehr! Wer noch Interesse hat, die Regional -und Landesgruppenarbeit für Berlin und Brandenburg mitzugestalten, möge sich gern melden via: .

Nach Anmeldung unter gleicher Adresse, verschicken wir einen Link zum Online-Austausch und zur Wahl.

Rückblick

2x Vorfreude: Locus Iste und Sundowner

Aus unserer Initiative »locus iste« heraus, ein Format zu entwickeln, das die Bedarfe der Regional- und Landesgruppen für einen kulturpolitischen Austausch trifft, haben diverse Planungstreffen zusammen mit den Landesgruppen Schleswig-Holstein, Hamburg und Sachsen stattgefunden. Wir freuen uns, dass nun im Oktober ein informelles bundesweites Austauschtreffen in Chemnitz stattgefunden hat. Ein großer Dank an alle Regional- und Landesgruppen für die Beteiligung und vor allem an die Kolleg*innen in Sachsen, die die nächsten konkreten Schritte der Organisation in die Hand genommen haben.

Zudem haben wir uns am Dienstag, 08.07. ab 19.00 Uhr Abend zum kulturpolitischen Austausch mit Euch veranstaltet: Einen Kupoge-Sundowner: Launiges Plaudern an sommerlicher Spree. Im Biergarten hinter dem Haus der Kulturen der Welt, John-Foster-Dulles-Allee 10, 10557 Berlin

 

3x Was bisher geschah: ein Spaziergang, zweimal Berliner Kulturkonferenz

 

Rausjetzt! Am Donnerstag, 12.06. fand statt: rausjetzt! Ausgangspunkt von rausjetzt ist die Idee von Moritz von Rappard, dass wir alle in unserem Arbeitsalltag und überhaupt im Leben immer mal wieder mit Fragen beschäftigt sind, bei denen ein Austausch mit anderen Menschen und das Erkunden unbekannter Umgebungen erfrischend neue Perspektiven eröffnen kann. Daher sein Angebot zu gezielten Spaziergängen, um in diesem Rahmen unterschiedliche Austausch- und Erkundungsmethoden zu erproben. Seit Herbst 2024 finden die Spaziergänge jeweils zum Jahreszeitenwechsel statt. Zum Sommer-Spaziergang wurde erstmals in Kooperation mit der Kupoge Berlin-Brandenburg eingeladen und gemeinsam mit Daniel Wetzel (Rimini Protokoll) und dem Bühnenbildner Dominik Steinmann Berlin-Buch erkundet.

 

Berliner Kulturkonferenz: Unsere Regionalgruppe ist Gründungs- Mitglied der Berliner Kulturkonferenz. Ein Verbund aus derzeit 23 Verbänden, die sich u.a. mit der Entwicklung eines Kulturfördergesetzes, der Sicherung von Räumen für Produktion und Präsentation und der kulturpolitischen Beteiligung an Gremien beschäftigt. U.a. ist sie Mitglied der im Januar auf den Weg gebrachten Kultur-LänderKonferenz – ein Zusammenschluss von Vertretungen von Kunst und Kultur der Bundesländer. Sie ist gleichzeitig verantwortlich für die Kampagne BerlinIstKultur.

 

Am Montag, 16. Juni 2025 lud die Berliner Kulturkonferenz zum ersten fachöffentlichen Informationsabend und zur Arbeit am Berliner Kulturfördergesetz ein. Über 80 Akteur* innen aus Kunst, Kultur, Politik und Verwaltung kamen in der Spielstätte Ballhaus Prinzenallee zusammen, um sich über den aktuellen Stand eines breitaufgestellten und nun offiziell gestarteten, breit angelegten Beteiligungsprozesses zu informieren und gemeinsam in den Austausch zutreten. Berlins Senatorin für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, Sarah Wedl-Wilson, war an diesem Abend zu Gast und hat in ihrem Grußwort die Bedeutung eines gemeinsamen Prozesses bei der Entwicklung eines Kulturfördergesetzes unterstrichen

 

Am Freitag, 20. Juni 2025 fand im Abgeordnetenhaus ein Netzwerkstreffen initiiert von der Berliner Kulturkonferenz (Begrüßung Wibke Behrens) zusammen mit dem Atelierbüro im kulturwerk des bbk berlin statt. Über 50 Akteur*innen diskutierten mit Kulturpolitiker*innen von CDU, SPD, Bündnis 90/die Grünen und die Linken über die Zukunft von Arbeits-, Proben, Aufführungs- und Produktionsräume für Kunst und Kultur. Ein Verstetigungsformat – zum Beispiel ein Runder Tisch – wurde begrüßt.

 

Und eine Petition von BerlinIstKultur: https://weact.campact.de/petitions/berlinistkultur-zusammen- fur-die-kultur-kultur-fur-die-gemeinschaft

Informationen unter: berlinistkultur.de

Sprecher*innen Team

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Sarah Zalfen hat Kulturpolitik und -betrieb schon von den verschiedensten Seiten betrachtet – als Opernforscherin, als Produktionsleiterin freier Kulturprojekte, als Studentin der Kulturadministration sowie aktuell als Kommunalpolitikerin in Potsdam und als Mitarbeiterin im Brandenburger Kulturministeriums. Ihre Begeisterungsfähigkeit und Leidenschaft für die Kunst selbst hat sie dabei nie verloren.

Ich spreche sowohl „Kultur“ als auch „Politik und Verwaltung“ und freue mich, im Rahmen der KuPoGe als Dolmetscherin immer wieder ein Bisschen zur Verbesserung und Verständigung der Welt beitragen zu können. Mitglied der KuPoGe bin ich seit 2005.
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Wibke Behrens M.A. Geschäftsführerin des bildungswerk des bbk berlin und Co-Leiterin des Institute for Cultural Governance Berlin

Wibke Behrens ist Gründungsmitglied der Koalition der Freien Szene und war von 2012 bis 2018 eine ihrer Sprecher*innen. Als Vorsitzende im Berliner SPD-Fachausschuss Kulturpolitik berät sie geschäftsführend den Landes-Vorstand. Sie ist zertifizierter systemischer Coach und u.a. Teil des prozess-unterstützenden Kollektivs hands-on.

Im Juni 2023 wurde sie zur Co-Geschäftsführerin des bbk berlin gewählt, einem der größten Einzelberufsverbände Deutschlands.

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©Stiftung Genshagen

Moritz von Rappard, geboren 1965 in Hannover, hat Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften, Germanistik und Pädagogik an der Universität zu Köln studiert. Nach vielfältigsten Projekten als Projektentwickler, Kurator, Regisseur und Dramaturg sowie einer Zusatzqualifikation als Moderator und Mediator beschäftigt er sich seit 2015 intensiv mit Diversitätsentwicklung, Öffnung und Teilhabe in Kulturinstitutionen. So entstand im Rahmen des von der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien initiierten Kompetenzverbunds KIWit nicht nur die bundesweite Reihe „Diversität in Arbeit“, sondern auch die g3-Methode für besseres Arbeiten in heterogenen Gruppen. Seit 2020 ist er im Beratungs- und Entwicklungsnetzwerk „Hands on“ aktiv.
Als ein Sprecher der Regionalgruppe Berlin-Brandenburg möchte ich mich dafür einsetzen, dass die KuPoGe mit ihren Qualitäten und Kompetenzen von unterschiedlichsten Seiten als inspirierender Partner erlebt werden kann. Dabei sollte das Engagement im besten Fall weit über das Diskursive hinausreichen und immer auch auf konkretes Tun fokussieren.