Nachrichten aus der Kulturpolitischen Gesellschaft und dem Institut für Kulturpolitik

Perspektiven für Museen

 

In Thüringen liegt mit der Museumsperspektive 2025 erstmals eine Entwicklungsstrategie von Landesregierung und Museumsverband für die Museumslandschaft des Landes vor. Für die Umsetzung der Museumsperspektive erhöht das Land Thüringen die Förderung für Museen um eine Million Euro. Die Leitfrage der Studie gilt den sich ändernden Bedingungen und wie sich dabei Qualität und Vielfalt der Museumslandschaft erhalten lassen. Kulturminister Benjamin Hoff geht auf die Aufgaben ein, die das Land dabei für sich definiert hat.

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Soziokulturelle Zentren 2018 in NRW

Nahezu zwei Drittel aller Soziokultureller Zentren des Landes NRW haben sich an der Befragung der Bundesvereinigung im Jahr 2016 beteiligt. Diese große Antwortbereitschaft war mit ein Anlass für eine auf NRW bezogene Zweitauswertung. Ralf Ebert gibt Einblick in die zentralen Ergebnisse der Auswertung.

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Die Kultur der Digitalität und die Kulturpolitik

 

Das bürgerliche Individuum ist »eine Subjektform, dessen historischer Höhepunkt wohl überschritten ist« meint der Schweizer Kultur- und Medienwissenschaftler Felix Stalder. Die Kultur der Digitalität setze zu ihrem Gelingen vielmehr neue Gemeinschaften voraus, in denen die Menschen sich über gemeinsame Werte verständigen und in denen die »kulturellen Differenzierungen überhaupt gelesen und kulturell bewertet werden können.«

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»Blocked Delivery II«, 2017, EVOL / Courtesy of the artist / VG Bild-Kunst, Bonn 2017 / Foto: Hannes Woidich
Im Rahmen der Ausstellung »Gesellschaft zur Wertschätzung des Brutalismus / The Brutalism Appreciation Society« vom 08.04.-24.09.2017 im HMKV im Dortmunder U.

Kultur in der smarten Stadt

Das Konzept der Smart City, in denen digitale Strategien eine zentrale Rolle spielen, ist mittlerweile ein gängiger Terminus in der Stadtentwicklung und viele Städte machen sich auf den Weg, die neuen Möglichkeiten zu erproben. Zweifellos ist dies ein kultureller Prozesse, der auch das Leben der Menschen in ihrem Alltag berührt. Auch die Kultur im engeren Sinne ist davon betroffen. Umso mehr erstaunt es, wie wenig sich die Kulturpolitik um dieses Thema kümmert. Ralf Ebert, Friedrich Gand und Klaus R. Kunzmann begründen die Notwendigkeit für »smarte« Kulturentwicklungsstrategien.

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Europe en Marche

Als ein zutreffendes literarisch-politisches Spiegelbild des gegenwärtigen Europas mit allen seinen Erfolgen, Krisen sowie neuen Chancen eines postnationalen Projekts empfiehlt Olaf Schwenke die Lektüre von Robert Menasses Roman »Die Hauptstadt«. Weiterlesen, Link zum Buch.

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Eintreten für eine offene Welt

Kunst und Kultur übernehmen eine wichtige Initiativfunktion für die Stärkung von Freiheit und Demokratie. Zusammen mit Kulturpolitik als Steuerungsinstrument bilden sie ein wichtiges Forum für eine (kritische) gesellschaftliche Auseinandersetzung. Christina Stausberg nimmt Dresden als Beispiel wie kommunale Kulturpolitik der Zunahme nationalistischer und rechtspopulistischer Tendenzen entgegentreten kann und welche Rolle die Städte dabei einnehmen können.

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Wann werden Roboter kulturpädagogisch arbeiten können?

 

Wie verhält sich Kulturelle Bildung zur Digitalität und könnten Roboter geeignete KünstlerInnen und KulturvermittlerInnen sein, fragen Christoph Köck und Joachim Sucker. Kulturelle Deutungshoheit aus der Hand zu geben und den Schritt zu wagen, auf Basis offener Daten zusammenzuarbeiten und Kultur so neu und partizipativ zu erschließen sind Beispiele für den Paradigmenwechsel, den die Digitalität auslöst.

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Die Kulturpolitische Gesellschaft trauert um Dr. Wolfgang Zacharias

Nachruf von Birgit Mandel

Einer der wesentlichen sowohl theoretischen, wie politischen und praktischen Gestalter der Kulturpädagogik und Kulturellen Bildung ist am 26. April im Alter von 76 Jahren gestorben, plötzlich und inmitten von Plänen für Tagungen, Artikel, Netzwerkarbeit.

Wolfgang Zacharias war Gründungsmitglied und viele Jahre Vorstandsmitglied der Kulturpolitischen Gesellschaft, der er mit seinem Anspruch einer gesellschaftspolitisch engagierten Kulturpolitik, die sich vor allem für eine chancengerechte kulturelle Teilhabe von Kinder und Jugendlichen einsetzt, sehr nahe stand.

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Das Kulturkapitel des Koalitionsvertrages

Oliver Scheytt und Norbert Sievers kommentieren den Kulturteil im Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung und kommen zu einer grundsätzlich positiven Bewertung. Kaum je zuvor habe sich eine Regierungskoalition auf Bundesebene zu Beginn einer Legislaturperiode auf eine derart umfangreiche und fundierte Kulturprogrammatik verständigt.

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Kultur macht stark

Macht »Kultur macht stark« auch die Zivilgesellschaft stark, fragt Gerd Taube und nimmt damit eine Kritik auf, die dieses Programm seit seiner Einführung begleitet. Die programmtragenden Verbände würden zwar als Partner des Bundes bezeichnet, aber als Zuwendungsempfänger und Dienstleister behandelt. Dies sei jedoch mit dem gesellschaftlichen Mandat der Verbände nicht kompatibel.

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Kulturpolitik in der digitalen Welt

In ihrer Einführung zum Schwerpunkt »Digitalisierung und Kulturpolitik« sehen Martin Lätzel und Norbert Sievers die Notwendigkeit einer Neuausrichtung der Kulturpolitik angesichts der digitalen Herausforderungen sowohl instrumentell, also auf die infrastrukturellen und kulturfördernden Formate bezogen, als auch programmatisch, also hinsichtlich der Ziele der Kulturpolitik und ihrer legitimatorischen Begründung.

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Ausstellungsansicht Nikolaj Evreinov & andere, »Sturm auf den Winterpalast«, Petrograd 1920 / Im Rahmen der Ausstellung: »Sturm auf den Winterpalast - Forensik eines Bildes«, HMKV im Dortmunder U, Ebene 6, 25.11.2017 - 08.04.2018, Foto: Hannes Woidich

Digitale Staatskunst

Thomas Losse-Müller plädiert für eine »digitale Staatskunst«, die die heute verwendeten staatstheoretischen Begriffe und Prinzipien politischer Gestaltung an das digitale Zeitalter anpasst. Er warnt dabei vor technokratischen Kurzschlüssen und ressortpolitischen Engführungen. Notwendig sei vielmehr ein breiter kultureller und zivilgesellschaftlicher Diskurs und die Öffnung der Fachpolitiken für die notwendige Transformation.

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Vincent. Eine Geschichte, wie sich künstliche Intelligenz im Kultur- und Kunstbetrieb integriert

Was wie Science Fiction klingt, könnte bald Realität sein. Frank Tentler erklärt am Beispiel des Amsterdamer Van-Gogh-Museums wie sich Künstliche Intelligenz im Kultur- und Kunstbereich integriert. Wer seinen Beitrag liest, bekommt eine Ahnung davon, was Digitalisierung jenseits von Websites und Social-Media-Kommunikation für die Kunstproduktion und -vermittlung bedeuten kann und welche Chancen und Risiken darin liegen.

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Kulturpolitischen Mitteilungen (160/I 2018)

Themen: Digitalisierung & Kulturpolitik, Kulturkapitel des Koalitionsvertrages, Soziokulturelle Zentren 2018 in NRW, Grüne Liste …

Ab sofort zu bestellen: www.kupoge.de/kumi/kumi160.html

  

  

  

  

Das wache Museum

Wie es gelingt, die transformative Kraft der Kunst für die lokale Gesellschaft zu nutzen und Museen in soziale Kraftzentralen zu wandeln, beleuchten Jasmin Vogel und Daniel Neugebauer im Beitrag »Das wache Museum«. Sie sprechen sich für Veränderungsprozesse in Museen aus, die über den Vermittlungsbereich hinausgehen und in ganzheitliche Change Management-Prozesse übersetzt werden.

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KuPoGe »Grüne Liste«

Gibt es, wie zuweilen behauptet, einen Kulturabbau in Deutschland? Die »Grüne Liste« dokumentiert das Gegenteil anhand ausgewählter Beispiele von Neu- und Wiedereröffnungen kultureller Einrichtungen.

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Next Level. Games als kulturpolitisches Spielfeld der Digitalisierung

Mit rund 30 Millionen NutzerInnen sind Computer- und Videospiele mittlerweile ein fester Bestandteil unserer Alltagskultur. Fragen nach dem wirtschaftlichen und kulturellen Potenzial in der Games-Branche, nach dem Aufholbedarf für Kunst und Kultur und Aspekten des Digitalen in der Kunst liegen auf der Hand. Martin Maruschka macht in diesem Zusammenhang auf die »Next Level Conference« aufmerksam.

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Programmformeln und Praxisformen der Soziokultur

Tobias J. Knoblich: Kulturpolitik als kulturelle Demokratie, Wiesbaden 2018

Ein »Standardwerk für Soziokultur« nennt Olaf Schwencke die neue Publikation von Tobias J. Knoblich, Kulturdirektor der Landeshauptstadt Erfurt und Vizepräsident der Kulturpolitischen Gesellschaft e.V. Knoblich belegt mit seiner Arbeit, mit der er vergangenes Jahr den Doktorgrad erworben hat, kenntnisreich seine These, dass Soziokultur »als kulturpolitischer Demokratisierungsprozess verstanden werden« kann.

Rezension sowie Bestellmöglichkeit

  

  

  

Feature

Prof. Dr. Oliver Scheytt spricht in einem Feature auf WDR 5 zum Thema Kulturbauten. Steuerfinanziert prägen Museen, Theater und Konzerthäuser das Bild einer Stadt. Häuser für Kultur sind in Deutschland in der Regel Projekte der öffentlichen Hand: Bei Bau und Finanzierung laufen sie allerdings oft aus dem Ruder. Feature von Susanne Wankell, Produktion WDR 2018.

Audio

  

KuPoGe Denkwerkstatt zu den Methoden soziokultureller Projektarbeit

Die diesjährige Denkwerkstatt des vom BKM geförderte Forschungsprojekts »Neue Formate und Methoden der soziokulturellen Projektarbeit unter besonderer Berücksichtigung von interkulturellen (Flüchtlings-)Projekten« griff vielfältige Impulse und Perspektiven aus der soziokulturellen Praxis, dem Weiterbildungsbereich und der Wissenschaft auf. Die Plattform für Austausch und Netzwerke diskutierte in den letzten Jahrzehnten im Bereich der Soziokultur neu entstandene Methoden und Formate der (außerinstitutionellen) Kulturarbeit und deren kulturpolitische Hintergründe.

Mehr dazu in der nächsten Ausgabe der Kulturpolitischen Mitteilungen Heft 160

  

KuPoGe Forschung

Indikatorenbasiertes Kulturmonitoring in Sicht?

Ein vom Land Nordrhein-Westfalen gefördertes Projekt gibt der Kulturpolitischen Gesellschaft die Möglichkeit zu einem indikatorenbasierten Kulturmonitoring. Gestützt auf das Kulturfördergesetz und in enger Verbindung mit der gesetzlich vorgeschriebenen Erstellung des Landeskulturberichtes werden konzeptionelle Grundlagen für eine Kulturpolitikforschung erarbeitet.

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