Kunst & Einsamkeit
Die Thematisierung der Einsamkeit mit künstlerischen Mitteln steht im Zentrum des Projektaufrufs „KunstZeitAlter“. Der gleichnamige sächsische Förderpreis für Kunst und Demografie ist mit 10.000 Euro dotiert und sucht „neue, mutige Projektideen, die sich mit dem Thema Einsamkeit auseinandersetzen“. Die Einreichfrist entsprechender Projektvorhaben endet am 24. August 2026.
Kirchenräume neu entdecken
Unte diesem Motto hat Baukultur NRW einen Leitfaden zur Umnutzung von Kirchengebäuden veröffentlicht. Darin werden zahlreiche Herangehensweisen vorgestellt, die die Transformation unterstützen. Erfahrungsberichte und Fachbeiträge aus Politik, Architektur, Baukultur, Verwaltung und Denkmalpflege ergänzen die praxisnahen Inhalte Die Broschüre ist kostenlos online herunterzuladen unter:
https://baukultur.nrw/publikationen/
Baukulturbericht 2026/27
„Gestalten – Prozesse, Bauen, Zusammenhalt“ – so lautet der Titel des neuesten Baukulturberichts, der Mitte Mai 2026 dem Bundesbauministerium übergeben wurde. Die verantwortliche Stiftung Baukultur betont darin die zentrale Bedeutung qualitätsvoll gestalteter Räume für Gesundheit, Produktivität und Wohlbefinden und unterstreicht die Verantwortung des Bauens für das Gemeinwohl.
www.bundesstiftung-baukultur.de
Currywurst kommt wieder
Die Currywurst konnte in der Beliebtheitsskala des deutschen Kantinenessens nach einer kulinarischen Schwächeperiode wieder zulegen und 2025 von den 4. auf den 3. Platz aufsteigen. Nach Aussage des Caterers Apetito hatte Currywurst bis 2019 durchgängig den Spitzenplatz bei der hungrigen Kundschaft inne. Seitdem liegen Spaghetti Bolognese (1. Platz) und Bami Goreng (2. Platz) beim Kantinenessen vorn.
Studiengang Antike Welten
Der neue Masterstudiengang „Antike Welten – Interdisziplinäre Altertumswissenschaften“ an der FU Berlin verknüpft ab dem Wintersemester 2026/27 archäologische, philologische und computergestützte Perspektiven auf antike Gesellschaften. Neben wissenschaftlichen Kenntnissen vermittelt der Studiengang digitale Kompetenzen und Fertigkeiten für Tätigkeiten etwa in Museen, Archiven und Kulturinstitutionen.
Mehr Kino-Besucher*innen
Die Zahl der Menschen, die 2025 in Deutschland ein Kino besucht haben, ist gegenüber dem Vorjahr um 8 Prozent auf 23,4 Millionen gestiegen; dies entspricht einer Reichweite von 31 Prozent. Danach haben statistisch 31 Prozent der in Deutschland lebenden Bevölkerung 2025 mindestens einmal ein Kino besucht. (2024: 29 %). Das Kino-Publikum altert allerdings weiter. So liegt das Durchschnittsalter inzwischen bei 40,6 Jahren.
Königliche Beutekunst
Das niederländische Königshaus will Teile seine Kunstsammlung an die Herkunftsländer zurückgeben. Wie aus der verantwortlichen Stiftung der königlichen Privatsammlungen verlautete, sei zwischen 1840 und 1949 „ein kleiner Teil der Kulturobjekte mit hoher Wahrscheinlichkeit unrechtmäßig in den Besitz des Königshauses gelangt“. Die Objekte stammen überwiegend aus den ehemaligen niederländischen Kolonien im heutigen Indonesien, in Surinam und auf den Karibikinseln.
Vertriebenen-Revival?
Die Bundesstiftung „Flucht, Vertreibung, Versöhnung“ ist ins Gerede gekommen. Hintergrund ist ein Referentenentwurf des Bundesinnenministeriums für eine Umstrukturierung der Stiftung. Der Entwurf lege nahe, dass die Stiftung “künftig stärker als bisher auf die deutschen Vertreibungsopfer abheben” soll, so lautet die Kritik auf Seiten vieler Historiker*innen. Der Bund der Vertriebenen hat den Referentenentwurf indes ausdrücklich begrüßt.
www.flucht-vertreibung-versoehnung.de
Ost-Krimi-TV gefährdet
Der MDR muss sparen. Deshalb kürzt nach Meldung der Sächsischen Zeitung die mitteldeutsche Sendeanstalt ihre Krimi-Sparte. Sowohl beim „Tatort“ aus Dresden als auch beim „Polizeiruf“ aus Magdeburg wird die Produktion vorerst für drei Jahre ausgesetzt. Die Zuschauer*innen werden von der Zwangspause kaum etwas mitbekommen, da bis 2029 noch eingeplante Produktionen zu sehen sein werden.
Neue Goethe-Kultur Ensembles
Das Goethe-Institut hat zusammen mit der Alliance Francaise und dem Institut francais zwei neue Kultur Ensembles eröffnet. In Cordoba (Argentinien) und Glasgow (Schottland) werden zukünftig neue Räume „für kulturellen Austausch, gemeinsame Programme und internationale Kooperationen“ geschaffen. Die Zusammenarbeit der Kulturinstitute geht zurück auf den Aachener Vertrag zwischen Deutschland und Frankreich aus dem Jahr 2019.
2 Euro-Theater
Im thüringischen Arnstadt können Menschen mit geringem Einkommen für 2 Euro ins Theater gehen. Interessierte melden sich per E-Mail beim Theater und reservieren Karten für freie Restplätze. Die Tickets werden dann an der Abendkasse gegen Vorlage des Bürgergeld-Bescheides ausgegeben. Die Initiative „Theater Arnstadt für alle“ läuft seit einem Jahr und ist nach Aussage des Intendanten ein voller Erfolg.
Was uns verbindet
Unter diesem Titel hat der Verband Soziokultur NRW seinen Jahresbericht 2024/25 veröffentlicht. Auf rund 60 Seiten werden Strukturen, Entwicklungen und Leistungen der Soziokultur und ihres Dachverbandes im bevölkerungsreichsten Bundesland präsentiert. Die vielleicht gravierendste Änderung dabei: der Abschied von der Konzeptförderung, der Kooperationsförderung und der Kulturellen Bildung durch die Einführung der Strukturförderung durch das Kulturministerium.
2,9 Mio. Euro für Filmerbe
Die Filmförderanstalt (FFA) hat knapp 2,9 Mio. Euro für die Restaurierung und Digitalisierung von insgesamt 62 Filmen bewilligt. Die Zeitspanne der geförderten Maßnahmen umfasst von Frauenfilmen aus den 1910er Jahren über musikalische Komödien aus den 1930ern bis zu dokumentarischen Animationsfilmen aus der ersten Dekade des neuen Jahrtausends rund 100 Jahre deutscher Filmgeschichte.
Nachhaltigkeits-Portal gestartet
Das Deutsche Institut für Urbanistik und die Bertelsmann-Stiftung haben eine digitale Plattform für nachhaltige Kommunen auf den Weg gebracht. Seine Inhalte orientieren sich an den 17 Nachhaltigkeitszielen. Das Portal soll Städte, Landkreise und Gemeinden bei der Steuerung ihrer zukunftsorientierten Entwicklung unterstützen. Die Nutzung ist für Kommunen nach einmaliger Registrierung kostenlos.
Opern-Jogging
Die Staatsoper Unter den Linden in Berlin hat ein neues Angebot entwickelt. Sie lädt in der laufenden Spielzeit Opernfreunde zu monatlichen Joggingausflügen ein. Der „Social Run“ führt zu „Orten, die einen Bezug zum Programm und zur Geschichte der Staatsoper haben“. Die jeweilige Strecke umfasst in etwa 10 Kilometer und ist – inklusive Stopps – für Laufgeübte in ca. anderthalb Stunden zu schaffen.
Integrationsfaktor Wohnen
Laut SVR-Jahresgutachten unterscheidet sich die Wohnsituation von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund. Zugewanderte und ihre Nachkommen haben im Schnitt weniger Wohnfläche pro Person und leben häufiger in überbelegten Wohnungen in ärmeren Stadtteilen. Bezahlbarer Wohnraum verhindert ethnische Segregation und ist daher ein begünstigendes Element für gesellschaftliche Teilhabe.
Community Zentrum für Schwarze
In Berlin ist ein Community Zentrum für schwarze, afrikanische und afrodiasporische Communities eröffnet worden. Die passende Immobilie konnte von der Stadt angekauft, umgebaut und einem zivilgesellschaftlichen Träger zur Verfügung gestellt werden. Gemeinsam mit dem Bund und weiteren Partnern wurden rund 10,5 Mio. Euro investiert. Laut Senatorin Cansel Kiziltepe gilt es nun, den Ort mit Leben zu füllen.
Games-Markt wächst wieder
Nach einem leichten Einbruch 2024 ist der Umsatz mit Games, Games-Hardware und Online-Gaming-Services in Deutschland wieder auf Wachstumskurs. So wurden nach Branchenangaben 2025 rund 9,4 Mrd. Euro umgesetzt, ein Plus von 4 Prozent. Inzwischen spielen hierzulande rund 41 Mio. Menschen Games – vor allem mit dem Handy. Männer und Frauen sind dabei nahezu gleich stark vertreten, das Durchschnittsalter beträgt rund 38 Jahre.
Musik und Gesundheit
Die Berliner Philharmoniker und die Charité haben eine Kooperation vereinbart. Ziel der Zusammenarbeit ist es, „musikbezogene Prozesse für Prävention, Genesung, mentale Gesundheit und Lebensqualität systematisch zu erforschen und nutzbar zu machen“. Darüber hinaus wollen die Kooperationspartner Formate entwickeln, „die Musik und Medizin auch für die Öffentlichkeit erlebbar machen“.
www.berliner-philharmoniker.de
Beatles-Museum geplant
Bereits 2027 soll es in London eröffnen: das neue Beatles-Museum. Untergebracht wird es in einem historischen Gebäude, in dem sich einst das Studio der Beatles sowie der Hauptsitz ihres Stamm-Labels Apple Corps befanden. Apple Corps hat die Immobilie zurückgekauft. Auf dem Dach des Hauses in der Savile Row 3 spielte die Band im Januar 1969 ihr letztes öffentliches Konzert, und im Keller wurde das Album „Let it Be“ aufgenommen.
Migrant*innen immer gebildeter
Laut einer Studie an der ROCKWOOL Foundation Berlin steigt das Bildungsniveau unter Migrant*innen aus EU- und Nicht-EU-Ländern. So besitzen z.B. Zugewanderte in Irland, Luxemburg, Dänemark, Estland, Lettland, Malta, Portugal und Tschechien häufiger einen tertiären Bildungsabschluss als Einheimische. Das deute darauf hin, dass sich das Qualifikationsprofil der europäischen Bevölkerung weiter verbessert.
www.rfberlin.com/cream-reports/
Darf man Roboter treten?
Diese Frage stellt sich demnächst das neugegründete Institut für Angewandte Ethik an der Universität Trier. Hintergrund ist die Digitalisierung mit ihren gesellschaftlichen Auswirkungen bis in den Alltag hinein, Damit verbunden sind neue ethische Herausforderungen, die das Institut wissenschaftlich fundiert, interdisziplinär und gesellschaftsnah zu beantworten sucht.
Kompass Musikstudium
Das Musikinformationszentrum (MIZ) hat seinen „Kompass Musikstudium“ online gestellt. Er umfass rund 1.700 Studiengänge an Musikhochschulen und Universitäten in Deutschland. Nutzer*innen können nach Fachrichtung, Abschluss oder Studienort suchen und erhalten kompakte Informationen zu Studieninhalten. Der Kompass soll Orientierung schaffen und junge Menschen auf dem Weg in den Musikberuf unterstützen.
TV immer öfter online
Fernsehen wird zunehmend eine Angelegenheit des Internets. Laut dem TV-Streaming-Report 2026 des Anbieters Zattoo ist Streaming inzwischen für 31 Prozent der wichtigste Zugang zum Fernsehprogramm. Kabel (23 Prozent) und Satellit (22 Prozent) verlieren damit ihre Vormachtstellung in deutschen Wohnzimmern. Die Ergebnisse basieren auf einer Online-Befragung mit 1.045 Teilnehmenden zwischen 16 und 69 Jahren.