Kurznachrichten


(Aktualisiert am 18.06.2024)

Stipendienprogramm zur KI
Der Musikfonds hat ein Stipendienprogramm zur Künstlichen Intelligenz aufgelegt. Angesprochen sind etablierte Komponist*innen in Deutschland, die sich mit KI-basierter Musikproduktion beschäftigen und »unbekannte Klangwelten« erforschen wollen. Das Stipendium hat eine Laufzeit von 12 Monaten und hat ein Finanzvolumen von 30.000 Euro. Die Antragsfrist endet am 12. Juli.
www.musikfonds.de

Digitale Überforderung
Immer mehr Menschen in Deutschland fühlen sich von den digitalen Technologien überfordert. Laut einer Untersuchung des Marktforschungsinstituts Bitkom Research äußerten 41 Prozent der Befragten Bedenken gegenüber den Versprechungen der digitalen Revolution. Während sich Ältere technisch überfordert sahen, kritisierten Jüngere vor allem die fehlende Datensicherheit.
www.bitkom-research.de

Münchner Konzerthaus schrumpft
Das geplante Münchner Konzerthaus wird bescheidener ausfallen als ursprünglich geplant. Die Bayerische Staatsregierung hat angesichts einer voraussichtlichen Kostenexplosion auf rund 1,4 Mrd. Euro die Notbremse gezogen. Ziel sei, die Baupläne so abzuspecken, dass sie in allgemeinen Sparzeiten auch öffentlich vermittelbar wären. Die bisherigen Planungen haben laut dpa-Angaben dem Steuerzahler bereits 27 Mio. Euro gekostet.
www.faz.net

Ermäßigter Mehrwertsteuersatz kommt
Kunsthändler*innen und Galerien sowie der gesamte Kunstmarkt können aufatmen. Im neuen Jahressteuergesetz wird der ermäßigte Mehrwertsteuersatz von 7 Prozent aufgenommen werden. Damit wird zugleich die alte EU-Mehrwertsteuerrichtlinie, die noch 19 Prozent vorsah, geändert. Die neue Regelung gilt ab Januar 2005. Laut Kulturstaatsministerin Claudia Roth ist das »ein großer Erfolg für den Kunsthandel«.
www.kulturstaatsministerin.de

Europäische Kinokonjunktur
Der europäische Kino-Markt ist weiter im Aufschwung. Nach Angaben der European Audiovisual Observatory wurden 2023 in Europa mit 861 Mio. verkauften Eintrittskarten rund 6,7 Mrd. Euro eingespielt. Spitzenreiter war dabei mit 50 Mio. Kartenverkäufen der Film »Barbie«. Insgesamt konnte die Branche ihr Vorjahresergebnis (2022) um rund 20 Prozent toppen, liegt aber immer noch 20 Prozent unter den Durchschnittswerten vor der Pandemie.
www.obs.coe.int/en/web/observatoire/

Mission 1929 ausgezeichnet
»Mission 1929 – Freiheit unter Druck« ist ein neues Browsergame mit dem Anspruch, vor dem geschichtlichen Hintergrund des 10jährigen Geburtstages der Weimarer Republik die Menschen vor den wachsenden Gefahren für die Demokratie zu warnen. Beim diesjährigen Kindermedienfestival »Goldener Spatz« in Gera/Erfurt erhielt das kostenlose Spiel den Hauptpreis der Kinderjury.
www.mission1929.de

Welterbe Erzgebirge-Kunst
Wer kennt sie nicht: die geschnitzten und auffällig bemalten Krippenfiguren aus Seiffen? Nun soll nach dem Willen des Verbandes Erzgebirgischer Kunsthandwerker und Spielzeughersteller die ganze Region in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen werden. Das teilte das sächsische Kulturministerium in Dresden mit. Über die Aufnahme entscheidet die KMK voraussichtlich im Frühjahr 2025.
https://medienservice.sachsen.de

Notfallallianz Kultur
Die Notfallallianz Kultur der Kulturstiftung der Länder hat einen Sonderfonds »Kultur in Hochwassergebieten« eingerichtet. Damit sollen im Hochwasserfall die »Bergung, Erstversorgung, Konservierung und Restaurierung von bedeutendem Kulturgut« gefördert werden. Der Fonds richtet sich an gemeinnützige und öffentlich zugängliche Kultureinrichtungen. Pro Projekt können bis zu 5.000 Euro beantragt werden.
www.weltkunst.de

Onlinenutzung-Sättigung
In Deutschland verbringen die Menschen erstmal seit Jahren weniger Zeit online. Laut einer Studie der Postbank sank 2023 die durchschnittliche wöchentlichen Online-Dauer auf 69 gegenüber 71 Stunden noch 2022. Der Rückgang betrifft vor allem die Menschen zwischen 18 und 39 Jahren, die zuvor noch 85 Stunden online waren. 17 Prozent der Befragten planen zudem, ihre Internetnutzung weiter zu reduzieren.
www.postbank.de

NRW plant Zukunftsdorf
Das bereits leergezogene, aber nun doch nicht dem Bagger zum Opfer fallende Braunkohlen-Dorf Morschenich-Alt soll Zukunftsdorf werden. Laut NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach soll die Wiederbelebung des Ortes mit rund 56 Mio. Euro gefördert werden. Insgesamt ist geplant, sechs frühere Braunkohle-Dörfer des rheinischen Reviers im Rahmen des vorzeitigen Kohleausstiegs 2030 zu reaktivieren.
www.land.nrw/pressemitteilung

Rettet die Junge Sparte
Das Landestheater Eisenach beabsichtigt, seine Junge Sparte zur kommenden Spielzeit 2024/25 aus Kostengründen zu schließen. Der deutsche Zweig von ASSITEJ (Association internationale du théâtre pour l’enfance et la jeunesse) hat dagegen in einem offenen Brief protestiert. Darin heißt es: »Junges Theater ist essenziell für die kulturelle Teilhabe von Kindern, Jugendlichen sowie deren Familien … und stärkt das Demokratieverständnis«.
www.jungespublikum.de

Niedersachsen fördert Kulturprojekte
Die Stiftung Niedersachsen fördert landesweit 54 Kulturprojekte. Insgesamt werden 1,2 Mo. Euro bereitgestellt. Zu den unterstützten Maßnahmen gehören u.a. das Projekt »Sportstätten als Erinnerungsorte« der Ostfriesischen Landschaft, die Provenienzforschung an den Museen Stade und die Neugestaltung der ägyptischen Dauerausstellung am Roemer- und Pelizaeus-Museum in Hildesheim.
www.stnds.de