Kurznachrichten


(Aktualisiert am 04.11.2019)

Numismatisches Brexit-Opfer
Die britische Regierung hatte sie angesichts des bevorstehendes EU-Austritts schon in Auftrag gegeben: eine 50 Pence-Münze, auf der das Brexit-Datum 31. Oktober 2019 eingraviert war. Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen in Sachen Austrittstermin wurde die Produktion der Gedenkmünze nun gestoppt. Bereits geprägte Münzen dürften in den Schmelztiegel wandern.
www.n-tv.de

Nobelpreisgeld für Stiftung
Die polnische Literaturnobelpreisträgerin (2018) Olga Tokarczuk will mit ihrem Preisgeld eine Stiftung zur Unterstützung von Schriftstellern und Übersetzern gründen. Die Stadt Wroclaw (Breslau) hat sich bereit erklärt, dafür eine Villa zur Verfügung zu stellen, in der künftige Stipendiaten aus aller Welt residieren und arbeiten können. In das Projekt eingebunden ist zudem das dortige Literaturhaus.
www.buchreport.de

Prager Welterbestatus gefährdet
Der Massentourismus in der tschechischen Hauptstadt gefährdet schon länger den Prager Welterbestatus. Doch nun hat der Plan, neue Hochhäuser in der sogenannten Pufferzone in der Nähe des Altstadtrings zu errichten, das Fass zum Überlaufen gebracht. Die Unesco sieht den Welterbestatuts des historischen Zentrums ernsthaft in Gefahr und hat in einem Brandbrief an die Stadtverwaltung auf die drohenden Konsequenzen hingewiesen.
www.unesco.de

BBC altert
Der öffentliche Rundfunk in Großbritannien verliert zunehmend das junge Publikum. Wie die Aufsichtsbehörde Ofcom mitteilte, nutzt nur noch knapp die Hälfte der Sechzehn- bis Vierundzwanzigjährigen das BBC-Fernsehangebot, das in der Standardlizenz 154,50 Pfund je Haushalt kostet. Ähnlich wie auf dem europäischen Kontinent auch dominieren bei den Jugendliche Online-Dienste wie Youtube, Netflix, Amazon oder Sky.
www.bbc.com

Kulturrat Österreichs stellt Forderungen
Angesichts der laufenden Koalitionsverhandlungen hat der österreichische Kulturrat Mindestanforderungen an das Kunst- und Kulturprogramm der zukünftigen Regierung formuliert. Zu den Forderungen gehören u.a. ein eigenständiges Kulturministerium, eine Förderungsoffensive für Kunst und Kultur, mehrjährige Förderverträge und eine grundlegende Verbesserung der sozialen Absicherung von Kunst- und Kulturschaffenden.
www.kulturrat.at

Deutsch-Polnischer Filmfonds fördert
Der Deutsch-Polnische Filmfonds hat seine neuesten Förderentscheidungen bekanntgegeben. Danach erhalten vier Filmprojekte insgesamt 350.000 Euro. Von den Geldern profitieren Koproduktionen in Halle (Saale) und Krakau, Leipzig und Warschau sowie Berlin und Warschau. Nächster Einreichtermin für Anträge auf Entwicklungs- und Produktionsförderung für deutsch-polnische Filmvorhaben ist der 13.12.2019.
www.ffa.de

Wifi4EU
Die Europäische Kommission hat die Ergebnisse der dritten Bewerbungsrunde für das Programm »Wifi4EU« veröffentlicht. Danach nehmen in Deutschland 142 Kommunen neu an der WLAN-Förderung durch die EU teil. Sie erhalten jeweils Gutscheine über 15.000 Euro, um ein kostenloses WiFi-Netz im öffentlichen Raum einzurichten. Insgesamt stehen für die digitale Offensive der EU bis 2020 120 Mio. Euro zur Verfügung.
https://wifi4eu.ec.europa.eu

Erfolgreiche Provenienzrecherche
Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) prüfen seit 2008 ihre Bestände auf rechtmäßige Herkunft. Im Zuge der entsprechenden Provenienzrecherche konnten bisher 660 Objekte der NS-Raubkunst den rechtmäßigen Erben zurückgegeben werden. Weitaus mehr Artefakte (8.130), die im Zuge sozialistischer Enteignungen in die Museen gelangten, fanden ebenfalls zurück zu ihren vormaligen Eigentümern.
www.skd.de

Kölns römisches Bibliothekserbe
Bereits 2017 waren im Zuge eines Erweiterungsbaus des kirchlichen Antoniter Quartiers in der Kölner Innenstadt Reste einer römischen Bibliothek aus dem 2. Jahrhundert nach Christus freigelegt worden. Nun werden erstmalig Fundstücke aus der »ersten römischen Bibliothek nördlich der Alpen« dem Publikum präsentiert. Geplant ist, einen Teil des zweistöckigen Gebäudes der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
www.domradio.de

Jugend-Tanz-Company
Nicht nur das Sprechtheater bemüht sich zunehmend um den jugendlichen Nachwuchs, auch die Tanzsparte hat den Nutzen kulturpädagogischer Rekrutierungsarbeit entdeckt. So können demnächst am Theater Hagen Jugendliche ab 16 Jahren im Projekt »iMOVE HA« ihre Lust an der Bewegung ausleben. Die Künstlerische Leitung des Balletts Hagen castet dazu 12 bis 15 junge Menschen, die Teil der jungen Company werden.
www.theaterhagen.de

Musikalische Zukunftsarbeit
Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) fördert neue Konzepte in der Musik. Nachwuchschöre und Ensembles der Neuen Musik können sich ab sofort für eine vierjährige Konzeptionsförderung von 2020 bis 2023 bewerben. Ziel der Förderung ist es, die Umsetzung eines nachhaltigen Entwicklungskonzepts zu ermöglichen. Insgesamt stellt das MWK hierfür jährlich 135.000 Euro zur Verfügung.
www.mwk.niedersachsen.de

Karnevalskunst
Der 11.11. steht vor der Tür, und die rheinischen Jekken machen sich Gedanken über die Gestaltung der neuen Karnevalsorden. Die Düsseldorfer Prinzengarde Blau-Weiß setzt seit Jahren auf professionelle Hilfe. So wird in diesem Jahr die US-amerikanische Künstlerin Rita McBride den neuen Karnevalsorden entwerfen. In den Vorjahren mit dabei waren u.a. Markus Lüpertz, Heinz Mack, Günther Uecker und Katharina Sieverding.
www.prinzengarde-blau-weiss.de