Kurznachrichten


(Aktualisiert am 11.09.2019)

EU-Kommission weiblicher
Die neue EU-Kommission wird fast zur Hälfte weiblich besetzt sein. Das gab Kommissionschefin Ursula von der Leyen bekannt. Danach sind von den insgesamt 27 vorgeschlagenen Mitgliedern 13 weiblich und 14 männlich. Das letzte Wort hat allerdings das EU-Parlament, das in verschiedenen Anhörungen die Kandidaten noch offiziell bestätigen muss.
www.faz.net

Literaturzug nach Frankfurt
Zur Eröffnung der Frankfurter Buchmesse am 15. Oktober reist ein eigener Literaturzug in die Main-Metropole. Neben Kronprinzessin Mette-Marit bringt er namhafte Schriftsteller*innen zur Messeeröffnung. Insgesamt sind etwa 100 norwegische Autor*innen in Frankfurt vertreten. Das diesjährige Motto der Buchmesse lautet: »Der Traum in uns«, der auch per Audio und Bewegtbild in Szene gesetzt wird.
www.buchmesse.de

Preis der Stiftung Buchkunst
Die Publikation »Name Waffe Stern. Das Emblem der Roten Armee Fraktion« erhält den mit 10.000 Euro dotierten Preis der Stiftung Buchkunst. Das am Institut für Buchkunst in Leipzig entstandene Werk geht auf eine Diplomarbeit der Gestalter zurück und widmet sich der »Frage nach der programmatischen Bedeutung des Emblems der Roten Armee Fraktion«. Ausgewählt wurde der Siegertitel aus den 25 nominierten »Schönsten Deutschen Büchern«.
www.buchreport.de

DDR im Privatfilm
Nahezu 30 Jahre nach dem Mauerfall erlebt der Alltag in der DDR eine mediale Wiederauferstehung. Gut 400 Stunden davon, auf Schmalfilm gebannt, sind ab dem 23. September online abrufbar. Es handelt sich um Privataufnahmen von 149 Familien aus der Zeit zwischen 1949 und 1990, die im Auftrag eines schwedisch-deutschen Filmproduzenten und eines kanadischen Politikwissenschaftlers zusammengetragen wurden.
www.open-memory-box.de

»Fund des Jahres«
Der archäologische »Fund des Jahres« 2018 stammt aus einer Höhle der Schwäbischen Alb und ist ein etwa 40.000 Jahre alter Reibestein, der zur Herstellung von Ockerpulver benutzt wurde. Unsere Vorfahren nutzen die kräftige Farbe gern für die Verzierung des eigenen Körpers. Das Artefakt ist bis zum Frühjahr 2020 im Urgeschichtlichen Museum in Blaubeuren zu besichtigen.
www.swr.de

Innovationsstau bei Taschenbüchern
Neue Taschenbücher werden immer seltener auf den Markt gebracht. Wie aus der Branche verlautete, erschienen im ersten Halbjahr 2019 rund 3 Prozent weniger neue Titel als noch ein Jahr zuvor. Der moderate Rückgang lässt indes den Buchhandel aufatmen. Mit einem Minus von rund 9 Prozent zählte des Jahr 2018 bisher zu den innovationsfeindlichsten der Taschenbuchbranche.
www.buchreport.de

Ökologische Überreaktion
Luftballons gehören gemeinhin zu jedem Kindergeburtstag, kommen aber auch in Grundschulen, Kitas und Standesämtern gern zum Einsatz. Nun hat die Stadt Gütersloh als bundesweit erste Kommune ein Verbot von Gasluftballons ausgesprochen. Betroffen sind alle städtischen Veranstaltungen. Vorbild dafür sind die Niederlande, in denen bereits in 17 Kommunen ein derartiges Verbot gilt, um gegen die Umweltverschmutzung vorzugehen.
www.wz.de

Stagediving im Rollstuhl!
Unter diesem Motto treffen sich jedes Jahr beim Wacken Open Air Rollstuhlfahrer in der »Wheels auf Steel Area«. Das Festival zeichnet sich durch eine behindertengerechte Infrastruktur aus, die auch Blinde, Hörgeschädigte, psychisch Kranke und andere Menschen mit Handicap anspricht. Hintergrund sind die persönlichen Erfahrungen einer der Festivalorganisatoren, der seit einem Unfall selbst auf den Rollstuhl angewiesen ist.
www.deutschlandradio.de

Kooperativer Kulturföderalismus
Die Bundesländer Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und das Saarland wollen sich zukünftig gemeinsam um die Pflege von Gräbern deportierter Juden im französischen Gurs kümmern. Dorthin wurden im Oktober 1940 rund 6.500 Deutsche jüdischen Glaubens aus der Region deportiert, von denen die Mehrzahl im Lager umkam. In der Nähe des Lagers soll zudem ein Dokumentationszentrum entstehen.
www.gedenkorte-europa.eu

Hochhaus-Renaissance
Galten sie lange Zeit als verpönt, erleben Hochhäuser derzeit eine städtebauliche Renaissance. Aktuell hat der Magdeburger Stadtrat beschlossen, ein eigenes Hochhauskonzept zu erstellen. Ziel ist, die Silhouette der Kommune »geordnet« zu verändern. Dabei orientiert man sich an der Höhe des ersten Magdeburger Hochhauses von 1932, das es auf 45 Meter brachte. Der Dom soll indes höchster Punkt der Stadt bleiben.
www.german-architects.com

Kulturhauptstadt-Bewerbungskampagne
Nach RUHR.2010 stellt 2025 wieder eine deutsche Kommune die Europäische Kulturhauptstadt. Noch im Rennen sind Hildesheim, Hannover, Nürnberg, Zittau, Chemnitz, Dresden und Magdeburg. Hannover hat sich nun einen besonderen »Kick« einfallen lassen. Die Leine-Metropole lässt ihre Bewerbung zur Kulturhauptstadt Europas als Roman schreiben. Der Titel steht schon: »Hannover 2025 – Agora of Europe«.
https://presse.hannover-stadt.de

Thomaner-Gender-Streit
Im Streit um die Zulassung von Mädchen in den Leipziger Thomanerchor kann die Klägerseite einen ersten Teilerfolg für sich verbuchen. Wie die Rechtsanwältin des betroffenen Mädchens mitteilte, wurde ihre Mandantin offiziell zum Vorsingen eingeladen. Kurz zuvor war dessen Bewerbung mit dem Hinweis auf Tradition des Hauses und unpassende Stimmlage noch abgewiesen worden.
www.mdr.de