Clubkultur stärken! Kulturpolitik zwischen Freiraum, Stadt und Governance
Clubs sind Motoren kultureller Innovation, Orte der Begegnung und Impulsgeber für eine lebendige Stadtentwicklung. Sie fördern musikalische Vielfalt, schaffen Freiräume für neue künstlerische Ausdrucksformen und prägen das kulturelle Profil von Städten. Gleichzeitig stehen sie unter wachsendem Druck: steigende Mieten, Nutzungskonflikte, Lärmschutz, Flächenkonkurrenz und komplexe Genehmigungsverfahren gefährden vielerorts ihre Existenz.
Wie kann Clubkultur als kulturelle Infrastruktur nachhaltig gesichert werden? Welche politischen Rahmenbedingungen braucht sie? Und wie können Kommunen, Kulturpolitik, Verwaltung und Clubszene gemeinsam die Zukunft urbaner Nachtkultur gestalten?
Die dreiteilige Webtalk-Reihe der Kulturpolitischen Gesellschaft bringt Expert*innen aus Kulturpolitik, Verbänden, Verwaltung und Clubszene zusammen. Sie diskutiert aktuelle Herausforderungen und zeigt Perspektiven für eine zukunftsfähige Club-Entwicklung auf – von der kulturpolitischen Anerkennung über geeignete Rahmenbedingungen bis hin zu Formen der Night Governance.
Die WebTalks finden an drei aufeinanderfolgenden Dienstagen jeweils von 16.30 bis 18.00 Uhr statt. Die Teilnahme an den WebTalks ist kostenlos, wir bitten aber um eine Anmeldung über unser Online-Formular.
# clubsAREculture
Global-lokale Musiken sind kein einheitliches Genre, sondern eine Vielfalt musikalischer Traditionen, Gegenwarten und Verflechtungen. Mit einer dreiteiligen Webtalk-Reihe wird der Frage nachgegangen, wie diese Vielfalt kulturpolitisch wahrgenommen, gefördert und institutionell verankert werden kann. Globale-lokale Musiken verbinden musikalische Traditionen, Gegenwart und lokale Lebenswelten. Sie entstehen durch Austausch und Migration und prägen unsere Gesellschaft. Doch wie findet diese Vielfalt Eingang in kulturpolitische Entscheidungen, Förderprogramme und Kulturinstitutionen?
Die Kulturpolitische Akademie nimmt sich des Themas an, weil musikalische Vielfalt auch eine Frage von Anerkennung, Teilhabe und Ressourcenverteilung ist. Welche Musik wird öffentlich gefördert, welches Wissen zählt und wer kann mitentscheiden? Die Reihe schafft Raum, bestehende Strukturen zu hinterfragen und Perspektiven für eine Kulturpolitik zu entwickeln, die der Vielfalt musikalischer Praxis gerecht wird.
In Kooperation mit albaKULTUR führt die dreiteilige Webtalk-Reihe von der historischen Einordnung über Förder- und Bildungsstrukturen bis zu konkreten Veränderungsansätzen. Sie verbindet Erfahrungen aus der Musikpraxis mit kulturpolitischer Reflexion und fragt, wie ein lebendiges musikalisches Ökosystem langfristig gestärkt werden kann.
Leiterin des Instituts für Kulturpolitik der Kulturpolitischen Gesellschaft e.V.
Tel.: 0228 20167–22