Change the system. Kulturelle Bildung braucht einen Strukturwandel in Kulturorganisationen

23.11.2021, 16.30–17.45 Uhr

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Es ist Handlungsbedarf angesagt: Während Kultureinrichtungen weithin noch damit beschäftigt sind, ihre bewährten Angebote via Streaming an ihre Nutzer*innen zu bringen, befindet sich das kulturelle Verhalten im Kontext des postdigitalen Wandels in einem tiefgreifenden Veränderungsprozess. Welche Auswirkungen hat der Strukturwandel in Kulturorganisationen und das sich verändernde Publikumsverhalten auf die Angebote Kultureller Bildung? Welche neuen Formate, Kommunikations- und Interaktionsformen werden in den digital vermittelten Kulturräumen eingeübt und gebraucht? Und was bedeutet das für analoge Vermittlungsangebote vor Ort? Welche Auswirkungen haben diese Entwicklungen auf die Öffnung von Kultureinrichtungen und die Gewinnung neuer Publikumsgruppen?

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I.      Nachhaltiger Strukturwandel: Kulturelle Bildung Quo Vadis?
         Prof. Dr. Susanne Keuchel, Direktorin der Akademie der Kulturellen Bildung des Bundes und des Landes NRW und                    Vorsitzende der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ)

II.      Beginnen wir von vorn – Thesen zur Kulturinstitution als digital-analoger Kulturraum
         Christoph Deeg, Gestalter des digital-analogen Lebensraumes – Berater für digitale Transformation, Gamification und              digital-analoge Kulturstrategien

III.     Wie lernen wir, Zukunft wieder zu denken? Kollaboration als Organisationsform
         Jasmin Vogel, Vorständin bei Kulturforum Witten

Susanne Keuchel, Soziologin und Musikwissenschaftlerin, ist Direktorin der Akademie der Kulturellen Bildung des Bundes und des Landes e. V., Präsidentin des Deutschen Kulturrats und Vorsitzende der Bundesvereinigung für kulturelle Kinder- und Jugendbildung e.V. (BKJ) und in der Gremienarbeit weiterer sozialpolitischer Einrichtungen aktiv. Sie ist Honorarprofessorin am Institut für Kulturpolitik der Universität Hildesheim. Ihre Arbeitsschwerpunkte und Publikationsthemen sind, neben der empirischen Kulturforschung, die Anwendung neuer Technologien im Kulturbereich, die Kulturelle Bildung und die Diversität.

Christoph Deeg beschreibt sich selbst als „Gestalter des digital-analogen Lebensraums“. Er ist Berater für die Bereiche Digitale Transformation, Gamification und digital-analoge Kulturräume. In diesem Zusammenhang berät und begleitet er im In- und Ausland Institutionen und Organisationen bei der Entwicklung umfassender digital-analoger Gesamtstrategien und realisiert auf Spiellogiken basierende Transformationsprozesse. Der studierte Jazz-Musiker, Barbecue-Fan und Vinyl-Sammler sieht sich selbst als digital-analogen Grenzgänger zwischen Kultur, Wirtschaft und Bildung.

Jasmin Vogel leitet seit 2019 als Vorständin das Kulturforum in Witten. Seit über einem Jahrzehnt ist sie im Kultursektor tätig und hat verschiedene Innovationsprogramme zur (digitalen) Transformation von Kultureinrichtungen verantwortet, dazu zählt u.a. das EU–Projekt smARTplaces. In Witten liegt ihr Fokus auf der praxisorientierten Erprobung neuer Governance- und Geschäftsmodelle für den Kultursektor, die ausgehend von der Agenda 2030 zu einer größeren Diversität, Digitalität und Transformationsfähigkeit innerhalb der Organisationen führen und damit in Zukunft eine nachhaltige und resiliente Kulturinfrastruktur gewährleisten sollen.