Konzeptförderung Soziokultureller Zentren in NRW


Bei diesem Projekt handelt es sich um die Begleitung und Evaluation eines gleichnamigen Förderprogramms, das die Landesregierung NRW im Jahr 2006 ins Leben gerufen und mit 250.000 Euro ausgestattet hatte. Ziel des Programms war und ist die künstlerische Profilierung der Soziokulturellen Zentren in Nordrhein-Westfalen. Sechs (seit 2012 acht) Zentren erhalten seitdem auf Antrag für jeweils drei Jahre eine Projektförderung in Höhe von 40.000 Euro, um diesen Anspruch umzusetzen. Die Mittel werden öffentlich ausgeschrieben; eine Jury unabhängiger ExpertInnen wählt geeignete Projekte bzw. Konzepte aus. Das IfK war zunächst mit der konzeptionellen Vorbereitung (Fördergrundsätze, Leitfaden für die Antragstellung, Förderkriterien, Geschäftsordnung der Jury etc.) und der praktischen Abwicklung des Vergabeverfahrens (Aufbereitung der Anträge, Vorbereitung, Leitung und Protokollierung der Jurysitzungen, Auswertung der Jahresberichte der geförderten Projektträger, Erfahrungsaustausch der Fördermittelempfänger) betraut und übernimmt diese Aufgaben weiterhin.

Im Berichtszeitraum standen zunächst die Vorbereitungen für die vierte Ausschreibungsrunde an, sodann die Vorbereitungen für das Auswahlverfahren von Aufbereitung der Förderanträge bis zur Jurysitzung. Neben der Auswertung der Zentrenberichte galt es, einige Treffen der Förderempfänger zu organisieren, besteht doch das Bedürfnis nach Kommunikation und Austausch auch untereinander.

Im Verlauf der letzten zehn Jahre haben mehrere Zentren Erfahrungen damit sammeln können, sich im Stadtteil stärker zu positionieren oder Aktionen in den Stadtteil zu verlegen. Zielsetzungen hierfür waren sowohl im Marketing (»Wir wollen bekannter werden und neue Besucher generieren.«) zu sehen wie in der künstlerischen Intervention (mit vorgeschalteter Recherche). Auch Kunstproduktion und Befähigung spielen eine Rolle. Jedoch ist es offenbar gar nicht so einfach, Leute im Stadtteil zum Mitmachen an einer künstlerischen Aktion zu bewegen, dazu, sich auf etwas Experimentelles einzulassen oder zu Selbsttätigkeit anzustiften. bzw. allgemein Interesse zu generieren. So waren einige Versuche nur mäßig erfolgreich, brachten jedoch einige hilfreiche Erfahrungen und nachhaltige Kontakte zu Künstlern, was ohne die Stütze durch die Konzeptförderung nicht möglich gewesen wäre.

Die aktuelle Förderperiode endet im Sommer 2018. Die Begleitung des Förderprogramms geschieht in Kooperation mit der LAG Soziokultureller Zentren NRW, Norbert Sievers und Franz Kröger sind dafür verantwortlich.


Projektleitung
Franz Kröger

Laufzeit
01/2019 bis 12/2019