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Der Klimawandel ist eine der größten gesellschaftlichen Herausforderungen und erfordert zeitnah ein konzeptbasiertes und konsequentes Handeln. Auch der Kulturbereich ist gefordert, die dafür notwendigen Transformationen kultureller Infrastrukturen einzuleiten und neue Wege zu definieren, um eine positive Zukunft zu ermöglichen. Aus Sicht der Kulturpolitischen Gesellschaft handelt es sich hierbei auch um eine kulturpolitische Aufgabe, da dafür ein Paradigmenwechsel in der Kultur(förderungs)politik notwendig ist. Denn die große Transformation setzt ernsthafte strukturelle Anpassungen voraus – verbunden mit neuen Funktionsstellen, Kompetenzen, Beratungs- und Unterstützungsleistungen. Das Zukunftsforum für eine klimaverantwortliche Kulturpolitik will diese Aspekte einmal ergründen und neue Herangehensweisen zur Diskussion stellen.

In diesem Zusammenhang wird in den vergangenen Jahren intensiv darüber diskutiert, ob der postdigitale Wandel einen Beitrag für einen Kulturwandel zur Nachhaltigkeit leisten kann. Daran anknüpfend stellt sich aber die Frage, wie Digitalisierung und Nachhaltigkeit zukunftsweisend in einen Dialog treten können. Die Wechselverhältnisse wurden im Projekt „Digitalität als Treiber einer Nachhaltigkeitskultur“ (von März 2021- Oktober 2022 im Rahmen der Verbändeförderung des Umweltbundesamts gefördert) verhandelt und zur Diskussion gestellt, um Potentiale und Herausforderungen für den Kulturbereich abzuleiten. Der erste Teil des Zukunftsforums widmet sich dem Projektabschluss und reflektiert die Ergebnisse des Prozesses und die damit verbundenen Potentiale für den Kulturbereich.

Mit diesem Wissen soll in einer anschließenden Podiumsdiskussion ab 18.30 Uhr der notwendige Paradigmenwechsel in der Kulturpolitik diskutiert werden. Auf dem Podium sitzen Kulturpolitiker*innen, Vertretungen von Kulturverwaltungen sowie aus der Kunst und Wissenschaft. Im gemeinsamen Austausch werden Fragen nach den notwendigen Weichenstellungen, noch vorhandenen Handlungsspielräumen und dafür notwendige Selbstverständnisse in den Blick genommen. Abschließend gibt es bei einem Empfang auf Einladung des Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW die Möglichkeit zur Vernetzung und weiteren Reflexion.

Mitglieder der Kulturpolitischen Gesellschaft e.V. treffen sich am folgenden Tag, am 15. Oktober 2022 von 10:00- 16:00 Uhr zur 19. Ordentlichen Mitgliederversammlung. Den dringend nötigen Wandel gemeinsam zu gestalten wird die Arbeit der Kulturpolitischen Gesellschaft in den kommenden Jahren weiterhin bestimmen. Daher wird im Rahmen der Mitgliederversammlung, neben statutarischen Belangen, auch die Gelegenheit ergriffen, um ökonomische, ökologische und soziale Veränderungen und ihre Auswirkungen auf die Kulturpolitik zu reflektieren und diese in strategische Überlegungen einfließen zu lassen.

PROGRAMM

14 Uhr Begrüßungen
   Dr. Tobias J. Knoblich, Präsident der Kulturpolitischen Gesellschaft e.V.
   Dr. Michael Reitemeyer, Gruppenleiter im Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW
   Christian Löwe, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Umweltbundesamt

Digitalität als neuer Treiber einer Kultur der Nachhaltigkeit – Abschlusssymposium (von 14–18 Uhr)

   Gesamtmoderation: Dr. Uta Atzpodien, Kulturpolitische Gesellschaft e.V.

14:15 Uhr Auftaktimpuls
Digitalität als neuer Treiber einer Kultur der Nachhaltigkeit
   Dr. Henning Mohr, Leiter des Instituts für Kulturpolitik der Kulturpolitischen Gesellschaft e.V.

   Dr. Ralf Weiß, Geschäftsführer des Büros für Innovation und Wandel REFLEXIVO
   Dr. Uta Atzpodien, wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der Kulturpolitischen Gesellschaft e.V.

14:30 Uhr Gesprächsrunde I
Kaleidoskop einer Kultur der Nachhaltigkeit: Visionen, Kollaborationen & Next Practice
   Moderation: Dr. Ralf Weiß, Geschäftsführer des Büros für Innovation und Wandel REFLEXIVO

Teilnehmer*innen
   Dr. Michael Reitemeyer, Gruppenleiter im Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW
   Eva Leipprand
, Schriftstellerin, Kulturpolitikerin
   Christian Steinau, wissenschaftlicher Mitarbeiter der LMU München
   Achim Könneke, Referent für Kultur der Stadt Würzburg
   Jasmin Vogel, Vorständin des Kulturforum Witten

15:45 Uhr Pause

16:15 Uhr Keynote
Die digitale Transformation nachhaltig gestalten: Optionsräume des Miteinanders
   Christoph Deeg, Berater und Speaker zur digitalen Transformation

16:30 Uhr Gesprächsrunde II
Perspektiven und Chancen: Digitalität als Quellcode der Nachhaltigkeit?
   Moderation: Prof. Dr. Martin Zierold, Leiter des Instituts für Kultur- und Medienmanagement der Hochschule für Musik und Theater Hamburg

Teilnehmer*innen
   Nicola Bramkamp, Künstlerische Leitung SAVE THE WORLD
   Christian Löwe, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Umweltbundesamt
   Christoph Deeg, Berater und Speaker zur digitalen Transformation
  Dr. Sophie Pfaff, Projektmanagerin Culture4Climate

17:45 Uhr Ausblicke
Teilnehmer*innen
   Dr. Henning Mohr, Leiter des Instituts für Kulturpolitik der Kulturpolitischen Gesellschaft e.V.
   Dr. Ralf Weiß, Geschäftsführer des Büros für Innovation und Wandel REFLEXIVO
   Dr. Uta Atzpodien, wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der Kulturpolitischen Gesellschaft e.V.

Kulturpolitisches Abendprogramm (18-22 Uhr)

18:30 Uhr Podiumsdiskussion
»Klimaverantwortung in der Kulturpolitik«

Teilnehmer*innen
   Gonca Türkeli-Dehnert, Staatssekretärin im Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW
   Erhard Grundl, MdB, Ausschuss für Kultur und Medien
   Helge Lindh, MdB, Kulturpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion
   Nicola Bramkamp, Künstlerische Leitung SAVE THE WORLD
   Dr. Tobias Knoblich, Präsident der Kulturpolitischen Gesellschaft e.V.
   Dr. Ralf Weiß, Geschäftsführer des Büros für Innovation und Wandel REFLEXIVO

20 Uhr  Abendempfang (bis 22 Uhr)