Foren am Donnerstag, 29.9.2022

1. Runde: 11.30 bis 13.15 Uhr

»Förderstrategien und Programme«

Forum 1: »Kulturschaffende in ländlichen Räumen stärken«

Die Länder fördern – in Ergänzung zu den Kommunen – Kunst, Kultur und Kulturschaffende und entwickeln dafür verschiedene Instrumente: Fonds, Programme, Stiftungen, Förderrichtlinien etc. Reagieren diese auf die besonderen Bedarfe von Künstler*innen und Kulturschaffenden in ländlichen Räumen? Welche Bedarfe sind dies? Wie können Künstler*innen und Kulturschaffende in ihrem Wirken unterstützt werden, so dass sie auch einen Beitrag zur Vitalität ihrer Region leisten können? Vor dem Hintergrund gesellschaftlicher und struktureller Wandlungsprozesse in ländlichen Räumen stehen neue wie alte Konzepte der Strukturförderung, der Innovations- und Pro-zessförderung oder der Investitionsförderung (Stichworte: Nachhaltigkeit, Barrierefreiheit) zur Diskussion.

  • Olaf Martin, Geschäftsführer, Landschaftsverbandes Südniedersachsen e.V.
  • Markus Daum, Programmleiter, LandKulturPerlen, Landesvereinigung Kulturelle Bildung Hessen e.V.
  • Imke Freiberg, Vorsitzende, Landesverband Soziokultur Mecklenburg-Vorpommern und Leiterin des St. Spiritus Sozio-Kulturelles Zentrums der Stadt Greifswald
  • Moderation: Dr. Beate Kegler, KULTURKONZEPTE


Forum 2: »Künstlerische Interventionen auf dem Land«

Das Konzept der künstlerischen Intervention setzt auf Perspektivwechsel – für den Kontext der Tagung insbesondere relevant: neue Perspektiven auf ländliche Orte und Räume. Professionelle Kunst- und Kulturschaffende agieren temporär in Dörfern und Städten und motivieren Kinder, Jugendliche, Erwachsene mit partizipativen Ansätzen zu neuen Sichtweisen auf ihr Leben und ihr Umfeld: neue Ansichten, neue Wege, neue Inhalte. Welche Ansätze werden erprobt zwischen Animation, Irritation, Konfrontation? Wer sind die Akteur*innen, wer wirkt mit, wer nicht? Was entsteht und was bleibt, wenn die Künstler*innen weg sind? Wie können fruchtbare Prozesse nachhaltig gefördert werden? Welche Erfahrungen gibt es mit Residenzprogrammen und vergleichbaren Förderformaten?

  • Miriam Tscholl , freie Regisseurin sowie Leiterin X-Dörfer an der Bürgerbühne des Staatsschauspiel Dresden
  • Ton Matton, MattonOffice indie Urbanists
  • Dr. Dorothea Lübbe, Regisseurin, Junges Staatstheater Berlin, Bürgerbühne Altmark
  • Moderation: David Adler, Leitung, Kulturlandbüro Uecker-Randow


Forum 3: »Regionale Vernetzungs- und Beratungsstellen«

Regionale Vernetzung ist für Kulturschaffende und Kultureinrichtungen in ländlichen Räumen von großer Bedeutung, um Wissen und Ideen auszutauschen, Ressourcen zu bündeln und Pro-jekte zu entwickeln. In den Ländern werden unterschiedliche Modelle von Vernetzungsstrukturen erprobt bzw. teils seit Jahrzehnten betrieben, die in unterschiedlicher Weise Kulturakteur*innen in ländlichen Räumen unterstützen, beraten oder fördern. Welche Trägerformen haben sich für welche Aufgaben bewährt bzw. was funktioniert unter welchen Bedingungen nicht? Zeichnen sich im Zuge des gesellschaftlichen Wandels neue Aufgaben ab und müssen dafür neue Selbst-verständnisse, neue Vernetzungs- und Beratungsformate entwickelt werden?

  • Marion Schael, Vorstandsvorsitzende, Kunst- und Kulturrat Vorpommern-Rügen e.V. und Kaufmännische Leitung, Kunstmuseum Ahrenshoop e.V.
  • Dr. Herle Forbrich, stellv. Akademieleiterin und Projektleiterin »Kulturknotenpunkt Nordwest«, Nordsee Akademie
  • Joachim Mühle, Kultursekretär, Kulturraum Niederschlesien-Oberlausitz, Kulturamtsleiter Landkreis Görlitz
  • Moderation: Harriet Völker, Programmreferentin, TRAFO – Modelle für Kultur im Wandel