Nachrichten aus der Kulturpolitischen Gesellschaft und dem Institut für Kulturpolitik

Kulturpolitik ist vor allem auch Personalpolitik

Erklärung der Kulturpolitischen Gesellschaft zur Ernennung von Isabel Pfeiffer-Poensgen als neue Ministerin in Nordrhein-Westfalen

Der Präsident der Kulturpolitischen Gesellschaft Prof. Dr. Oliver Scheytt begrüßt die Benennung von Isabel Pfeiffer-Poensgen als »Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalens« mit folgenden Worten: »Mit der Benennung von Isabel Pfeiffer-Poensgen als neue Ministerin wird einmal mehr deutlich, dass Kulturpolitik vor allem auch Personalpolitik ist. Ministerpräsident Armin Laschet hat mit dieser Personalie Fachkunde in der Kultur und Leidenschaft für die Künste den Vorzug gegeben und damit auf einen Schlag Personal- und Strukturdebatten in der Kulturpolitik des Landes NRW mit einem klugen Federstrich im Sinne der Kulturpolitik entschieden.« Gelungen sei auch die Kombination an der Spitze des Hauses, seien doch mit dem politisch erfahrenen und bestens vernetzen Staatssekretär Klaus Kaiser die personellen Weichen bestens gestellt.

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Wissenschaftliche ProjektmitarbeiterIn gesucht

Die Kulturpolitische Gesellschaft sucht für ihr Institut für Kulturpolitik zum 1. August 2017 oder früher eine(n) Wissenschaftliche(n) Mitarbeiter(in) (m/w).

Die gesuchte Person soll mit ihren wissenschaftlichen Kompetenzen im Projekt »Neue Methoden und Formate der projektbezogenen soziokulturellen Arbeit unter besonderer Berücksichtigung von interkulturellen (Flüchtlings-)Projekten« mitarbeiten. Idealerweise sollte sie über fundierte Erfahrungen in empirisch angelegten wissenschaftlichen Forschungsprojekten insbesondere im Bereich der kulturellen Bildung, der Soziokultur oder allgemein der kulturellen Projektarbeit und über Methodenkenntnisse in diesen Praxisfeldern verfügen. Die Stelle wird in Anlehnung an die Entgeltgruppe 13 TV-B vergütet.

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Welt.Kultur.Politik. Kulturpolitik und Globalisierung

9. Kulturpolitischer Bundeskongresses mit großem Erfolg durchgeführt

Mit über 300 TeilnehmerInnen und zusätzlich über 70 Mitwirkenden hat der 9. Kulturpolitische Bundeskongress »Welt.Kultur.Politik. – Kulturpolitik und Globalisierung« der Kulturpolitischen Gesellschaft und der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb am 15./16. Juni stattgefunden. In ihren Grundsatzreden plädierten Kulturstaatsministerin Prof. Monika Grütters und Außenminister Sigmar Gabriel für eine »Kulturpolitik für eine Kultur der Verständigung« (Grütters) und eine »zweite Aufklärung« (Gabriel). Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, der am Vorband zu einem Empfang ins Schloss Bellevue eingeladen hatte, sprach sich für eine Kultur aus, die »Brücken baut, das Gegenüber ernst nimmt und verstehen hilft«. In einer Erklärung zum Kongress forderte die Kulturpolitische Gesellschaft, Kulturpolitik »sollte mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln dafür sorgen, Kulturdialoge und Kulturinstitutionen im Sinne einer innergesellschaftlichen Friedens- und Demokratiepolitik neu auszurichten.«

  

Partner des Kulturpolitischen Bundeskongresses, der alle zwei Jahre stattfindet und u.a. durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert wird, waren dieses Mal der Deutsche Städtetag, das Goethe-Institut und das Institut für Auslandsbeziehungen (ifa), das am ersten Kongressabend zu seinem 100. Geburtstag in die Landesvertretung Baden-Württemberg eingeladen hatte.

  

siehe auch Pressemitteilung

 

Studien zum Landeskulturbericht NRW im Netz verfügbar

Im März dieses Jahres hat das Land Nordrhein-Westfalen den ersten Landeskulturbericht vorgelegt, an dem das Institut für Kulturpolitik der Kulturpolitischen Gesellschaft wesentlich mitgearbeitet hat. Darin sind die Ergebnisse einiger Studien zur (inter-)kulturellen Teilhabe, zur Lage der Kulturberufe, zur kulturellen Infrastruktur, zur Lage der Kultur in den Gemeinden und zum Urheberrecht enthalten, die im Vorfeld von verschiedenen ExpertInnen erstellt worden waren. Die Langfassungen dieser z.T. erstmalig durchgeführten Studien sind auf der Website des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport dokumentiert.

 

Neues Projekt: »Neue Formate und Methoden der projektbezogenen soziokulturellen Arbeit«

Mit der Projektförderung hat sich in den letzten Jahrzehnten – neben der institutionellen Förderung – ein neuer Modus der Kulturförderung etabliert, der die Kulturpolitik, die kulturelle Landschaft und ihre Akteursszenen maßgeblich beeinflusst. Vor allem im Feld der soziokulturellen Praxis ist Projektarbeit eine weit verbreitete und typische Arbeitsform, durch die neue Methoden und Formate der Kulturarbeit entstanden sind. Diese neuen Ansätze, Methoden und Formate der Kulturarbeit (unter besonderer Berücksichtigung von interkulturellen (Flüchtlings-)Projekten) zu identifizieren und zu analysieren, ist eines des zentralen Ziele des gleichnamigen Projektes, das das IfK für das BKM unter Leitung von Dr. Norbert Sievers in den nächsten Monaten durchführen wird. Darüber hinaus werden die Weiterbildungslandschaft und deren Angebote für neue Ansätze, Methoden und Formate recherchiert.

 

Neues Projekt: Anwendungsbezogene Kulturpolitikforschung in Nordrhein-Westfalen

Die Kulturpolitische Gesellschaft bemüht sich seit Jahren mit ihrem Institut für Kulturpolitik (IfK) um eine Intensivierung der anwendungsbezogenen Kulturpolitikforschung und hat dafür zahlreiche Begründungen und Ideen geliefert. Jetzt kann sie diese in einer Konzeptionsstudie weiterentwickeln. Ein vom Land Nordrhein-Westfalen gefördertes Projekt gibt ihr dazu die Möglichkeit. Gestützt auf das Kulturfördergesetz und in enger Verbindung mit der gesetzlich vorgeschriebenen Erstellung des ersten Landeskulturberichtes NRW sollen in den nächsten zwölf Monaten konzeptionelle Grundlagen für eine Kulturpolitikforschung geschaffen werden. Das IfK kann dabei auf Erfahrungen im Zusammenhang mit der Erstellung des ersten Landeskulturberichtes zurückgreifen, an dem es maßgeblich beteiligt war und mit dessen qualifizierter Auswertung das Institut für Kulturpolitik ebenfalls in den nächsten Monaten beauftragt ist.

 

Thüringen goes Ukraine

IfK-Projekt zur Kulturentwicklung in ländlichen Räumen Thüringens international gefragt

Die Frage nach starken dezentralen Kulturzentren in ländlichen Räumen wird nicht nur in Deutschland diskutiert. So werden die im Auftrag der Thüringer Staatskanzlei durch das Institut für Kulturpolitik der KuPoGe erarbeiteten Kulturentwicklungskonzeptionen in zwei Thüringer Modellregionen seit ihrer Fertigstellung im Jahr 2015 nicht nur sehr aktiv in den jeweiligen Landkreispaaren Hildburghausen/Sonneberg und Kyffhäuser/Nordhausen umgesetzt, sondern finden auch im Ausland Interesse. Die Methodik und die Ergebnisse des Projektes, das Dr. Patrick S. Föhl seinerzeit im Auftrag des Instituts für Kulturpolitik geleitet hatte, werden sowohl auf Tagungen in Deutschland, Österreich und Bulgarien als auch den USA und der Ukraine präsentiert und diskutiert. Jüngst wurde der Ansatz nochmalig auf einer kulturpolitischen Tagung in der ukrainischen Kleinstadt Tulchyn als modellhaftes Konzept zur Kulturentwicklung in ländlichen Räumen sowie in Kleinstädten diskutiert. Hier zeigt sich abermals, wie wichtig der internationale Austausch auch im Feld der Kulturpolitik und der Kulturarbeit ist.

  

Siehe hierzu u. a. diese Publikation des Goethe Instituts

 

6. Bundesfachkongress Interkultur

Vom 3. bis 5. April 2017 fand in Braunschweig der 6. Bundesfachkongress Interkultur, diesmal zum Thema »Land in Sicht – Interkulturelle Visionen für Heute und Morgen«, statt. Rund 300 Interessierte aus den unterschiedlichsten Professionen diskutierten 3 Tage lang in Plenen und Fachforen Grundlagen und Perspektiven einer Gesellschaft, in der Zuwanderung zur Normalität geworden ist. Als Veranstalter wirkte neben dem Haus der Kulturen in Braunschweig und dem Forum der Kulturen in Stuttgart der Bundesweite Ratschlag Kulturelle Vielfalt, bei dem die Kulturpolitische Gesellschaft die Geschäftsführung innehat. An der Tagungsdokumentation wird zur Zeit noch gearbeitet. Sie soll im Herbst d.J. erscheinen.

  

Weitere Infos unter: www.bundesfachkongress-interkultur-2017.de

 

 

Transformatorische Kulturpolitik

Jahrbuch Kulturpolitik 2015/2016 erschienen

Soeben ist das inzwischen 15. Jahrbuch für Kulturpolitik des Instituts für Kulturpolitik der Kulturpolitischen Gesellschaft erschienen. Auf über 500 Seiten werden die Beiträge des 8. Kulturpolitischen Bundeskongresses 2015 »Kultur.Macht.Einheit. Kulturpolitik als Transformationspolitik« dokumentiert. Ausgangsthese ist, dass die Verwirklichung der deutschen Einheit auch die Kulturpolitik verändert hat – sowohl konzeptionell wie instrumentell. Dieser Transformationsprozess wäre jedoch zu kurz gedacht, wenn man ihn nur auf die unmittelbaren Folgen der deutschen Einheit beziehen würde. Deshalb beleuchten die über 50 Aufsätze auch darüber hinausgehende Fragen einer transformatorischen Kulturpolitik, die den gegenwärtigen Veränderungen in der Gesellschaft Rechnung trägt.

Ferner enthält das Jahrbuch – wie üblich – Beiträge zur Kulturforschung und eine Chronik kulturpolitischer und kultureller Ereignisse, eine Auswahlbibliografie »Kulturpolitik im Transformationsprozess« sowie die obligatorische »Bibliografie kulturpolitischer Neuerscheinungen«.

Herausgegeben haben das Jahrbuch Norbert Sievers, Patrick S. Föhl, Tobias J. Knoblich für das Institut für Kulturpolitik der Kulturpolitischen Gesellschaft e.V.: Es ist erstmalig im Bielefelder Verlag transcript erschienen und im Buchhandel sowie über die Kulturpolitische Gesellschaft erhältlich. Die Open-Access Version des Jahrbuches finden Sie unter: www.transcript-verlag.de/978-3-8376-3512-6/jahrbuch-fuer-kulturpolitik-2015/16

Bestellen: www.kupoge.de/publikationen/aktion_jahrbuch2015-16.htm