Nachrichten aus der Kulturpolitischen Gesellschaft und dem Institut für Kulturpolitik
»Kulturnation« – »Staatsnation« ist der Schwerpunkt des aktuellen Heftes der Kulturpolitischen Mitteilungen
Kulturpolitische Mitteilungen zur Lage der Kulturnation
Im Februar 2010 fand in der Ev. Akademie Loccum das 55. Kulturpolitische Kolloquium »Zur Lage der Kulturnation – Wo sind kulturpolitischer Aufbruch und zivilgesellschaftlicher Gestaltungswille 20 Jahre nach der Wende?« statt. Nach zwei Dekaden gesamtdeutscher Kulturpolitik ging es darum, Bilanz zu ziehen, aber auch den Blick in die Zukunft zu wagen. Die zentralen Beiträge der Tagung sind im Schwerpunkt dokumentiert. Olaf Schwencke etwa wagt den Blick zurück auf die Anfänge der Reflexionen zum »Kulturstaat Deutschland« 1990/91 in Loccum. Wolfgang Thierse bekräftigt das Gemeinsame in der Kultur. Wolfgang Bergem geht der kulturellen Identität der Staatsnation auf den Grund. Tobias J. Knoblich kritisiert die »Kulturnation light«, die Unterhaltung statt Bildung goutiert. Und Kristina Volke fragt nach den Perspektiven des Kulturstaats Deutschland.
Im »Essay« wird von Frank Keil-Behrens und Rainer Jogschies die Hamburger Kultur- und Stadtentwicklungspolitik kritisch unter die Lupe genommen, die in den aktuellen Auseinandersetzungen um die Elbphilharmonie ihr symbolisches Waterloo erleidet.
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6. Kulturpolitischer Bundeskongress 2011 widmet sich dem Thema Digitalisierung
Die Kulturpolitische Gesellschaft und die Bundeszentrale für politische Bildung werden den 6. Kulturpolitischen Bundeskongress am 9./10. Juni 2011 in Berlin veranstalten. Er wird sich dem Verhältnis von Digitalisierung und Kulturpolitik widmen. Als Tagungsort ist wiederum das Hotel Aquino der Katholischen Akademie vorgesehen. Die Veranstalter reagieren damit auf die wachsende Bedeutung des Internets und der digitalen Medien auf die Kulturproduktion und -rezeption, die in der Kulturpolitik und kulturellen Bildung noch nicht ausreichend zur Kenntnis genommen wird. In den Sommerwochen beginnt die inhaltliche Vorbereitung des Kongresses. Mit der Veröffentlichung des Programms und der Freischaltung der Kongresswebsite kann ab Januar 2011 gerechnet werden.
Band 12 der Reihe »Materialien« erschienen
Ist Soziokultur lehrbar?
Die Publikation des Institut für Kulturpolitik der Kulturpolitischen Gesellschaft fasst die zentralen Ergebnisse des Forschungsprojektes »Arbeit und Wirkungsweisen von soziokulturellen Zentren als Berufsfelder für Absolventen von Kulturstudiengängen« zusammen. In Kern ging es dabei um die praxisnahe Entwicklung von Vorschlägen für die weitere Qualifizierung soziokultureller Arbeit in Hochschulstudiengängen. Mit Beiträgen von Tobias Knoblich, Wolfgang Schneider, Margret Staal, Bernd Wagner u.a. Weitere Infos: www.kupoge.de/publikationen/aktion_mat12.htm
»HANDREICHUNG Interkulturelle Kulturarbeit«
Im Auftrag des
Kultursekretariats NRW Gütersloh hat die Kulturpolitische Gesellschaft eine »HANDREICHUNG Interkulturelle Kulturarbeit« erstellt. Die Handreichung umfasst den kulturpolitischen Argumentationsrahmen, exemplarische kommunale Gesamtkonzepte für Kulturelle Bildung und Interkulturelle Kulturarbeit, Good practise-Beispiele, Bausteine für eine interkulturelle Kultur- und Bildungsarbeit sowie eine Auswahlbibliographie. Die Broschüre hat 72 Seiten und kann über die Bonner Geschäftsstelle bestellt werden.
Das entsprechende PDF können Sie sich
hier herunterladen.
Datenbank für Studienangebote der Kulturvermittlung und Interkultur
Nach dem Update der Datenbank können sich Interessierte nun über mehr als 300 Studienangebote der Kultur an Hochschulen in Deutschland informieren. Bei der in den letzten Wochen erfolgten Aktualisierung der Datenbank wurden auch die Studienangebote aufgenommen, die seit den beiden letzten Semestern neu offeriert werden bzw. die im kommenden Wintersemester an den Hochschulen geplant sind. Anhand vielfältiger Suchfunktionen können für die einzelnen Studienangebote neben den strukturellen Angaben (u.a. Abschluss, Voraussetzungen, Semester- und Studienbeiträge, Kontaktdaten) auch detaillierte Informationen zu Zielen, Inhalten, vermittelten Kompetenzen sowie zur Arbeitsmarktorientierung der Studienangebote kostenlos recherchiert werden. Die Datenbank wurde vom Institut für Kulturpolitik der Kulturpolitischen Gesellschaft im Rahmen des vom BMBF geförderten Projektes »Studium-Arbeitsmarkt-Kultur« erarbeitet. www.kupoge.de/ifk/studium-arbeitsmarkt-kultur/datenbank.html
Mustervertrag für »Faires Praktikum«
Die Initiative für ein »Faires Praktikum« der Kulturpolitischen Gesellschaft ist auf eine sehr positive Resonanz gestoßen. Fast 200 prominente KulturpolitikerInnen und kulturelle Akteure haben sich in die Unterstützerliste eingetragen. Manche davon haben die »Grundsätze« der Fairness direkt in ihrem Betrieb umgesetzt.
Als konkrete Hilfestellung für die Umsetzung »fairer« Standards für Praktika im Kulturbereich hat die Kulturpolitische Gesellschaft mit Unterstützung des Deutschen Bühnenvereins einen Mustervertrag [hier als .doc und als .pdf] entwickelt, der von Praktikumsanbietern übernommen oder adaptiert werden kann.
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