Nachrichten aus der Kulturpolitischen Gesellschaft und dem Institut für Kulturpolitik

Das Programm steht

Am 15. und 16. Juni 2017 wird der 9. Kulturpolitische Bundeskongress in Berlin stattfinden. Sein Thema: »WELT.KULTUR.POLITIK. Kulturpolitik und Globalisierung«

  

Wir erleben eine Zeitenwende. In den letzten Jahrzehnten haben sich Gesellschaften, Kulturen und Staaten, Wirtschaft und Handel weltweit verändert. Viele Grenzen sind durchlässiger geworden – Staaten haben begonnen, sich nicht mehr nur über ihre territoriale Souveränität zu definieren, sondern auch als Teil internationaler wirtschaftlicher, politischer und kultureller Zusammenhänge und globaler Verflechtungen. Die Globalisierung hat Folgen für Kultur und Kulturpolitik.

Der Kongress wird u.a. von Prof. Monika Grütters MdB, der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, unterstützt. Veranstaltet wird er von der Kulturpolitischen Gesellschaft und der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) in Kooperation mit dem Deutschen Städtetag, dem Goethe-Institut und dem ifa (Institut für Auslandsbeziehungen).

Das vollständige Programm finden Sie hier

Ein Verzeichnis der ReferentInnen hier

Anmeldungen sind ab sofort hier möglich

 

Kulturpolitische Mitteilungen in neuer Gestalt

Thema: Europäisches Kulturerbe Europäisches Kulturerbe in einer globalisierten Welt

Nach zwanzig Jahren im alten Stil erscheinen die Kulturpolitischen Mitteilungen in einem neuen Layout. Ziel war es, die Zeitschrift lesefreundlicher und grafisch ansprechender zu gestalten. Inhaltlich ist das Heft Nr. 156 geprägt durch Beiträge zum Thema »Europäisches Kulturerbe«, zu dem namhafte AutorInnen Fachartikel geliefert haben. Anlass war dafür das Europäische Jahr des Kulturerbes 2018, aber auch der 9. Kulturpolitische Bundeskongress »Welt.Kultur.Politik.«, in dem es am Beispiel des Humboldtforums auch um den Umgang mit dem europäischen und (Welt-)Kulturerbe geht. In der Rubrik »Kulturpolitik aktuell« steht die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen im Zentrum. Die kulturpolitischen SprecherInnen aller im Landtag vertretenen Parteien stellen kurz ihre Pläne vor.

Darüber hinaus finden sich im neuen Heft ein Plädoyer für mehr Politik in der Kultur von Michael Wimmer, ein Interview mit dem Geschäftsführenden Vorstandsmitglied der Zukunftsakademie NRW Ines Boogaarts, ein tieferer Blick auf die Entwicklungspotenziale der Kulturhauptstadtbewerbung Kassels von Dorothée Rhiemeier und ein Bericht über den Koalitionsantrag »Kultur baut Brücken« von Burkhard Blienert und Kamila Schröder.

Inhaltverzeichnis KuMi, Bestellen

 

Welt.Kultur.Politik.

Programm des 9. Kulturpolitischen Bundeskongresses steht

Die Kulturpolitische Gesellschaft und die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) laden in diesem Jahr wieder zum Kulturpolitischen Bundeskongress ein. Er hat das Thema »Welt.Kultur.Politik. Kulturpolitik und Globalisierung« und wird am 15. und 16. Juni 2017 in Berlin-Mitte stattfinden. Aufgrund der Bedeutung des Kongresses und der Aktualität des Themas konnten wiederum hochkarätige Referentinnen und Referenten gewonnen werden. So wird die Staatsministerin für Kultur und Medien, Prof. Monika Grütters MdB, die Veranstaltung mit einer Rede einleiten. Zugesagt haben u. a. der Schriftsteller Pankaj Mishra aus London, der Politikwissenschaftler Wolfgang Merkel aus Berlin, die Künstler Milo Rau (Köln) und Renzo Martens (Brüssel/Amsterdam) und ca. 70 weitere Expertinnen und Experten.

Als Kooperationspartner wirken dieses Mal neben dem Deutschen Städtetag, das Goethe-Institut und das ifa (Institut für Auslandsbeziehungen) mit. Die Website wird am 12. April freigeschaltet.

Texte zum Kongress aus der KuMi

 

Ein Meilenstein für eine faktenbasierte Kulturpolitik

NRW-Landesregierung legt ersten Landeskulturbericht vor

Am 21. März hat die Ministerin für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen, Christina Kampmann, den ersten Landeskulturbericht vorgelegt, der nach dem Ende 2014 in Kraft getretenen Kulturfördergesetz in jeder Legislaturperiode einmal präsentiert werden muss, um zur »Angebots- und Nachfrageentwicklung und zur Lage der Kultur in Nordrhein-Westfalen insgesamt« zu berichten und Stellung zu beziehen (§25 KFG NRW). Die Erkenntnisse sollen dann in den ebenfalls obligatorischen Kulturförderplan, der zu Beginn einer Legislaturperiode erstellt wird, einfließen.

Als gesetzlich geforderter Bericht und in der vorgelegten Konzeption ist der Landeskulturbericht ein Novum in der deutschen Kulturpolitik. Er bestätigt die von der Kulturpolitischen Gesellschaft seit Langem gesehene Notwendigkeit einer stärker faktenorientierten Kulturpolitik und steht im Einklang mit den Empfehlungen des Berichts des Deutschen Bundestages »Kultur in Deutschland« aus dem Jahr 2007.

Die erste Auflage des Landeskulturberichtes ist bereits vergriffen; die zweite ist in Vorbereitung. Auf der Seite www.mfkjks.nrw stehen der Bericht und weitere Informationen zum Download bereit.

 

Auf dem Weg zur Kulturhauptstadt Europas 2025

22. bis 23. Juni 2017 , Kulturcampus Domäne Marienburg Hildesheim

Ein Forum des Instituts für Kulturpolitik der Universität Hildesheim in Kooperation mit der Kulturpolitischen Gesellschaft e.V.

Das Institut für Kulturpolitik in Hildesheim begleitet die Entwicklung europäischer Kulturpolitik seit Jahren und hat in seinen bisherigen Forschungen mehrfach das Programm »Europäische Kulturhauptstadt« untersucht. Mit dem Forum möchte das Institut dazu beitragen, den Austausch und die Vernetzung derjenigen deutschen Städte zu fördern, die sich als »Europäische Kulturhauptstadt 2025« bewerben werden bzw. eine Bewerbung erwägen. Im Vordergrund des Forums stehen die Aspekte der Nachhaltigkeit, Partizipation und europaweiten Modellhaftigkeit ihrer kulturpolitischen Konzepte.

Anmeldung und organisatorische Details unter: www.kulturhauptstadtforum.de

 

Barbara Neundlinger wird neue Geschäftsführerin der Kulturpolitischen Gesellschaft e.V. in Bonn

Der Vorstand der Kulturpolitischen Gesellschaft hat Barbara Neundlinger in seiner Sitzung Anfang Februar zur Geschäftsführerin bestellt. Sie folgt auf Marc Grandmontagne, der zu Anfang des Jahres in die Direktion des Deutschen Bühnenvereins gewechselt ist. Die gebürtige Österreicherin wird ihre Arbeit am 1. Juni 2017 aufnehmen. Hauptaufgabe der neuen Geschäftsführerin ist es, die Kulturpolitische Gesellschaft auf Basis ihrer inhaltlichen Programmatik strukturell und personell weiterzuentwickeln.

Presseerklärung

 

20 Jahre Institut für Kulturpolitik 1996–2016

Profil, Aktivitäten, Projekte

Inklusive Kulturelle Bildung und KulturarbeitDas Institut für Kulturpolitik ist eine Gründung der Kulturpolitischen Gesellschaft (KuPoGe), die seit über vierzig Jahren vor allem über ihr Netzwerk (derzeit rund 1.500 Mitglieder im Bundesgebiet) Einfluss auf die konzeptionelle Entwicklung der Kulturpolitik nimmt und dabei programmatische Akzente gesetzt und auch Erfolge erzielt hat. Diese basierten nicht zuletzt auf Überzeugung und Argumentation. Themen generieren und Meinungen im Diskurs bilden, das sind die verbandspolitischen Stärken der KuPoGe. Sie konnte sich dabei auf die Fach- und Sachkompetenz ihrer Mitglieder und des Vorstands stützen, hat jedoch von Beginn an der Recherche, Analyse und Forschung neben den vielen diskursorientierten Aktivitäten und Veranstaltungen einen großen Stellenwert in der Verbandskonzeption eingeräumt.

Seit 1996 hat die KuPoGe ihre wissenschaftliche Forschungstätigkeit im eigens gegründeten Institut für Kulturpolitik gebündelt. Mittlerweile besteht das IfK seit 20 Jahren. Anlässlich diese Jubiläums dokumentiert der Materialienband diese Arbeit.

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Studie »Aktuelle Förderstrukturen der Freien Darstellenden Künste in Deutschland« erschienen

Der Bundesverband Freie Darstellende Künste (BFDK) präsentiert die erste systematische Erhebung der Förderlandschaft für die freien Darstellenden Künste in Deutschland. Ab sofort ist die Studie »Aktuelle Förderstrukturen der Freien Darstellenden Künste in Deutschland. Ergebnisse der Befragung von Kommunen und Ländern« (Autorin: Ulrike Blumenreich) über den Bundesverband erhältlich. Im Auftrag des Bundesverbandes Freie Darstellende Künste hat das Institut für Kulturpolitik der Kulturpolitischen Gesellschaft alle 16 Bundesländer sowie die 38 Kommunen, in denen mindestens vier freie Tanz- oder Theaterformationen ansässig sind, befragt und umfassende Auskünfte erhalten. Entstanden ist ein einmaliges und umfangreiches Nachschlagewerk und Arbeitsinstrument.

Weitere Informationen

 

Intensivierung der Kulturpolitikforschung

Neue KuPoGe-Initiative

Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums ihres Instituts für Kulturpolitik am 24. Oktober 2016 im Haus der Geschichte in Bonn trafen sich KulturpolitikforscherInnen auf Einladung der Kulturpolitischen Gesellschaft, um über eine Initiative zur Intensivierung der Kulturpolitikforschung in Deutschland zu diskutieren und zu beraten. Das Jubiläum sollte nicht nur Anlass für einen Rückblick geben, sondern auch für eine in die Zukunft gerichtete Aktion. In seiner Rede erklärte dazu Institutsleiter Dr. Norbert Sievers: »Es gibt gegenwärtig gute Voraussetzungen für eine Initiative zur Intensivierung der Kulturpolitikforschung. Uns schwebt jedoch kein Alleingang vor, sondern eine konzertierte Strategie in einem Verbund der Forschungsakteure, in dem über Forschungsbedarfe, -methoden und -ergebnisse diskutiert werden könnte, eine Gesprächs- und Verabredungsplattform mit dem Ziel, die angewandte Kulturpolitikforschung in Deutschland zu profilieren.« Ziel der Initiative sei darüber hinaus aber auch, sich um die Verbesserung der Forschungsbedingungen zu bemühen. Dafür wolle die Kulturpolitische Gesellschaft einen Rahmen schaffen. Ein erster Schritt dazu soll im nächsten Heft der Kulturpolitischen Mitteilungen (Nr. 155) erfolgen.

  

Transformatorische Kulturpolitik

Jahrbuch Kulturpolitik 2015/2016 erschienen

Soeben ist das inzwischen 15. Jahrbuch für Kulturpolitik des Instituts für Kulturpolitik der Kulturpolitischen Gesellschaft erschienen. Auf über 500 Seiten werden die Beiträge des 8. Kulturpolitischen Bundeskongresses 2015 »Kultur.Macht.Einheit. Kulturpolitik als Transformationspolitik« dokumentiert. Ausgangsthese ist, dass die Verwirklichung der deutschen Einheit auch die Kulturpolitik verändert hat – sowohl konzeptionell wie instrumentell. Dieser Transformationsprozess wäre jedoch zu kurz gedacht, wenn man ihn nur auf die unmittelbaren Folgen der deutschen Einheit beziehen würde. Deshalb beleuchten die über 50 Aufsätze auch darüber hinausgehende Fragen einer transformatorischen Kulturpolitik, die den gegenwärtigen Veränderungen in der Gesellschaft Rechnung trägt.

Ferner enthält das Jahrbuch – wie üblich – Beiträge zur Kulturforschung und eine Chronik kulturpolitischer und kultureller Ereignisse, eine Auswahlbibliografie »Kulturpolitik im Transformationsprozess« sowie die obligatorische »Bibliografie kulturpolitischer Neuerscheinungen«.

Herausgegeben haben das Jahrbuch Norbert Sievers, Patrick S. Föhl, Tobias J. Knoblich für das Institut für Kulturpolitik der Kulturpolitischen Gesellschaft e.V.: Es ist erstmalig im Bielefelder Verlag transcript erschienen und im Buchhandel sowie über die Kulturpolitische Gesellschaft erhältlich. Die Open-Access Version des Jahrbuches finden Sie unter: www.transcript-verlag.de/978-3-8376-3512-6/jahrbuch-fuer-kulturpolitik-2015/16

Bestellen: www.kupoge.de/publikationen/aktion_jahrbuch2015-16.htm