Regionalgruppe Berlin-Brandenburg

repro: nGbK

Liebe KupoGe-Mitglieder der Regionalgruppe Berlin-Brandenburg,

wir erinnern noch einmal an unsere erste Veranstaltung im neuen Jahr.
Am 8. Januar, 18.00Uhr, laden wir herzlich ein in die neue Gesellschaft für bildende Kunst (nGbK),
Oranienstrasse 25, 10999 Berlin.

Uns erwartet eine Führung durch den Spielclub Oranienstraße 25 – ein bespielbares Stadtmodell
mit der Kuratorin und Kunstvermittlerin Claudia Hummel (nGbK + Institut Kunst im Kontext).

Von 1969 bis 1972 existierte in der nGbK (damals: NGBK) die Arbeitsgruppe Spielumwelt. Die Grundidee bestand darin, eine kapitalismuskritische künstlerische Praxisform für und mit Kindern der Arbeiterklasse zu entwickeln. Als Alternative zur illusionsversprechenden Spielwarenindustrie sollte mit Kindern eine realistische Spielumgebung gebaut werden – ein Raum zur Entwicklung von Selbstbewusstsein für die Herausforderungen der Lebenswelt.

Zur Umsetzung wurde in der Kulmer Straße 20a in Berlin-Schöneberg eine Fabriketage angemietet. Über mehrere Monate hinweg errichteten dort die Künstler*innen zusammen mit Kindern aus dem Kiez, im sogenannten ›Spielklub‹, eine Spielstadt. Sie beinhaltete unter anderem eine Bank, eine Bühne, ein Hotel, einen Großhandel, einen Kindergarten, einen Waffelstand, einen Fotoladen, Tapeten Maier und einen Boxring. Es wurde Geld gedruckt – die ›Kulmer Mark‹ und die Kinder nannten den Spielklub von diesem Moment an ›Das Fest‹.

Die Versuchsanordnung des »Spielklubs Kulmer Straße« wird nun als »Spielclub Oranienstraße 25« wiederaufgeführt. Der Ausstellungsraum der nGbK verwandelt sich dafür in einen symbolischen Nachbau der Oranienstraße. Berliner Schulklassen werden darin Spieltage verbringen und selbst um die Stadt spielen – genauer: um die Oranienstraße. Dabei stehen aktuelle Stadtentwicklungsfragen, wie beispielsweise die Mietenpolitik oder die Teilhabe an gesellschaftlichen Veränderungen zur Aushandlung.

Parallel zum neuen Spielclub wird eine Ausstellung über den historischen Spielklub und über gesellschaftliche Diskurse, die in den 1970er-Jahren die Intentionen der AG Spielumwelt rahmten, gezeigt.

Im Anschluss soll es noch Zeit geben zum Netzwerken, für Infos (u.a. aus dem Vorstand) und zur Vorstellung der Programm-Ideen unserer Regionalgruppe für 2020. Wir freuen uns über Anmeldungen und Anmerkungen – wie immer unter: KulturpolitischeGesellschaft@berlin.de

Wir wünschen allen ein gutes neues Jahr und freuen uns auf schöne gemeinsame Veranstaltungen.

Wibke Behrens + Dr. Sarah Zalfen
Sprecher*innen Berlin-Brandenburg

Portrait

Seit 2012 liegt die Koordination und Sprechertätigkeit bei Wibke Behrens (Berlin) – von 2011 bis 2017 war Isa Kathrin Edelhoff Teil des Teams, bis Anfang 2019 Dr. Stefan Neubacher (Eberswalde).

Das neue Sprecherinnen-Tandem wird nun durch Dr. Sarah Zalfen aus Potsdam komplettiert.

Die kulturpolitischen Herausforderungen und Spezifika von Brandenburg sollen in den nächsten Monaten stärker in der Regionalgruppe herausgearbeitet werden.

Daneben bleiben Kernaufgaben:
Das Konzipieren, Planen und Organisieren öffentlicher Veranstaltungen und kulturpolitischer Abende mit Gästen/Expert*innen zu kulturpolitisch relevanten Themen in Berlin und verschiedenen Orten in Brandenburg. So wurde in der Vergangenheit in Eberswalde über die Provinzkultur diskutiert, in Cottbus die kulturelle Bildung behandelt und in Potsdam die kulturpolitischen Perspektiven der Landtagswahl erörtert. In Berlin stehen Hauptstadt-spezifische kulturpolitische Diskussionen im Fokus, welche bewusst auch Kontroversen und Widersprüche zwischen Politik, Verwaltung und Akteur*innen thematisierten.

Neben großen öffentlichen Veranstaltungen – teilweise mit weiteren starken Kooperationspartner*innen – gibt es auch kleinere Treffen mit den Mitgliedern der KuPoGe und Gesprächsrunden mit Gästen. Diese Treffen finden an unterschiedlichen interessanten Orten oder auch im Haus der Kulturverbände (Hauptstadtadresse der KuPoGe) statt.

Die Metropolregion Berlin-Brandenburg stellt inzwischen den zweitstärksten KuPoGe-Mitgliederverband. Auch in anderen Bundesländern beheimatete Mitglieder des Bundestages nehmen aktiven Anteil an den Angeboten und Themen der Regionalgruppe. In Berlin und Brandenburg lebende oder arbeitende Vorstandsmitglieder setzen zusätzlich eigenständige Diskussionsschwerpunkte und sind im engen Kontakt mit den Sprecher*innen.

Die Sprecherinnen sind in Gremien, Fremd-Veranstaltungen etc. Gesprächspartnerin, Referentin, Expertin zu kulturpolitischen Themen wie Kultur in der Fläche (Brandenburg), Freie Szene, Kunstmarkt, Stadtentwicklungsplan Kultur (Berlin).etc.

Kontakt

KulturpolitischeGesellschaft@berlin.de
Wibke Behrens, Dr. Sarah Zalfen