Zwischenstand
Ausgehend von der Frage „Wie können wir uns noch praxisfokussierter und nachhaltiger in die kulturpolitischen Entwicklungen in Berlin und Brandenburg ein­bringen?“ arbeitet die Landesgruppe Berlin-Brandenburg seit Jahres­beginn überregional und online an zwei Projekten:
dem KupoGe Vernetzungstool und der Werkstatt-Reihe Nachhaltigkeit.
”Neue” Interessierte sind jederzeit herzlich eingeladen, sich mit ihren Ideen und Kompetenzen in die weiterführende Arbeit einzubringen.  

Projekt 01
KupoGe Vernetzungstool

Nach einem ersten Arbeitstreffen am 27.05. zu einem KupoGe Vernetzungstool als dynamischer Schnittstelle zu Vernetzung und Austausch aller Mitglieder der Kulturpolitischen Gesellschaft, konnten erste Ansprüche an das Tool formuliert werden: An erster Stelle sollte eine Suchfunktion nach Expertise, Kompetenzen, Ressourcen und Wohn- bzw. Arbeitsort stehen. Darüber hinaus standen eine Terminschiene und ein Austauschforum Suche/Biete ganz oben auf der Liste der Bedarfe. Bevor es um die Frage gehen soll, welche technischen und rechtlichen Vorausset­zungen für eine bedarfsgerechte Umsetzung gegeben sein müssen, gilt es vor allen Dingen, eine Mitgliederbefra­gung vorzubereiten, um herauszufinden, wie groß eigentlich das Interesse insgesamt ist.

Nächstes Online-Treffen 
Montag, 16.08. / 18.00 – 20.00 Uhr
Anmeldung bitte per Email an: berlin-brandenburg@kupoge-regional.de 

Projekt 02
Werkstatt-Reihe Nachhaltigkeit

Die Ziele der Werkstatt-Reihe Nachhaltigkeit lassen sich unter den Begriffen Sammlung, Übersetzung und Ver­mittlung zusammenfassen. Im Kern geht es um eine Sammlung von Wissen, Praxisbeispielen und Kontakten zum Umgang mit Nachhaltigkeit im Kulturbereich. Dabei fokussieren wir auf Ansätze, die für die Übersetzung in eine konkrete, regionale und überregionale Kulturpolitik besonders relevant erscheinen. Darüber hinaus geht es um die Vermittlung von Perspektiven praktischer Anwendbarkeit und die Entwicklung von Tools, die auch für Förderkreise, kleine Initiativen, einzelne Akteur:innen interessant sind: Was bedeuten die Erfahrungen, die wir zusammenbringen für jede:n einzelne:n von uns, z.B. gleich direkt am nächsten Montag?  
Die konkreten Veranstaltungen sind so angelegt, dass sich zunächst einmal ein Team aus zwei bis drei Initiator:innen zusammenfindet. Im besten Fall setzt sich das Team aus je einem Menschen aus dem Kulturbereich, aus der künstlerischen Praxis und dem Themenfeld eines Nachhaltigkeitsziels zusammen. Inhaltlich könnte es um eine konkrete Institution oder mehrere im Vergleich gehen. Es kann auch ein Thema wie Landwirtschaft, Gesundheitswesen oder Bildung in den Fokus gerückt werden, bei dem dann unterschiedliche Ebenen aus dem Spektrum von Verwaltung bis Bauernhof, Krankenhaus oder Schule zusammengebracht würden. 

Dabei soll das Themenfeld eher prozesshaft als Baustelle verstanden werden: Nach einer Präsentation der aktuellen Situation und der Frage, was im Hinblick darauf bereits übersetzt oder vermittelt werden kann, geht es im zweiten Teil um eine konkrete Herausforderung des Projekts: Wo hakt es, was braucht es gerade und was sollte als nächstes passieren? Abschließend verfasst jedes Team etwas Bleibendes: einen Text, ein Logbuch-Eintrag, eine Fragensammlung, eine Zeichnung, eine Flaschenpost, ein Audio-Dokument – etwas, das im stetig wachsenden Online-Archiv abgelegt und recherchiert werden kann. 

Bevor es noch in diesem Jahr mit einer ersten Veranstaltung konkret losgehen soll, gibt es ein letztes Entwicklungs- und Vorbereitungstreffen, zu dem alle Interessierten herzlich eingeladen sind.

Nächstes Online-Treffen 
Mittwoch, 18.08. / 18.00 – 20.00 Uhr
Anmeldung bitte per Email an: berlin-brandenburg@kupoge-regional.de 

Wir freuen uns auf Teilnehmende aus allen Landes- und Regionalgruppen. Moritz und Wibke stehen für Anmerkungen und Rückmeldungen gern zur Verfügung: berlin-brandenburg@kupoge-regional.de

Herzliche Grüße
Wibke Behrens, Sarah Zalfen, Mario Zetzsche, Moritz von Rappard

Sprecher*innenteam

 

©Stefan Specht
Mario Zetzsche, geb. 1980 in Potsdam, hat Kulturmanagement in Görlitz, Vilnius (B.A.) und Riga (M.A.) studiert. Von 2005 bis 2008 war er für die lettische Staatsagentur »Die drei neuen Brüder« am Aufbau des Nationalmuseums für zeitgenössische Kunst beteiligt. Für diese Tätigkeit erhielt er das Fellowship für Kulturinnovation der Alfred Toepfer Stiftung FVS. Seit Ende 2008 ist er für die Verwaltung der Fontanestadt Neuruppin tätig. Zunächst als Sachgebietsleiter für Kultur und Sport, ab 2018 als Projektleiter für das Fontanejubiläum „fontane.200/Neuruppin“ 2019. Seit 2021 ist er Kulturreferent.
 
Mein Augenmerk möchte ich im Rahmen der Regionalgruppe Berlin-Brandenburg den Bedarfen der Kunst- und Kulturakteure sowie Kulturverwaltungen in den ländlichen Strukturen Brandenburgs widmen. Sowie gemeinsam mit den Mitgliedern und dem Team das Profil und die Sichtbarkeit der Regionalgruppe weiter schärfen.
©Stiftung Genshagen
Moritz von Rappard, geboren 1965 in Hannover, hat Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften, Germanistik und Pädagogik an der Universität zu Köln studiert. Nach vielfältigsten Projekten als Projektentwickler, Kurator, Regisseur und Dramaturg sowie einer Zusatzqualifikation als Moderator und Mediator beschäftigt er sich seit 2015 intensiv mit Diversitätsentwicklung, Öffnung und Teilhabe in Kulturinstitutionen. So entstand im Rahmen des von der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien initiierten Kompetenzverbunds KIWit nicht nur die bundesweite Reihe „Diversität in Arbeit“, sondern auch die g3-Methode für besseres Arbeiten in heterogenen Gruppen. Seit 2020 ist er im Beratungs- und Entwicklungsnetzwerk „Hands on“ aktiv.
 
Als ein Sprecher der Regionalgruppe Berlin-Brandenburg möchte ich mich dafür einsetzen, dass die KuPoGe mit ihren Qualitäten und Kompetenzen von unterschiedlichsten Seiten als inspirierender Partner erlebt werden kann. Dabei sollte das Engagement im besten Fall weit über das Diskursive hinausreichen und immer auch auf konkretes Tun fokussieren. 
Sarah Zalfen hat Kulturpolitik und -betrieb schon von den verschiedensten Seiten betrachtet – als Opernforscherin, als Produktionsleiterin freier Kulturprojekte, als Studentin der Kulturadministration sowie aktuell als Kommunalpolitikerin in Potsdam und als Mitarbeiterin im Brandenburger Kulturministeriums. Ihre Begeisterungsfähigkeit und Leidenschaft für die Kunst selbst hat sie dabei nie verloren.
 
Ich spreche sowohl „Kultur“ als auch „Politik und Verwaltung“ und freue mich, im Rahmen der KuPoGe als Dolmetscherin immer wieder ein Bisschen zur Verbesserung und Verständigung der Welt beitragen zu können. Mitglied der KuPoGe bin ich seit 2005.
©Carolin Schulz
Wibke Behrens M.A., studierte Designhistorikerin + Kulturwissenschaftlerin, verantwortet in der nGbK den Verlag + die Programmplanung. Sie ist Systemischer Coach, hat u.a. einen Lehrauftrag für Cultural Governance am International Graduate Center der Uni Bremen. Sie ist Gründungsmitglied der Koalition der Freien Szene (von 2012-2018 im Sprecher*innenkreis), seit 2017 im Leitungsteam der AG Alte Münze. Seit 2012 KuPoGe-Sprecherin für Berlin-Brandenburg, 2018 in den Bundesvorstand der KuPoGe gewählt. Stellv. Vorsitzende des Fachausschuss XII Kulturpolitik SPD Berlin. Im Januar 2019 wurde von Wibke Behrens, Dr. Janet Merkel und Dr. Sven Sappelt das Institute for Cultural Governance gegründet.
 
Die Arbeit im Sprecher*innenteam kann ich mit einem leidenschaftlichen und konstruktiven Blick auf die Hauptstadtkulturpolitik und unterschiedliche Dialogformate bereichern. Die KuPoGe wird Stück für Stück ein sichtbarer Teil des Kulturellen und Kulturpolitischen Netzwerkes Berlins – daran möchte ich auch weiterhin arbeiten.
Ankündigung VA: Netzwerke der Solidarität. Interessenvertretung im Kulturbereich
Unsere nächste Veranstaltung (auch die wird online stattfinden) wollen wir zusammen mit der Regionalgruppe Hamburg erarbeiten. Im Mittelpunkt steht die geplante (Buch-)Publikation „Netzwerke der Solidarität“ von Dr. habil. Alexandra Manske. Die Soziologin untersucht darin unterschiedliche Strategien und Ziele von Interessenvertretungen im Kulturbereich und deren politische und gesellschaftliche Wirkmacht. Beispiele aus den Bereichen der darstellenden Künste, der freie Szene und des öffentlich geförderten Theaterbetriebs stammen aus Hamburg und Berlin.
Die Einladung veröffentlichen wir, sobald es soweit ist, auf der Seite der Regionalgruppe Berlin-Brandenburg auf www.KuPoGe.de und verschicken sie natürlich auch per Mail.
PROFIL

Die Arbeit der Regionalgruppe Berlin-Brandenburg ist in Ihren Themen so vielfältig wie es die Mitgliedschaft ist. In unterschiedlichen Formaten, an wechselnden Orte und mit einer Vielzahl an Gesprächspartner*innen, initiieren wir den Austausch untereinander, bündeln die kulturpolitische Expertise innerhalb wie außerhalb der Mitglieder und aktivieren den Diskurs zu regional und aktuell wichtigen Themen der Kulturpolitik.

Unsere Aktivitäten zielen darauf, verstärkt in Kollaborationen und Kooperationen zu denken, Ideen zu teilen, Interessen zu wecken und mit Angeboten und Formaten aus dem eigenen Umfeld zu verbinden. Durch solche Synergien machen wir die Arbeit der Kulturpolitischen Gesellschaft weithin sichtbar und erweitern so unseren inhaltlichen Radius. Anregungen zu neuen Themen und Veranstaltungen sind uns stets herzlich willkommen.

Bisherige Kooperationspartner und Gäste: Radialsystem; rbb Kultur; neue Gesellschaft für Bildende Kunst (nGbK); SO 36; Institute for Cultural Governance, Musikakademie Rheinsberg, Ensemble Phönix 16, Stadtmuseum Neuruppin, Abgeordnetenhaus Berlin, Stiftung Genshagen, u.a.

Die Regionalgruppe Berlin-Brandenburg wird seit Frühjahr 2019 vertreten von den bestätigten Sprecherinnen Wibke Behrens aus Berlin und Sarah Zalfen aus Potsdam. Turnusmäßig wird alle zwei Jahre gewählt. Interessierte für die ehrenamtliche Mitarbeit können sich gerne bei den derzeitigen Sprecher_innen und oder der Geschäftsstelle in Bonn bis 1. Februar 2021 melden.

Kontakt

KulturpolitischeGesellschaft@berlin.de
Wibke Behrens, Dr. Sarah Zalfen